Hausarbeit ist nicht immer gefahrlos!

„Das könnte ins Auge gehen“, und jetzt weiß ich auch ganz genau, wie es zu diesem Ausspruch gekommen sein muss! Zu dieser Erkenntnis hat mich dieser sensationeller Tagesbeginn geführt und das war so…

Noch etwas verträumt stand ich in der Büroküche unserer Firma und griff wie selbstverständlich nach der Thermoskanne, die zu unserer Kaffeemaschine gehörte. Am frühen Morgen geht es nun einmal nur um Kaffee, und dann kommt erst einmal lange nichts. Als ich in die Kanne sah war mir eines klar: Bevor ich in dieser Kanne einen Kaffee aufsetzen konnte, war erst einmal dringend eine Kannenreinigung fällig! Immerhin hat mich niemand aus dem Inneren der Kanne gegrüßt.

Nun haben die üblichen  Thermoskannen in der Regel ja so einen spiegeligen Glaseinsatz, in ihren kugeligen Bäuchen. Der Einsatz ist sehr empfindlich, da das Glas – wie bei Weihnachtskugeln – hauchdünn und sehr empfindlich ist. Man kann diese Kannen wunderbar reinigen, indem man eine klein geschnittene Kartoffel in die Kanne gibt und das Ganze vorsichtig schüttelt. Nur hatte ich, wie sollte es auch anders sein, so eine Kartoffel just in dem Moment eben nicht zur Hand. Also füllte ich etwas Spüli in die Kanne und tauchte -vorsichtig- einen Flaschenreiniger in das Innere (das ist so ein Drahtgeflecht mit Kunststoffborsten dran). Ich rührte also mit meinem Flaschenreiniger einmal, zweimal, zweieinhalb mal umher, ehe die Kanne in meinen Händen förmlich explodierte! Kein Witz. Es gab einen fürchterlich lauten Knall. Verblüfft hielt ich die Kanne in meinen Händen, darin waren nur noch tausende winzig kleine Glassplitter.

Jetzt war ich wach. Hellwach.

Mal abgesehen davon, dass mir das Malheur ziemlich unangenehm war (ich hatte schließlich am frühen Morgen die Abteilungskaffeekanne für zwei Abteilungen geschrottet), kamen zu allem Überfluss ja auch noch die Kommentare der Kollegen dazu:

  • Da darf man auch nicht mit scharfen Gegenständen rein gehen.

Klugscheißer, das weiß ich wohl auch. Hab auch nicht mit scharfen Gegenständen drin rum gefummelt!

  • Die Kannen sind empfindlich.

Ach was?! Aber reinigen geht schon oder muss man in regelmäßigen Abständen eine neue Kanne kaufen?

  • Ich gebe Ihnen mal einen Tipp, zerknüllte Haushaltstücher mit etwas Wasser helfen bei der Reinigung.

Zerknüllte Haushaltstücher helfen auch bei anderen Problemen…

  • Wie kann so was denn kaputt gehen?

Das war eine gar sensationelle Frage! Anmerkung: Liebe Kollegen, ich habe die Kanne nicht an die Wand geworfen, um sie von dem dunkelbraunen Plaque zu befreien, der da drin geklebt hat! Wieso hat niemand gefragt, ob es mir gut geht? Na?

Schließlich hatte ich noch keinen Kaffee. Also ehrlich 😉

Kommt gefahrlos durch die Woche und

alles Liebe,

die Emily

Ein frohes neues Jahr!

Wieder ist ein Jahr vergangen, auf das wir zurück schauen können.

Wir können bewerten.

Nachdenken.

Wir können uns freuen.

Eine Träne trocknen.

Vielleicht müssen wir etwas loslassen.

Aber wir wissen was hinter uns liegt.

Nun ist es an der Zeit, die Segel für die Zukunft auszurichten.

Wir können den bisherigen Kurs beibehalten, weil er sich als richtig erwiesen hat.

