Eine Raupe – per Anhalter durch die Galaxis

Auch kurze Wege können mitunter ziemlich lang werden!

Heute hat mich auf dem Weg zur Arbeit eine Raupe begleitet. Ob ich sie eingeladen habe? Nein, nicht wirklich.

WP_20160816_07_52_38_ProUnd das war so:

Herr Raupe, wie hat sich Ihre Tagestour heute denn so ergeben?

Also, det war ja so. Ich hing da heute morgen an meinem abgekauten Ast und hielt meinen Raupenarm hoch. Wat soll ich denn machen? Lang is der wohl nich, wa?! Aber ich musste unbedingt weiter ziehen, da ich hier schon alles abgenagt hatte, wa?! Und du kannst dir wohl vorstellen, wie lange ich zu Fuß unterwegs gewesen wäre. Det Leben ist kurz. Also! Da kam doch son flotter Feger auf zwei Rädern vorbei und ich dachte mir spontan, da könnste ja mal mitfahrn. Die tut dir nüscht. Und zack hatte ich mich an ihr Bein geklammert. Wir sind ne ganze Weile lang so daher gefahrn. Ab und an wars ein bisschen ruckelig, aber gut. Bin ja auch nich selber gefahrn. Die konnte det vielleicht nicht so gut. Irgendwann muss ich dann wohl eingenickt sein, wa?! Jedenfalls war da plötzlich wieder Bewegung drin. Und denn bin ich auch noch aufm Asphalt abgesetzt worden. Stell dir det mal vor! Aufm ASPHALT! Da holt mich doch jeder Vogel zum Frühstück. Wat soll denn dette? Det war wohl mal ein böses Erwachen Freunde! Aber ich hab et ja geschafft, wa?! Sonst hätte ich das ja nicht erzählen können, wa?!

Und Frau Rosensteuz, wie haben Sie das alles so erlebt?

Nun, ich fuhr also mit dem Rad heute früh zur Arbeit. Eigentlich war alles wie immer. Eigentlich. Mit einem mal erkannte ich, dass sich eine dicke Raupe auf meinem weißen Hosenbein niedergelassen hatte. Lassen wir mal folgende Worte auf sich wirken: Dicke Raupe – weißes Hosenbein! Also hoffe ich inständig, dass das Tier keine Hinterlassenschaften zurück lassen würde, wenn ich mein Rad abstelle. Zwar habe ich versucht sie während der Fahrt einmal vorsichtig abzuschütteln, doch leider vergebens. Bei der Arbeit angekommen, nahm ich die Raupe vorsichtig von dem Hosenbein ab (die hatte sich auf meiner Hose schon häuslich niedergelassen), kontrollierte ihren vermeintlichen Schlafplatz auf … na ja Spuren und ging zur Arbeit. Ich sag euch eins, passt immer gut auf, was ihr euch unterwegs so einfangt 😉

Kommt gut ins Wochenende und

alles Liebe,

die Emily

 

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7 Gedanken zu „Eine Raupe – per Anhalter durch die Galaxis

  1. Ich ziehe morgen auch eine weiße Hose an. Da hast du mich ja zur rechten Zeit gewarnt, liebe Emily. Mit blinden Passagieren – so ungefragt auch noch – hab ich es ja so gar nicht 😆 .

    Liebe Grüße
    Anna-Lena (bin ab Samstag ein paar Tage in Prag)

  2. Hallo Emily,
    das war ja eine tolle Raupe, sogar mit Dialekt!!! Ja, so eine weiße Hose ist schon anziehend, -für Mensch und Tier 😉
    Sei herzlich gegrüßt
    Astrid

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