Raffinierte Pool-Nudeln

Das Wort Pool-Nudel an sich ist, wie ich finde, ein recht witziges. Damit herum zu paddeln ist noch mal ein ganz anderes Erlebnis! Wenn ich ehrlich bin, sehe ich den Leuten nicht einmal gerne dabei zu, wie sie sich an die Nudeln greifen und sich mit ihnen abrackern. Aber bitte, jeder wie er oder sie mag!

Vor einigen Tagen war ich in der schönen Stadt Bonn. Das Wetter war ein Traum, die Gesellschaft ebenfalls und das Hotel auch. Als sich nun eine Lücke in meinem Urlaubsplan auftat dachte ich mir, dass ich den Pool im Hotel dringend testen sollte. Das Foto im Prospekt war vielversprechend, also schlüpfte ich gleich in meinen Bademantel und fuhr mit dem Fahrstuhl in den Wellnessbereich. Ich verspürte einen Hauch von Müdigkeit, daher habe ich mit mir die Vereinbarung getroffen, dass ich mich ein bisschen auspaddle, mich dann aber auf einer der Liegen ausbreiten würde. Soweit der Plan!

Ich öffnete die Tür und stand in einer sehr netten Badelandschaft. Im Pool, der nicht gerade klein war, paddelten jedoch schon zwei Damen. Sie schwammen nicht, sie wurden von einer Dompteurin in „Schach“ gehalten, während die Musik laut dazu spielte. Au backe, dachte ich, und drehte mich auf dem Fuß wieder um. Schwimmen kann ich später auch noch!

»Sie??!«, rief die Sportsouffleuse hinter mir her. Ich war gemeint. Also drehte ich mich um. Der Ton allein hatte mich dazu animiert.

»Ja?«

»Kommen Sie! Machen Sie mit. Wir haben nur noch 15 Minuten!«

Da sagt man ja auch irgendwie nicht nein. Also legte ich meinen Bademantel ab und stieg in den kühlen Pool. Natürlich blieb ich im Hintergrund!

»Kommen Sie ruhig in die Mitte. Dann sind die anderen beiden Damen hier nicht so alleine. Sie sind noch so frisch, junge Frau. Kommen Sie! Und los geht’s…«

Meinte die mich etwa? Die Sache mit dem frisch sah ich doch eher etwas selbstkritisch! Aber komm‘, eine Viertelstunde mache ich doch mit links. Selbst wenn ich schon fast schlafe…

Und so turnte ich mit. Erstaunlich, wie anstrengend so ein Herumgehüpfe im Wasser doch sein konnte. Die kühle Temperatur des Pools nahm irgendwie schlagartig ab und wurde warm bis heiß. So war das eigentlich nicht geplant!

»Und jetzt nimmt sich jeder bitte eine Pool-Nudel!«, sagte die Dompteuse und warf pinkfarbene Pool-Nudeln ins Wasser.

Och nööö, dachte ich und griff mir eine von den Dingern.

»Biegen Sie sie sich zurecht und nun: Fahrradfahren! Im Kreis. Jede versucht die andere einzuholen!«

Jetzt mal unter uns. Wer hat auf so einer Nudel schon einmal Radfahr-Bewegungen ausgeführt? Ich wäre bei dem Versuch beinahe abgesüppelt!

»Junge Frau. Kopf hoch!«

Sehr witzig.

»Junge Frau. Ihre Nachbarin hat sie gleich ein!«

Und ich hätte sicherlich einen schönen Kommentar übrig gehabt, wenn ich nicht auch noch hätte nebenbei atmen müssen! Ich fuhr. Ich paddelte. Ich …

»Junge Frau. Nicht die Arme benutzen!«

Bitte?

Und wieso hatte die es nur auf mich abgesehen? Ach ja, weil die anderen mich quasi schon ein hatten. Na gut.

»Und jetzt kommen Sie wieder in einer Reihe zusammen. Gut so.«

Ich schnaufte derweil. Unbemerkt, versteht sich!

