Gefangen im Aufzug

Eines schönen Tages stieg ich neulich – absolut nichts ahnend – in einen Aufzug, um vom Erdgeschoss in die oberste Etage eines Hochhauses zu fahren. Die Tür öffnete sich und da es noch früh am Morgen war, stieg ich verträumt in die Kabine. Was sollte dabei denn auch schon schief gehen?

Sofort, nachdem ich den Aufzug betreten hatte, waberte mir allerdings ein ziemlich beißender Geruch entgegen. After Shave, von einer ganz miesen Sorte und davon jede Menge! Der Eigentümer dieser Mief-Wolke hatte sich augenscheinlich bereits verdünnisiert. Hier war er jedenfalls nicht! Außerdem sehr schade (für mich), dass er seine Stinkewolke nicht mitgenommen hat!

Nun gut, diese paar Stockwerke schaffe ich, dachte ich mutig und drückte auf den entsprechenden Etagenknopf. Die schwere Tür schloss sich hinter mir. Und dann gab es nur noch zwei: Den Mief und mich.

Der Aufzug fuhr gemächlich die Stockwerke hinauf und ich war sehr darum bemüht möglichst flach zu atmen. Es war ja nicht auszuhalten! Hatte der Typ in dem Zeug gebadet, oder was?! Sich damit am Ende die Haare gewaschen? Die Kleidung darin eingelegt? In der Enge eines Büros wäre ich in diesem Fall vor Atemlosigkeit wohl schlichtweg vom Stuhl gefallen!

Ich öffnete meinen Mantel und hoffte, dass sich die Aufzugtür unterwegs vielleicht noch einmal öffnen würde, um Frischluft in die kleine Kabine zu lassen. Tja, wenn man hofft, bleibt es manchmal ja auch einfach nur dabei. Der Aufzug fuhr unerbittlich nach oben. Was wenn ich oben ankam und meine Beine gaben nach? Wenn ich einfach an der Wand entlang auf den Boden rutschte? Ich sah kurz zum Boden, verzog das Gesicht und überlegte es mir sicherheitshalber anders.

Mal was anderes, was, wenn sich dieser Mief in meiner Kleidung fest fraß? Gab es für so etwas eigentlich Schmerzensgeld? Die Aufzugtür öffnete sich und ich trat ins Freie. Ich blieb stehen und atmete die verbrauchte Büroluft tief in meine Lungen. Für mich war es Frischluft!

Meine Gesprächspartner, die ich besuchen wollte, kamen gleich direkt auf mich zu und begrüßten mich. Ich lächelte. Ich hörte, wie sich die Aufzugtür in meinem Rücken schloss. Der Aufzug würde wieder hinab fahren und den Möff mit sich nehmen. Einer der Gesprächspartner hastete zum Aufzugknopf und drückte ihn. Die Tür öffnete sich wieder.

»Ha! Gerade noch gehalten!«, sagte er lachend, der Held. 

Ich guckte irritiert, denn ich verstand kein Wort.

»Wir dachten, wir nehmen den Besprechungsraum in der 1. Etage!«, sagte er und bat mich voran zugehen.

Voran und damit zurück in die Fahrstuhlkabine, aus der ich gerade noch gekommen war.

Ich seufzte. Man kann einfach nicht immer Glück haben ;-)

Und damit wünsche ich euch ein gaaaanz wundervolles Wochenende!

Alles Liebe,

die Emily

E.T. – oder die Grippewelle rollt an!

Es ist wieder einmal soweit: Die diesjährige Grippewelle frisst sich hungrig durch Deutschland. Diese schnell ansteckenden Viren sind bei mir – glücklicherweise – noch nicht angekommen, bei meinen Kolleginnen und Kollegen allerdings schon.

Immer wenn meine Kollegin atmet hört es sich an, als wenn Darth Vader neben mir sitzt und wenn sie mit mir spricht habe ich unmittelbar den Eindruck, sie »will nach Hause telefonieren!« Ich hoffe, dass es euch gut geht und ihr euch nicht anstecken lasst!

Also, bleibt gesund und munter!

Alles Liebe, Emily (die sich mal schnell die Hände waschen muss!)

Ich hab ein Stück vom Frühling gesehen!

Frühling_2013-016

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