Toilettenpapier – ich werde es einfach nicht los!

Es ist nun wirklich kein Witz, und fast ist es schon kurios, denn im Augenblick will mich das Thema „Toilettenpapier“ einfach nicht loslassen. Da war am letzten Wochenende bei Bekannten doch ein gemütliches Essen angesagt. Im Laufe des Abends ging die ein oder andere Flasche Wasser über den Tisch, und so kam was kommen musste, dieses Wasser wollte irgendwann seinen natürlichen Weg in die große weite Welt nehmen.

Das Gäste-WC war hell und sehr klar in seiner Struktur geschmackvoll eingerichtet.

Ich zupfte an der Toilettenpapierrolle und, siehe da, es blieb eine leere Rolle übrig. Nun gehöre ich nicht zu denen, die die leere Rolle hängen lassen. Ich würde eine frische einlegen. Ganz sicher! Irgendwo hier mussten sie liegen. Wenn man Gäste hatte, legte man schließlich vorsorglich eine Ersatzrolle irgendwohin.

Doch zuerst beschäftigte mich eine andere Frage. Wohin jetzt mit der alten Rolle?

Ich sah mich um und erblickte einen Metallständer mit einem Klappdeckel. Schickes Ding! Offensichtlich ein Mülleimer. Nur ziemlich groß. Und hoch. Auffällig fast. Ich zuckte mit den Schultern und warf die leere Rolle hinein.

Während ich mir die Hände wusch bemerkte ich plötzlich einen kleinen Mülleimer, der in der Ecke, neben dem WC stand.

Oh weh.

Hatte ich die Rolle am Ende in ein Was-weiß-ich-schickes-Designteil geworfen??

Ach wie blöd!

Ich ging zurück zu dem hübschen Metallständer, kippte den Deckel und erkannte, dass dort auch nur meine leere Papierrolle darin lag.

Das war kein Mülleimer. Im Leben nicht!

Ich musste das Ding da natürlich wieder heraus holen!

Ich lauschte kurz, ob nicht vielleicht schon jemand ungeduldig vor der Tür wartete. Dann steckte ich schnell meinen Arm in den quadratischen Metallständer, und tastete nach der Papierrolle, die ich zuvor dummerweise etwas zusammen gedrückt hatte, damit sie auch so wenig Platz wie möglich einnahm. In einem riesigen Mülleimer!

Ich seufzte und machte mich so lang wie möglich. Als ich sie endlich zu fassen bekam, zog ich meinen Arm gleich vorsichtig wieder zurück.

Lautlos, hatte ich mir gewünscht.

Doch war das nicht so einfach. Hinein zu greifen war gar kein Problem, hinaus dagegen schon.

Ich hing nämlich fest.

Das passiert jetzt nicht wirklich!?, dachte ich erschrocken, und rüttelte etwas an dem dämlichen Ständer. Natürlich löste sich der Deckel dieses Behältnisses und blieb an meinem Oberarm hängen. Bei all dem versuchte ich so leise wie möglich zu sein, schließlich wollte ich nicht den Auftritt des Abends hinlegen, und von jemandem aus einem Design-Mülleimer-oder-was-weiß-ich befreit werden müssen!

Das war ja jetzt mal blöd gelaufen.

Ich begann unweigerlich zu lachen, weil solche Dinge einfach nur mir passieren! Ist so. Machen wir uns nichts vor!

Mit der linken Hand befreite ich also meinen rechten Arm, indem ich den Deckel des Metallständers klappernd abstriff. Leise, ganz leise setzte ich den Deckel wieder auf den Ständer, und warf die Rolle endgültig fort.

Ich öffnete die Tür, sah erleichtert, dass niemand wartete und setzte mich entspannt wieder zurück an den Tisch.

Dann lächelte ich in die Runde, denn eines hatte ich wohl vergessen… eine frische Rolle nachzulegen 😉

Habt ein traumhaft schönes Wochenende und

alles Liebe,

die Emily

 

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50 Gedanken zu „Toilettenpapier – ich werde es einfach nicht los!

  1. Lach…bist du in entfernter Linie mit Rowan Atkinson verwandt, liebe Emily? Mein Kopfkino hat mir alle möglichen Verenkungen gezeigt 😆
    Sei lieb gegrüßt von Fischi

    • Na ja, oder eben nicht, lieber Harald!
      Freut mich, wenn dir meine Geschichte gefallen hat. Und ja, langweilig ist mir höchst selten!
      Liebe Grüße, Emily

  2. Moin.
    Ich zitiere meine Tochter: „Für die einen ist eine Rolle Toilettenpapier nicht mehr als ein Hygieneartikel, für andere die längste Serviette der Welt.“
    Oder so 😉
    Viele Grüße

  3. Einfach wieder zu schön und hab mich gekringelt vor lachen liebe Emily! 😆
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsche ich dir von Herzen ❤

  4. Liebe Emily,
    ich musste laut und herzlich lachen. Das hätte auch mir passieren können.
    Aber ich habe in der Zeitung einmal gelesen, dass dies so ähnlich einer Putzfrau in einem Autohaus(?) passierte. Sie wollte einen Mülleimer von innen reinigen und ist mit ihrem Arm stecken geblieben. Leider musste sie die Feuerwehr befreien.
    Also ich denke Du hast noch Glück gehabt;-)
    Hab einen schönen Sonntagabend und sei herzlich gegrüßt
    Astrid

    • Ach du liebe Güte! Jetzt stelle dir bitte mal vor, ich hätte tatsächlich befreit werden müssen. Oh nein! Lass uns das bitte nicht vertiefen! ;-D
      Herzliche Grüße und eine schöne neue Woche für dich, Emily

  5. … fragt sich denn sonst niemand, was das nun für ein Teil war, das sich so hartnäckig an dir festgebissen hat? 😉 Sehr amüsant geschrieben. Hat mir an diesem trüben Sonntag ein Lächeln entlockt.

  6. Herrlich…. 😹😹😹😹 Aber sag mal… Was war es denn jetzt für ein Designobjekt, welches mit einem Mülleimer verwechselt werden kann und sogar einen Klappdeckel bot? da ist der Besitzer doch selber Schuld. wundert mich, dass Du da nicht noch andere versehentlich entsorgte Fundstücke ergriffen hast 🤓😜 Sogesehen Glück im Unglück

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