»Legen Sie sich die Pool-Nudel in den Nacken, strecken Sie die Beine aus und paddeln Sie auf einer Stelle!«

Auch sehr witzig! Während die anderen beiden Damen mit ihren Füßen nämlich graziös an Ort und Stelle paddelten, bewegte ich mich im Kreis im Pool herum. Ich habe es ja versucht an einer Stelle zu bleiben. Das war nicht möglich. Wie die anderen Damen das gemacht haben wollen ist mir schleierhaft!

Und wieso dauerten 15 Minuten eigentlich so lange?

»Sooo! Das war es für heute. Ich freue mich darauf Sie morgen wieder zu sehen. Junge Frau?«

So langsam strapazierte sie nun wirklich mein Nervenkostüm!

Ich lächelte.

»Sie dürfen gerne wieder mitmachen!«

Ich hob die Augenbrauen, als hätte ich sie nicht richtig verstanden. Dann hob die Hände, um mich mit einem Klatschen für das Gehampele zu bedanken.

Eines muss ich jedenfalls zugeben, das war wirklich anstrengender, als ich es für möglich gehalten hatte.

Das gute Essen danach hatte ich mir also absolut verdient😉

Alles Liebe,

die Emily – noch ein bisschen unterwegs ☼

 

Gnocchi mal anders

…nämlich glutenfrei und ohne Ei, also auch noch vegan!

Gnocchi finde ich wirklich großartig, allerdings wollten sie mir oft nicht gelingen. Entweder sind sie mir im Wasser zerfallen, oder klebten in Gänze an meinen Händen oder waren vollkommen patschig, wenn ich sie aus dem Kochwasser gefischt habe.

Jetzt habe ich eine Variante ausprobiert, die sogar mit vorwiegend festkochenden Kartoffeln funktioniert hat. Jeder Italiener würde jetzt vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wenn ich dann aber auch noch schreibe, dass ich sie ohne Ei hinbekommen habe, dann würden sie vermutlich das Internet abmelden! Aber es hat tatsächlich geklappt und sie haben auch noch geschmeckt!

WP_20160714_16_38_44_ProDas war drin:

  • 1 kg Kartoffeln
  • 3 EL Apfelmus
  • 200 gr. Buchweizenmehl (evtl. etwas mehr oder weniger – kommt auf die Kartoffel an!)
  • Salz & Pfeffer

Zunächst habe ich Pellkartoffeln gekocht und diese ordentlich ausdampfen lassen, bevor ich sie gepellt und feingemanscht habe. Dann kommt das Apfelmus dazu, sowie Salz und Pfeffer. Die Masse ist jetzt schön cremig. Ich habe nun etwa 150 gr. Buchweizenmehl dazu gegeben, und etwas mehr, bis der Teig nicht mehr klebrig war. Nun in zwei Abschnitte unterteilen. Jeden Abschnitt in eine „Wurst“ rollen und Gnocchi abstechen. Wenn man sie über eine Gabel rollt, erhalten sie diese typischen Rillen, in denen die Soße besser hängen bleibt.

Jetzt das Wasser aufkochen und Salz hineingeben. Die Gnocchi so lange in köchelndem Wasser garen, bis sie aufsteigen. Und jetzt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten sie zu genießen!

Man kann sie in einer köstlichen Tomatensoße ertränken oder sie in ordentlich Salbei & Olivenöl schwenken und mit Parmesan bestreuen. Dann sind sie zwar nicht mehr vegan, aber immer noch spitze!

In den nächsten Tagen bin ich wieder zurück an „Bord“.

Bis dahin wünsche ich euch ein tolles Wochenende!

Emily -mal extrem relaxt-

Zu Hause

Zu Hause,

 dort, wo du dich geborgen fühlst.

Zu Hause,

dort, wo du jederzeit willkommen bist.

Zu Hause,

dort, wo du Kraft findest.

Zu Hause,

dort, wo du DU bist.

Zu Hause,

findest du, wenn du die Augen schließt.

                                                                               © Nicole Markfort 2016

 

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