Rehabilitation(sgymnastik)

Seit geraumer Zeit habe ich wieder eine neue Aufgabe, in dem ich mich dem Reha-Sport widmen darf. Und das stets nach der Arbeit, obwohl mir zu diesem Zeitpunkt schon laut und deutlich der Magen knurrt. Mal ein kleiner Exkurs: Ist es nicht verwunderlich, dass man sich ausgerechnet dann, wenn man schon kurz davor ist, vor lauter Not sogar so etwas wie Rosenkohl essen zu wollen, sich die schönsten Gerichte in Erinnerung ruft? Ich sag’s ja, niemand kann einen so schön fertig machen, wie man selbst! Gut, zurück zu meinem Sport.

Ist ja alles noch recht frisch, daher erinnere ich mich noch gut an mein erstes Telefonat mit dem Veranstalter. Nun konnte ich schon seit geraumer Zeit keinen ordentlich langen Lauf mehr absolvieren, aber dennoch würde ich mich keineswegs als eine Sportabstinenzlerin bezeichnen! Umso deutlicher musste ich Details zu diesem Reha-Gehopse erfragen. Sagen wir mal, ich hatte da so meine Befürchtungen!

»Sagen Sie, Sport ist für mich ja jetzt kein Fremdwort und ich kann mir so gar keine Vorstellungen dazu machen, was da so auf mich zu kommt. Aber, schubsen Sie sich da eher die Bälle zu oder veranstalten Sie in Ihren Stunden etwas mit … mit … wie sag ich es … Anspruch

Wenn man sein zukünftiges Tätigkeitsumfeld nicht kennt, muss man eben fragen oder nicht?! Jedenfalls schien ich mein telefonisches Gegenüber zum Lachen gebracht zu haben. Fein. Freut mich ja.

»Nein, nein. Ich verspreche Ihnen, dass Sie hier durchaus auch ins Schwitzen kommen werden!«, sprach er, und wir verabschiedeten uns von einander.

Bei meiner ersten Reha-Sportstunde betrat ich also eine kleine Sporthalle, in der sich schon einige Rückenkranke aufwärmten und Dehnübungen durchführten. Wieso komme ich mir in solchen Momenten immer vor, als wäre ich wieder in der Schule? Zwar gab es hier keine Bank, auf der alle aneinander gereiht hocken und sehnsüchtig darauf warteten, von den Supersportlern in ein Team gewählt zu werden. Und wie schrecklich war es in dem Fall, wenn einem die ganze Klasse durch Nichtwahl aufzeigte, dass man eine absolute Graupe war und somit als Letzte oder Letzter auf der Bank übrig blieb!? Heute darf man solche Praktiken wegen Diskriminierung bestimmt gar nicht mehr anwenden! Oder doch? Dazu muss ich bei Gelegenheit mal einen Sportlehrer befragen!

Zurück zum Reha-Sport. Immerhin standen hier keine Bänke! Den durchschnittlichen Altersgrad konnte ich nur bedingt senken und stand erst einmal beobachtend in der Gegend herum. Man ist in solchen Situationen irgendwie immer die oder der Neue, ist es nicht so?

Als der Trainer die Halle betrat, begrüßten ihn alle ganz freundlich. Der Junge war höchstens 28!

Sein erster Satz nach der Begrüßung lautete: »Holt euch alle schon einmal einen Ball und kommt dann im Kreis zusammen!«

Unruhig kaute ich auf meiner Unterlippe herum.

Fazit: Wenn ich früher Gummibänder oder Bälle belächelt habe, so muss ich heute doch zugeben, dass die Übungen durchaus Anspruch haben können 😉

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40 Gedanken zu „Rehabilitation(sgymnastik)

  1. Ich habe diese „Gummibänder“ früher stets mit scheelen Seitenblicken betrachtet, und wollte mit diesen Dingern nix zu tun haben. 😉 Mittlerweile weiß ich die Übungen mit dem Thera-Band zu schätzen…
    Alles Gute und Liebe, Emily. ♥

    • Kann ich gut nachvollziehen. Heute hatten wir Hanteln, die waren so was von leicht. Zunächst. Vorübergehend… Morgen kann ich die Arme nicht heben!
      Alles Gute für dich ♥

