Es ist Sommer in der Stadt.

Die Stadt ist noch ganz still.

Ich bin auf dem Weg zur Arbeit.

Die Hitze steht in den Schluchten der Gassen.

Es riecht nach Parties der vergangenen Nacht und

nach dem Müll, den die Restaurants in ihren Tonnen an die Ecke gestellt haben.

Eine Kellnerin wischt den Staub von den Tischen.

Bald kommen die ersten Gäste.

Tauben gurren leise.

Städtische Mitarbeiter gießen die jungen Bäume.

Es ist Sommer in der Stadt.

 

 

Gestatten: Angsthase

Stelle dir einfach einmal vor, dass du es grundsätzlich mit Nadeln nicht so hast. Sagen wir, du kannst insbesondere mit Spritzen (!) nicht allzu viel anfangen.

Stelle dir auch vor, du legst bei geplanten „Stichen“, und sei es nur eine Impfung, grundsätzlich eine gewisse Anspannung an den Tag: Du hast Schiß!

Stelle dir nun vor, dass es soweit ist. Die Arzthelferin ist gefühlt halb so alt wie du, oder noch jünger. Ob sie das überhaupt schon kann?! Vielleicht ist sie noch in der Ausbildung …

„Schreiben sie mit rechts oder mit links?“, reißt sie mich aus meinen Überlegungen.

„Ach, spritzen sie doch lieber in den … Po!“, dann sehe ich die Nadel auch nicht, denke ich noch, spreche es aber nicht aus.

Sie überlegt.

Warum tut sie das?

„Ich frage den Arzt sicherheitshalber, das hab‘ ich noch nicht gemacht.“ Sie verläßt den Raum mit all dem Spritzzeug.

Da! Hab ich es doch geahnt!

Bestimmt eine Auszubildende. Mist. Ob ich hier noch raus kann?

Eine andere Stimme in mir spricht mich beruhigend an: „Alles gut. Es ist nur eine winzige Mini-Spritze! Die merkst du nicht einmal!“

„Und wenn doch?“, will die andere sagen, als die Tür sich wieder öffnet und die Arzthelferin eintritt.

„Kein Problem. Legen Sie sich auf den Bauch bitte?“

„Sicher?“

Ich zögere.

„Jaaa, ich mache den Job ja nicht erst seit gestern. Legen Sie sich einfach auf den Bauch.“

Ach?! Und warum weiß sie dann nicht, dass man auch IN DEN PO SPRITZEN KANN?

Ich traue ihr nicht.

Sekunden später ist alles vorbei…

Erleichtert atme ich auf.

Das wäre also geschafft.

Ob es beim nächsten Mal leichter wird? Sicher nicht 😉

Genießt den Sonntag und alles Liebe,

die Emily

 

 

Kräuterlikör – selbstgemacht

Habt ihr einen Garten? Balkon? Habt ihr Kräuter? Die heißen Tage haben dafür gesorgt, dass die Kräuter, insbesondere die mediterranen, ordentlich geschossen sind (sofern sie gegossen wurden).

Bei mir sind sie wahrlich explodiert! Also, wohin damit?

Nachdem sie zum Trocknen für Tee an der Luft hängen, verschenkt wurden, Gemüse begleitet haben, liegen sie ab sofort auch in Wodka ein!

Einen guten Kräuterlikör herzustellen ist eigentlich relativ einfach…

Man nehme

  • eine dunkle Flasche
  • Frische Kräuter (von allem etwa die gleiche Menge: Oregano, Majoran, Rosmarin, Basilikum, Thymian)
  • 1 Fl. Wodka (es muss ein guter sein! Fusel geht gar nicht…)
  • Kandis (eine Hand voll, nur nicht zu viel)
  • 3-5 Nelken
  • 1 Piment
  • 3 Wacholder (zerstoßen)
  • nach Belieben: Zitronenschale

Die Kräuter einfach am Stiel in die Flasche geben. Ich zerdrücke sie vorher, damit sich die ätherischen Öle lösen. Dann gebe ich ein paar Stücke braunen Kandis hinzu. Ich nehme den groben Kandis und davon etwa 10 Stücke. Das reicht aus, ist aber Geschmacksache! Die trockenen Gewürze gebe ich so dazu. Wer mag kann auch etwas Zimtschale zugeben. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Am Ende alles mit dem Wodka abdecken. Im besten Fall sind die Kräuter gerade so bedeckt. Fertig.

Alles für mindestens 3 Monate ruhen lassen. Gut Ding will eben Weile haben! Immerhin ist der Likör zum Winter startklar!

Und jetzt muss mir nur noch etwas für 12 Kg Zucchini einfallen 😉

Alles Liebe,

die Emily

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