(Herbstlicher) Pflaumenlikör

Kürzlich klingelte meine Nachbarin an der Tür. In jeder Hand trug sie jeweils einen Eimer, mit ganz herrlichen und sonnenverwöhnten Zwetschgen. Die Eimer waren rappelvoll!

Grundsätzlich freue ich mich sehr über derartige Geschenke, denn die Früchte sind nicht gespritzt und die Bäume werden mit Liebe behandelt. Glaub‘ ich jedenfalls, jedenfalls habe ich mich wie gesagt sehr darüber gefreut! Und dann habe ich überlegt, was ich denn bitteschön mit 2 (!) Eimern Zwetschgen anstellen soll … Mit einem gebackenen Kuchen kommt man da nicht so weit. Auch ein paar Gläser Pflaumenmus oder Marmelade sind fix gemacht und dann?

Dann fiel mir ein, dass ich neulich einen Bericht über ein Kloster gesehen hatte, in dem die Nonnen so einiges an Obst und Gemüse auf vielfältige Art und Weise verarbeitet hatten, darunter war auch ein Pflaumenlikör.

Also habe ich kurzerhand die Saftmaschine aus dem Schrank geholt und aus einem Teil der Zwetschgen Pflaumensaft gemacht. Allein der schmeckte schon köstlich, man sollte nur nicht allzu viel davon genießen 😉

Den Pflaumensaft (etwa 2 Liter) habe ich dann mit

  • 1 Zimtstange
  • ein paar Körnern Piment
  • 2 Nelken
  • 1 Stern Anis
  • Zucker (Menge nach Geschmack und Süße der Zwetschge)

in einen großen Topf gegeben und alles für rund 1/2 Stunde ganz leicht köcheln lassen. Ausstellen und über Nacht stehen lassen. Den Saft am nächsten Morgen durch ein Sieb gießen, damit die Gewürze separiert werden können.

Der Sud allein schmeckt schon sehr gut! Wer mag kann ihn so schon genießen. Oder, man gibt einen guten Wodka dazu und die Menge ist wirklich geschmackssache. Wodka ist relativ geschmacksneutral, daher eignet er sich gut. Der Likör sollte aber – meiner Meinung nach – nicht zu stark sein, daher habe ich nicht allzu viel hinzu gegeben. Mit dem Wodka hält sich der Saft eine ganze Weile im Kühlschrank.

Ein Gläschen davon zum Pflaumenkuchen… hat schon etwas!

Herbstliche Grüße zum Sonntag,

die Emily

Richtig gut: Brokkoli-Falafeln und Tahini-Zitronen-Sauce

Was soll man bei dir Hitze nur essen? Falafeln zum Beispiel! Die kann man nämlich auch prima kalt genießen. Also zur Sicherheit gleich eine Portion mehr machen! Sie sind lecker, vegan, glutenfrei und gesund. Und damit sie nicht so trocken sind, ist eine ordentliche Menge Brokkoli enthalten. Damit werden sie rundum saftig.

Für 30 Kugeln braucht ihr:

  • 1/2 Kopf Brokkoli (inkl. Stunk in der Küchenmaschine fein raspeln)
  • 1/2 Zwiebeln (grob gehackt)
  • 2 Knoblauchzehen (fein gehackt)
  • 1 große Hand voll Petersilie + Minze
  • 1 Dose Kichererbsen (400 g) (in der Küchenmaschine zerkleinert – aber nicht allzu fein)
  • Schale von 1/2 Bio-Zitrone
  • 2 TL gem. Kreuzkümmel
  • 1 TL gem. Koriander
  • 1/4 TL Cayennepfeffer für die Schärfe
  • 3 EL Mehl (Buchweizen oder Kichererbsenmehl)
  • 1 TL Backpulver
  • Salz & Pfeffer

Alle Zutaten vermengen und aus der Masse kleine Falafelkugeln formen (ein kleiner Esslöffel voll). Diese Falafeln werden nicht in Fett ausgebacken, sondern werden jetzt auf ein Backblech gesetzt und bei 220 Grad für ca. 15-20 Minuten gebacken. Zwischendurch ruhig einmal wenden!

Man kann dazu Wraps ausbacken, sie in Salatblätter einwickeln und nach Belieben Rohkost raspeln. Gut passen: Möhren, Spitzkohl, Frühlingszwiebeln, Radieschen, Spinat, Salat… UND eine gute Soße!

Die Tahini-Soße, als auch dieses Falafelgericht habe ich aus „Eat happy“ von Melissa Hemsley abgeguckt. Diese Soße passt prima und Reste kann man auch gut zu Gemüse oder Nudelsalaten verwenden! Ich nehme lieber etwas weniger Tahin als im Rezept angegeben.

Das ist drin:

  • 4 EL Tahini
  • Saft von 1/2 – 1 Zitrone
  • 200 ml warmes Wasser
  • Salz
  • 1 Knoblauchzehe
  • wer mag kann noch Joghurt dazu geben.

Guten Appetit!

Emily

XXX

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