Aschenputtel-Diät

Liebe Männer lasst es euch gesagt sein, eine Diät an den Füßen ist nicht mal eben so umzusetzen!

Wie ich darauf komme? Na, das war so…

Neulich war ich auf einer winzig kleinen Shoppingtour. Die war so klein, dass es sich quasi gar nicht lohnt zu erwähnen, wenn es da nicht diese Begegnung gegeben hätte!

Zufällig blieb ich an einem Regal stehen. Irgendetwas darin hatte meine Aufmerksamkeit erregt und dieses etwas wollte ich mir noch einmal in aller Ruhe ansehen. In meinem Rücken entbrannte derweil ein Gespräch, das mich dann aber vollkommen abgelenkt hatte. Gut so, dieses etwas war aber auch verflixt teuer!

Jedenfalls ging es in dem Gespräch ganz klar um ein Paar Schuhe, so dass ich mich dem Gespräch auch irgendwie nicht entziehen konnte. Ich schnappte mir ein preiswerteres Teil aus dem Regal und sah unauffällig auffällig zur Seite, damit ich mir die Szenerie live ansehen konnte.

Eine Frau stand da vor einem Stapel von Kartons und hielt einen seeehr auffälligen und klobigen Schuh in die Höhe.

„Findest du die etwa gut?“, fragte sie ihren Liebsten und hielt ihm den Schuh unter die Nase. Dabei verzog sie ihr Gesicht zu einer Grimasse.

Ihre Reaktion konnte ich wohl nachvollziehen. Erstens war mir nicht bewusst, dass Plateausohlen wieder IN sind und zweitens hatte ich keine Ahnung, wie man in diesen Dingern laufen sollte, ohne sich die Beine zu brechen!? Und was sollten diese Glitzersteinchen?

Auf dem Karton klebten zwei rote Preisschilder und mir war auch klar warum.

Seine Augen glänzten.

„Doch, die sind doch total IN! Sieht man doch überall!“

Echt?, fragte ich mich erstaunt. Die habe ich mit Sicherheit noch nie irgendwo gesehen. Dieses Paar Schuhe wäre mir aufgefallen. Da war ich mir so was von sicher!

„Glaub ich nich'“, lautete ihre Antwort knapp. Sie zweifelte dennoch an ihrer natürlichen Abneigung gegen diesen Schuh. Vermutlich wollte sie ihm nur einen Gefallen tun und streifte ihre Sneakers ab. Ihre Socken legte sie daben und streifte Füßlis in praktischem Hautton über.

„Guck! Die sind doch super!“, legte er nach.

Warum zog er sie nicht an, wenn er so auf diese Schuhe stand? Nee, was waren die Dinger häßlich!

Sie schlüpfte in den rechten Schuh, passte aber nicht ganz hinein.

„Aber der ist viel zu klein!“, bemerkte sie (vermutlich erleichtert).

Sofort begann er nach einer anderen Größe zu suchen. Vergebens.

„Tja, da kann man wohl nichts machen!“, lautete ihre Antwort. Sie schlüpfte wieder aus dem Schuh, sah ihn sich noch einmal nachdenklich an und stopfte die getragenen Perlonsöckchen in die Jackentasche.

Ich wandte mich wieder ab. Der Fall war ja wohl erledigt.

Denkste!

„Dann musst du dich einfach mal anstrengen!“, sagte er.

Ich drehte mich wieder um.

Bitte?

„Wie soll ich das denn wohl machen?“

„Ja, keine Ahnung. Aber immer hast du Ausreden!“, war seine Antwort. Und die war ernst gemeint!

Schon machten sie sich auf das Geschäft zu verlassen.

Daher, liebe Männer, lasst es euch gesagt sein. An den Füßen nimmt man ja ganz selten ab. Und das nur für den Fall, dass grundsätzlich eine Diät für einen anderen Menschen oder bestenfalls ein Kleidungsstück in Frage kommen sollte.