  2. Jetzt hätte ich doch aber mal gerne gewusst, was Ihr so getrieben habt? Ich hoffe jedenfalls, dass es Dir gut tut. Ich merke gerade jetzt in der kalten Zeit, dass man doch leicht ungelenkiger wird, obwohl ich ja regelmäßig Yoga und Bauchtanz mache. Weiterhin viel Spaß und das Essen schmeckt hinterher am besten. Wenn ich vom Bauchtanz um 21 Uhr nach Hause fahre habe ich auch immer Hunger. Liebe Grüße Marlies

    • Liebe Marlies, ich kann das jetzt alles gar nicht wirklich beschreiben (hole ich bei Gelegenheit vielleicht nach, wenn du lachen willst!). Zu Beginn war ich noch so gar nicht überzeugt von der Turnerei, aber so langsam aber sicher habe ich das Gefühl, da tut sich etwas.
      Die Kälte ist nichts für Menschen, die eh schnell auskühlen, dann geht die Kälte nämlich schnell an die Gelenke & Sehnen und was noch so alles weh tun kann, an unserem Bewegungsapparat *g
      Also, schön warm halten!

      Liebe Grüße, Emily

  3. Für den Rücken habe ich KGG verschrieben bekommen und die Trainerin war nur für mich da und überwachte alle meine Übungen….gebracht hat es aber nix, dafür eignet sich dann Funktionstraining, das man ein Jahr lang macht.
    Gute Besserung wünsche ich dir ❤ Mathilda

    • Mein Training dauert 4 Monate. Die ersten Wochen waren zäh, aber im Moment glaube ich, dass sich etwas tut und mit meinem kleinen Lauf ist die Bewegungsbilanz vielleicht ok. Mal abwarten 😉

      Liebe Grüße und lieben Dank ❤ Emily

  4. Wie gut ich dich verstehe, liebe Emily. Ich habe das auch mal einundeinhalb Jahre gemacht, an einem Tag nach 8 Stunden Unterricht. Aber trotz aller Überwindung fühlte ich mich danach immer ganz gut und mir hat es viel an Beweglichkeit gebracht.
    Und – es war auch immer wieder ein Ansporn, denn die vielen, die etliche Jahre älter als ich waren, waren noch erstaunlich fit. Ich habe die fünfzig Anwendungen durchgehalten und habe heute mit meinem Milon Gesundheitszirkel einen anspruchsvollen Anschluss.

    Weiterhin maximale Erfolge und Durchhaltevermögen. Es lohnt sich.

    Alles Liebe, Anna-Lena

    • Du sagst es, am Ende des Tages tut die Bewegung gut. Manchmal ist es wohl nur der innere Schweinehund, der an meiner geistigen Fessel reißt 😉 Immerhin bist du dran geblieben, das ist super! Ich baue meinen Lauf jetzt auch wieder auf. Immer ein paar Meter mehr…

      Alles Liebe für dich (inklusive Nadeln), Emily

  5. na, da wünsche ich Dir viel Freude und Dehnen und Strecken können in Hülle und Fülle.
    Ich gehöre zu denen, die sich weigern, bisher noch erfolgreich und fühle mich ganz wohl dabei, aber manchmal zieht da ein Gedanke durch mein Gemüt, daß ich sollte, daß ich könnte, daß ich mir Gutes tun würde, daß es mir bei bestimmten Kleinigkeiten helfen würde, und doch nehme ich noch Abstand und sehe genußvoll, wie sich für mich alle anderen Familienmitglieder dieser Sporteltätigkeit hingeben und für mich mit tätig sind 🙂

    • Ich habe immer Sport getrieben, daher fällt es mir auch so schwer, wenn ich einmal keinen Sport treiben kann. Wichtig ist, liebe Bruni, dass du dich bei allem was du tust – oder nicht tust – wohl fühlst! Es geht eben auch ohne Sport ^^‘

      Ganz liebe Grüße, Emily

  6. Ach ja, beim Reha-Sport hab ich auch mal vergeblich probiert, den Altersdurchschnitt zu senken 🙂
    Geholfen hat es aber allemal!
    (und Thera-Bänder habe ich schon vorher gehasst!)
    Dir weiterhin viel Erfolg,
    die Caramellita

    • Und die müffeln so, die Gummidinger oder?? Na ja, so langsam aber sicher habe ich auch den Eindruck, dass es hilft. Wäre schon nicht übel 😉
      Danke und viel Spaß am Donnerstag, Emily *helauundalaaaaftrööööt*

  7. oha, eine turnende Emily!

