Schläppchenparade

Wenn es die Sendung „Wetten dass?“ noch gäbe, würde ich dort jetzt eine Wette anmelden. Wetten, dass ich alle anwesenden Gäste an ihrem Schlappengeschlurfe erkenne?

Eigentlich hatte ich einen ruhigen, entspannten, leisen und immer noch ruhigen Tag für mich eingeplant. Was habe ich mich darauf gefreut! Am Morgen hatte ich also fix mein neues Buch eingesteckt                                                                             (Gaby, es ist so schön geworden!!)

und habe mich auf den Weg in (m)eine schöne Wellnessfarm gemacht.

Während ich so durch die Gegend fuhr, lag ich in Gedanken schon zwischen Palmen, neben mir ein Tee, das neue Buch von Gaby in Händen und nebenbei leise Töne aus der Klangschale. Perfekt! Doch da hatte ich meine Rechnung wohl ohne dieses miese Wetter und eine Vielzahl von Menschen gemacht, die eine ähnliche Idee hatten, wie ich. Die trafen nur etwas später ein als ich.

Doch zunächst war ja noch alles nett. Ich genoss in aller Ruhe noch eine Tasse Kaffee, ehe ich mich in das Haus der Stille zurückzog. Dieses Haus ist hell. Überall stehen Pflanzen. Man kann hinaus sehen, sich einkuscheln und in Ruhe vor sich hin schlummern. Himmlisch.

Ich suchte mir eine Liege in bester Lage aus, legte mir alles zurecht, damit ich mich möglichst wenig bewegen musste und kuschelte mich ein. Dann zog ich mein Buch hervor und begann zu lesen. Gaby hat in ihrem neuen Buch Kurzgeschichten und Verse verfasst, so kann man eine Geschichte lesen, nachdenken, weiterlesen, träumen, weiterlesen. Für einen Augenblick schloss ich die Augen bis, ja bis der erste Schlappenschlurfer an mir vorbei schlappte.

Macht ja erst einmal nichts. Ich ließ die Schlappen ziehen und die Geräusche mit ihnen. Doch schnell kam das zweite, das dritte und das vierte Paar. Es quietschte und schlurfte.

Ich öffnete die Augen, setzte mich wieder auf, atmete tief durch und nahm wieder mein Buch zu Händen.

Ein Schlappenpaar nach dem anderen schlappte an mir vorbei, es war gruselig! Sie quietschten, blieben stehen, waren blau, schwarz, trugen funkelnde Stecker, waren geschlossen oder offen. Es kamen immer mehr!?

„Blende das aus Emily!“, versuchte ich mich zu beruhigen. „Blende das aus sonst kommst du nie in die Entspannung!“

Versucht das einmal! Genau so kann man versuchen nicht an einen gelben Elefanten zu denken! Unmöglich!

Noch nie haben mich so viele schlappende Quietschschlurfer umgeben, wie an diesem Morgen!

Da gab es nur die Flucht nach vorne. Ich packte alles ein, suchte und fand ein stilles Plätzchen, an dem ich für mich sein konnte. In der Bücherei des Wellnesstempels. Perfekt. Und Tee bekam ich auch noch – wenn auch nicht in einer Klangschale serviert 😉

Habt einen ruhigen Abend und alles Liebe,

die Emily

Advertisements

Manchmal sollte man sich einfach nur an das Rezept halten…

Wenn es in einem Rezept heißt: „… und BRATEN Sie die Knödel in Butter und Salbei an…“, dann bedeutet es NICHT: „…und KOCHEN Sie die Knödel in Butter und Salbei an…“

Das ist zwar nur ein kleiner, wenn auch bedeutender Unterschied!

…schmeckt aber wohl trotzdem 😉

%d Bloggern gefällt das: