Kleine Auszeiten – kleine Inseln

Wisst ihr noch wie das ist, das süße »Nichtstun«? Ich meine wirklich   n i c h t s   tun. Und habt ihr eine Ahnung davon, wie schwierig das ist? Nichtstun? Wenn man das gar nicht mehr gewohnt ist? Wenn man sich selbst dazu die Zeit nicht schenkt? (Anm.: Jemand anderes tut es nämlich in der Regel nicht!)

Ich habe es jedenfalls einfach einmal ausprobiert. Hab mich treiben lassen. Rechner aus. Handy aus. Keine Termine vereinbart. Keinen Sport getrieben. Keine Hektik. Einfach mal ich sein. Ein wirklich interessanter Versuch, der sich einfacher anhört, als dass er es ist.

Ich denke, es ist machbar etliche Termine am Tag wahrzunehmen. Es ist möglich, vielen Menschen viel recht zu machen. Wir schaffen es, unseren Geist durch gute Berieselung zu beruhigen und den Tag ausklingen zu lassen. Wir können so viel erledigen. Warum nur erscheint es so kompliziert, sich etwas Zeit für sich selbst zu nehmen?

Vielleicht muss man ab und an durch das Meer des Wahnsinns auf seine eigene kleine Insel schwimmen: Die Auszeitinsel.

Wenn man es in einem Selbststudium mal ausprobieren möchte, empfehle ich allerdings, zunächst einige Tage einzuplanen, um erst einmal Abschied vom hektischen Alltag zu nehmen. Wenn man nämlich 6 Tage in der Woche von Terminen getrieben wird, kann man nicht einfach von 100 auf 0 schalten. Das geht in die Hose!

Also kann man sich in der Zwischenzeit vielleicht mit Dingen beschenken, die einem selbst gut tun. Das kann ein Stück Kuchen (ohne Gewissensbisse wegen der Kalorien), ein Film (erscheint die Story auch noch so banal), ein Buch (warum nicht mit Bildern?) oder ein Erlebnis (schaue aus dem Fenster) sein. Ganz gleich. Seelenfutter eben! Damit kommt der Geist schon mal langsam aber sicher wieder runter.

Ebenfalls wirksam und sehr zu empfehlen: Nachrichten ausblenden.

Und dann beginnt die große Kunst: Hängen lassen.

Wie ein Faultier.

Himmlisch!

Und wenn der Smartphone-Finger zu Beginn ständig zuckt, lasst ihn zucken. Das geht wieder weg 😉

Dann räume ich hier mal langsam auf, was?

Alles Liebe,

die Emily

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23 Gedanken zu „Kleine Auszeiten – kleine Inseln

  1. Das ist wohl wahr – das Nichtstun kann geradezu göttlich sein… Ich genieße es zur Zeit auch sehr, mich ohne Ziel und Plan durch die Tage treiben zu lassen. 😉
    Herzliche Grüße!

    • Das passiert mir eigentlich nie und genau deswegen ist es so schwierig sich treiben zu lassen. Einen Tag bekomme ich ja locker hin, aber zwei oder drei oder vier 😉
      Herzliche Grüße auch zu dir!

  2. Ich weiß sehr wohl, wovon du sprichst, liebe Emily, ich übe mich garede darin. In den letzten Tagen gezwungenermaßen, denn ich lag mit einer Sommergrippe flach! Man dreht nach dem Sport mit nassen Haaren auch nicht gleich die Klimaanlage im Auto auf. Und wer so doof ist, wie Anna-lena, muss halt büßen….. :mrgreen:

    Liebste Grüße auf dem Besserungsweg von mir zu dir ♥

    • Ach je, was machst du nur?! (Könnte ich natürlich auch gewesen sein 😆 ) Aber es freut mich sehr zu lesen, dass es wieder aufwärts geht! Ich hoffe sehr, dass du die Zeit gut genutzt hast und auch etwas entspannt bist?
      Ist schon schwierig nichts zu tun. Eigentlich fällt mir ja immer etwas ein 😉 Sich selbst zu sagen: „Heute mal nicht“, kann schon eine Herausforderung sein.
      Gute Besserung und ich komme die Tage ausführlich vorbei ♥
      Ganz liebe Grüße, Emily

  3. Nichtstun ist eine Kunst! Wer nie gelernt hat, mal alle Fünfe gerade sein zu lassen, der wird sich spätestens wenn er in Rente ist, schwer tun. Entweder wird man dann zum ewigen Nörgler, Besserwisser und Einmischer oder man versinkt in Depressionen.
    Ich hatte einen gleichaltrigen Arbeitskollegen, der sein Leben lang kein Hobby hatte, irgendwann geschieden wurde, nie etwas mit sich allein anzufangen wusste und der jetzt deshalb – ohne finanzielle Not – auf 450 € Basis weiter arbeitet. Er will das so lange tun, so lange wie er es kann.
    Ich frage mich, was hat so ein Mensch vom Leben? Eigentlich kann er einem nur leid tun.