    Also, ich habe heut morgen Yoga gemacht und danach 2 Stunden die Bude geputzt… Danach – beziehungsweise schon während des Putzens – habe ich eine Unterhaltung mit mir selbst geführt, à la „das war ja ne suuuper Idee, ausgerechnet heute Yoga zu machen. Nee nee. Echt jetzt. Ganz hervorragend…“ 🙄

    In diesem Sinne: ich hiev mich dann jetzt mal ins Bett…

  8. …. ICH als Gesundheits-Apostel sage ja immer:
    morgens – mittags – abends – je 3 Medizinbälle und alles ist wieder gut 😀 😀 😀

    Hab einen zauberhaften Abend ….. liebe Grüße ….. Katja

  9. Kaum quäle ich mich mit Rückenschmerzen mal wieder an meinen Schlepptop – was lese ich? Rosenkohl ist schuld an gequetschten Bandscheiben und Emily Rosensteuz richtet ´s Kreuz wieder ein oder was? Also jetzt mal äährlich, Frau Rosensteuz: kommt´s wirklich vom Rosenkohl? Oder gar von den Bloggerei-Sitzungen am Schlepptop? Nee,nee, es muss was anderes sein, denn mein Hundchen hat’s momentan auch kreuzweise wie mich, aber der schreibt weder Blog noch Rosenkohl-Rezepte!!!!
    Küsschen!

    • Na, von dir habe ich ja schon eeewig nichts gelesen! Wie geht es dir? Mal von den Rückenschmerzen abgesehen… Woran liegt’s?
      Ach du, mit Rosenkohl kann ich leider so gar nichts anfangen. Nicht, dass ich es nicht versucht hätte, aber mit Rückenschmerzen kann ich auch nichts anfangen 😆 Nein, an der Bloggerei kann es auch nicht liegen. Vermute, es ist und bleibt ein verkanteter Wirbel. Küsschen zurück meine Liebe!

  10. Ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen, liebe Emily, wobei der liebe Herr Innerer Schweinehund sehr oft mit einem in Clinch gerät 😉
    Spreche aus Erfahrung, hatte ein ganzes Jahr Funktionstraining mitgemacht, aber vormittags, so dass ich nachmittags dem inneren Schweinehund seine Arbeit habe machen lassen 😆
    Sei von Herzen gegrüßt von der ♥ Pauline ❤ die Dir ein wunderschönes Wochenende wünscht, ohne Muskelkater

  11. Meine Hochachtung, dass du dich dazu aufraffen kannst, liebe Emily. 🙂
    Obwohl man ja manchmal keine Wahl hat, wenn man Rückenprobleme hat. Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Besserung wegen deines Rückens. ❤

    Nach langer langer langer Zeit des Sportentzugs, habe ich mich auch mal aufgerafft – na ja, meine Schwiegermutter war nicht ganz unbeteiligt daran 🙂 – und versuche mich nun in Zumba. Ich muss sagen, es macht mir Spaß. 🙂 Ist aber ganz sicher nicht so anspruchsvoll wie das, was du machst. Alles, was im Entferntesten mit Gymnastik zu tun hat, mache ich leider sehr ungern. *seufz* Dabei wäre es für meine Skoliose wirklich von Vorteil. *schonwiederseufz* 🙂

    Alles Liebe,
    Martina

    • Du sagst es, liebe Martina, aktuell habe ich leider keine Wahl, ich darf da schon regelmäßig hin. Aber ich will nicht jammern!
      Sport treibe ich ja so gerne, aber der Rücken hindert mich schon eine Weile daran. Na gut, wird schon wieder. Da nehme ich auch gerne die Gymnastik in kauf 😉

      Ganz liebe Grüße ♥ Emily

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