Oder aber, wir setzen die Segel neu, um zu neuen Ufern aufzubrechen. Eine andere Richtung einzuschlagen kann mitunter frischen Wind mit sich bringen.

Wer weiß schon, auf was wir in einem Jahr zurück schauen werden!?

Ein Jahr voller Möglichkeiten wartet auf uns!

Alles Liebe und Gute für ein neues Jahr 2017

die Emily

Wie schnell doch die Zeit vergeht – nicht alles reift im positiven Sinne…

Es ist später Nachmittag, die Sonne will gerade unter gehen. Eigentlich ist es zu dieser Zeit ruhig geworden, in unseren Büros. Eigentlich…

Chef: *seufz*

Stille.

Chef: *seufz*

Stille.

Chef: seufzt lauter

Okay, irgendetwas in mir sagt, dass ich gefordert bin das Wort zu ergreifen. Was ist denn da los?

»Alles okay bei Ihnen?«

Stille.

Chef: »Nein. Nein, ich denke nicht.«

Es folgt abermals ein tiefer Seufzer und für einen Moment lang könnte man meinen, dass er seinen Kopf auf dem Schreibtisch ablegen will, weil dieser so unendlich schwer geworden ist! Vielleicht liegt das an einem langen Arbeitstag, vielleicht an einer der zahlreichen E-Mails. Das wird jedenfalls für mich ein Geheimnis bleiben!

»Was ist denn los?«, will ich trotzdem wissen. Ich bin halt interessiert.

»Ich glaube, ich brauche Zucker.«

Stille. Ich denke nach. Leider habe ich keinen Zucker.

»Oder Schokolade…«

Okay, damit kann ich eventuell dienen! Geräuschvoll schließe ich meinen Aktenschrank auf. Darin befindet sich oft das ein oder andere Leckerchen, das sich zwischen meinen Teesorten verkrümelt hat. Und siehe da – liegen doch kleine rosa Päckchen darin. Die rose Päckchen, in denen diese dunklen Kirschen dring sind, die in etwas Likör schwappen und von einer dunklen Schokolade umgeben sind. Dass ist die überhaupt habe!? Toll!

»Chef? Ich habe genau das Richtige für Sie!«, mit diesen Worte überreiche ich ihm  -ein wenig andächtig- die kleinen Päckchen, als lägen sie auf einem silbernen Tablett. Er zögert nur einen kurzen Moment, ehe er sich eine der Schokoladenpralinen auspackt und in den Mund schiebt.

Zufrieden gehe ich zurück an meinen Arbeitsplatz und freue mich darüber, dass ich (m)eine gute Tat für heute damit vollbracht habe.

»Sagen Sie mal, Frau Rosensteuz, ist da nicht eigentlich Likör drin?«, höre ich ihn fragen.

»Öhm, ja!? Wieso?«

»Nur so, hier ist wohl keiner drin gewesen. Macht aber auch nichts!«, sagt meine Chef, während er noch vor sich hin kaut und die zweite Praline auspackt.

»Sagen Sie, die Schokolade ist irgendwie… na ja, weiß. Muss das so?«

»Nö. Eigentlich ja eher nicht.«

»Von wann sind die?«, höre ich ihn wieder fragen, bevor er sich auch die zweite Praline in den Mund steckt. Was auch immer mit der Praline ist, es scheint nicht so gravierend zu sein, als dass er sie beiseite legen müsste. Ich überlege.

Von wann sind die?

Oh, ich weiß.

»Von Ostern!«, höre ich mich sprechen, ehe ich nachdenken kann und rechne mal fix die Anzahl der letzten Monate zurück.

Ich kann sehen, dass mein Chef den Rest der zweiten Praline gerade herunter schluckt, ehe die Nachricht in seinem Verstandeszentrum eingegangen ist.

Ich lächle und greife nach meinem Telefonhörer.

Möglich, dass ich dringend mit jemandem telefonieren muss!

Versüßt euch die Zeit zwischen den Feiertagen und alles Liebe

die Emily 😉

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