Neulich bei der Reha

Mein Arbeitstag war rappeldicht und um zu meinem Rehakurs zu kommen, musste ich mich schon mächtig beeilen. Genervt hat mich, dass ich mich den ganzen Tag über schon beeilen musste und das hörte am Abend auch nicht auf. Natürlich gab es keinen freien Parkplatz mehr. Natürlich musste ich einen langen Fußmarsch weit weg parken und natürlich hatte es geregnet.

Es war kalt, ich hatte eisige Füße und überhaupt. Letztlich hatte ich es aber noch rechtzeitig geschafft und hatte noch etwa 10 cm Platz, um mich in der Umkleide umzuziehen.

Aber damit nicht genug. NEIN! Neben mir stand eine der Damen, die man nie, niemals, nie, doppelt nie auf etwas ansprechen sollte! Und zwar weil sie immer, immer, immer, immer über ihre Leiden spricht. Und dabei ist es völlig wurscht, über was du sprichst!

Ich. »Ist das Wetter nicht schön heute?«

Sie. »Als das letzte Mal die Sonne schien, hach, da tränten mir ja so die Augen! Und eigentlich bin ich ja hier, weil mir so was von der Rücken schmerzt… «

Oder:

Ich. »Oh, jetzt bin ich doch echt spät dran heute! Jetzt aber mal schnell!«

Sie. »Ja, das ist mir auch schon mal passiert. Und dann habe ich mich so beeilt, dass es mir gleich wieder vom Rücken her zog. Und dann auch noch ins Bein! Das können Sie sich gar nicht vorstellen. So was kennen Sie gar nicht!«

Nein, niemand kann mehr leiden als du, völlig klar …

Ich. »Na? Ob wir heute wieder mit den Bändern arbeiten? Hat doch Spaß gemacht neulich, oder?«

Sie. »Aber danach hatte ich ja vielleicht Rückenprobleme. Das können Sie sich nicht vorstellen! Und ich glaube sogar, das zieht mir jetzt in die Arme. Wirklich! Hier, gucken Sie mal …«

Glück hatte ich an meinem hektischen Tag dann aber doch noch! Denn dadurch, dass ich zu spät dran war, öffneten sich schon die Türen und die Masse strömte in die Halle. Wirklich alle!

Glück gehabt was?! 😉

So, und damit wünsche ich euch ein gesundes und ruhiges Wochenende!

Habt eine schöne Zeit &

alles Liebe, Emily

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24 Gedanken zu „Neulich bei der Reha

  1. Wenn Dich mal jemand fragt wie es Dir geht antworte mit „schlecht“. Du wirst sehen er wird „gut“ sagen.
    Auch für Dich eine gute Zeit
    Harald

  2. Wie im Wartezimmer des Arztes. Beim Zuhören könnte man noch kränker werden und fluchtartig das Zimmer verlassen. Vielleicht sollte man ­die Ohren auf Durchzug stellen und hoffen, dass man seinen eigenen Aufruf hört.
    Liebe Grüße, Charles

    • Aus dem Grund habe ich ja immer ein Buch dabei, wenn ich zum Arzt gehe. Hier hilft nur: Zu spät kommen! Immer was neues 😉
      Liebe Grüße, Emily

    • Die läuft auch Leuten hinterher, wenn sie nicht zuhören 😆
      Bei mir muss sie nur schneller laufen! Hehe…
      Ganz liebe Grüße zu dir, Emily

  3. Vielleicht fragst du sie beim nächsten Mal, ob sie nicht schon Mal in Erwägung gezogen hat, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, da es vielleicht seelische Ursachen für ihrer körperlichen Beschwerden gibt?

    • Ich befürchte, sie könnte meine Frage in den falschen Hals bekommen 😉 Aber ich denke es ist so, wie du es sagst. Sie ist bestimmt unzufrieden oder unglücklich oder einsam. Armes Ding! Und bestimmt drückt ihr all das auf die Gelenke!

      Herzliche Grüße, Emily

  4. Bäh… solche Leute, die wirklich alles ins Negative verdrehen müssen, sind mir ein Greul. Gut, dass Du Dich davon nicht anstecken lässt. Einen schönen Sonntag! Corinna

    • Witzig ist, dass sie den Leuten auch hinterher läuft 😆 Ohne Witz! Ich laufe ihr allerdings zu schnell! *g
      Ganz liebe Grüße, Emily

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