An den Füßen geht maximal die Aschenputtel-Geschichte und was das bedeutet, muss ich hier nun wirklich nicht skizzieren, oder? Und ob man dann noch in einen offenen Schuh schlüpfen will…na, ich weiß nicht.

Aber vielleicht probiert ihr es einfach selbst einmal!

Habt eine wundervolle neue Woche,

die Emily 😉

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Schon mischt sich…

Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün,

Reseden und Astern sind im Verblühn,

die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht,

der Herbst ist da, das Jahr wird spät.

Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht, –

weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt!

Banne die Sorge, genieße was frommt,

eh Stille, Schnee und Winter kommt.

Theodor Fontane (1819-1989)

Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

Neulich war ich in dem Bioladen meines Vertrauens und habe den Wocheneinkauf erledigt. Während ich bezahlte und ich mich mit der Kassiererin unterhielt, packte sie mir zwei Pröbchen in die Einkaufstasche.

„Da hab‘ ich noch … und das mit Olivenöl…“, hörte ich sie sagen, als mich ein süßes Teilchen in der Backauslage ablenkte. Aber nein, heute gibt es lieber nichts Süßes, dachte ich noch und schließlich bedanke ich mich artig.

„Och, das ist aber lieb! Danke!“, sagte ich und strahlte die Kassiererin an. Wann bekomme ich schon einmal etwas geschenkt? Eigentlich nie! Und dann auch noch …was war das? Olivenöl? Egal, zu Hause schaue ich nach, dachte ich weiter. Eilig packte ich alles zusammen und ging zurück ins Büro.

Als ich am Abend zu Hause eintraf und die Einkaufstasche leerte, stieß ich wieder auf das kleine Fläschchen mit dem Olivenöl (?) und stellte es zu den anderen Ölen und Essigen in die Küche. Dieses kleine Fläschchen enthält sicher sensationelle Geschmacksaromen, dachte ich noch und schob es ein kleines bischen mehr nach hinten, damit es nicht aus Versehen in die Pfanne wanderte.

Ich vergass es ein paar Tage lang, bis ich mir gestern Morgen ein Frühstücksbrot mit Tomaten und frischem Olivenöl zubereitete…

Ich öffnete das Fläschchen, um das Öl sachte über die Tomaten zu gießen. Allerdings wurde ich schon stutzig, dass es so zäh aus der kleinen Flasche tröpfelte.

Komisch!?

Also setzte ich die kleine Flasche an meinen Mund und ließ mir die Flüssigkeit auf die Zunge tropfen um es zu kosten. Spät, leider erst viel zu spät musste ich bemerken, dass es sich keineswegs um Olivenöl handeln, sondern um etwas ganz anderes handeln musste. Dabei hatte ich die Wahl zwischen: Spülmittel, Duschgel oder Handseife.

Augenblicklich spülte ich mir den Mund aus, doch war mir scheinbar schon etwas durch den Rachen gerutscht. Ich blubberte leicht vor mich hin. Schlagartig wurde mir bewusst warum man sagte, man „sprudelt nur so über“. Ihr könnt euch nicht ausmalen, wie scheußlich der Geschmack in meinem Mund war. Jeder Atemzug roch nach Duschgel. Himmel was war mir übel! Ständig hatte ich den Eindruck, dass ich schäumte. Im wahrsten Sinne des Wortes! Mein Frühstück war jedenfalls erst einmal erledigt… Nein, was war das eklig!

Ein Blick auf die Flasche sorgte für Klarheit, nachdem ich mit einigen Litern Wasser gespült hatte:

Immerhin waren keine bösen Zusätze enthalten. Es hätte schlimmer kommen können. Und wenn mir noch einmal jemand etwas schenkt oder mir in die Hand drückt, schaue ich demnächst mit Sicherheit genauer hin. Vielleicht auch zweimal. Kann ja nicht schaden. Eines ist jedenfalls klar: Lesen hilft!

Kommt gut in die neue Woche und

alles Liebe,

die Emily

 

 

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