    Alles Liebe
    Gaby

    • Liebe Gaby,
      danke dir, für deinen Kommentar! Der Mensch sehnt sich nach Beschäftigung. Nach einer Aufgabe im Leben. Da dein Kollege scheinbar kein Hobby hat, bleibt der Job die große Berufung. Das gibt es. Aber selbst bei Hobbies kann man sich ab und an unter Stress setzen oder sich ein schlechtes Gewissen einreden. Dabei muss ich nur an den Sport denken 😉 Daher war es echt spannend mal gar nichts zu machen. Sehr sehr schwierig!
      Wie gut, dass wir die Wahl haben!
      Hab noch einen schönen Abend, Emily

  4. Richtig, liebe Emily…das Nichtstun muß man richtig lernen.
    Hobbies sind da sooo wichtig 😉
    Ich schleiche gerade um meine unbemalten Leinwände herum und spiele mit der hübschen bunten Acrylfarbe…
    WAS male ich bloß mal???
    Entspannte Grüße und alles Liebe
    wünscht dir
    Ellen

    • Ist das schwierig? Hobbies habe ich ja reichlich, aber selbst die habe ich einfach mal zurückgestellt. Manchmal können die nämlich auch zu einem Stressfaktor werden, wenn du verstehst was ich meine 😉
      Sind deine Fotografien deine Vorlagen oder malst du drauf los?
      Alles Liebe ♥ Emily

  5. *schmunzel*, oh ja, ich weiß…

    Das wirkliche Nichtstun ist so gut wie unmöglich. Wenigstens für mich. Wenn ich nichts tun sollte, könnte ich weder lesen noch in die Ferne gucken. Ich könnte nirgendwo hinfahren, denn das wäre schon wieder eine Tätigkeit, weil sie auch mit einer gewissen Planung verbunden ist und wenn ich mich hängen lasse, möchte ich dabei einen guten Ausblick, eine schöne Aussicht haben.
    Also tue ich doch etwas *g*. Ich suche nach der mir passenden Aussicht.

    Meditieren wäre ein echtes Nichtstun…

    Sich etwas Gutes zu tun, trägt das Wörtchen tun in sich, also eine Tätigkeit, aber eine zu unserem eigenen Wohl und das ist das, was wichtig ist.

    Herzlichst Bruni am Abend

    • Danke für deine lieben Worte.
      Es tut schon gut, wenn man einfach mal den eigenen Wünschen nachhängen kann, ohne fremdbestimmt zu sein. Dabei ist es doch so einfach manchmal „Nein“ zu sagen 😉
      Doch da ist möglicherweise immer noch der Freizeitstress, der dann gerne entsteht. Was wollte ich alles nicht schon einmal machen, wenn ich Zeit habe? *g
      Wenn man 10 Minuten meditiert ist das zunächst eine verflixt lange Zeit! 😆
      Herzliche Grüße zu dir, Emily

  6. Warte mal ab … Emily, wenn du dann mal Ruheständlerin bist, kannst du ganz viel Ausszeiten haben! Wenn du willst/möchtest … ich weiß, wovon ich spreche 😂🌹
    Liebe Grüße zur Wochenteilung!

  7. Also mir fiele es sehr schwer, wirklich nichts zu tun. Irgendwas macht man doch immer. Und im Moment nutze ich die Zeit ohne Kleinkindbespaßung, um den Haushalt aufzuholen oder auch mal am Computer zu sitzen oder ein Buch zu lesen oder fernzusehen… Schlafen ist, glaube ich, für mich im Moment der Inbegriff von göttlichem Nichtstun. Mache ich auch zu wenig. 🙂

    • Fällt mir ebenso schwer, das ist es ja. Wenn man monatelang keinen Urlaub hat, ist man mit der freien Zeit vollkommen überfordert 😆
      Hab ein schönes Wochenende!

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