Hasenrücken im Crépemantel

Leute, heute „haue ich mal einen raus“! Ich esse ja wenig Fleisch und ich esse es sehr selten. Wenn ich es aber esse, dann will ich es auch genießen. Am vergangenen Wochenende habe ich mich an Hasenrücken gewagt. Hasenrücken bekommt man nicht so oft, Kaninchen dagegen wesentlich häufiger. Der Hase hat einen dezenten Wildgeschmack und ist ganz zart, in seiner Struktur.

Ich hatte einmal ein so hübsches Rezept in einer Zeitschrift gesehen, dass ich mich unbedingt einmal daran wagen musste, um es nachzukochen. Es macht optisch absolut viel her und ist sogar relativ einfach. Kaum zu glauben!

Die Fotos sind ein bisschen unscharf, aber ich konnte nicht auf diesen Teller gucken und fotografieren, während mir der Zahn tropfte!

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Aber von Anfang an! Da ich von dem Hasen leider keine Knochen hatte, um eine kräftige Soße zu kochen (und Fertigsoßen kommt mir nicht in die Küche!), habe ich Rinderknochen bei dem Metzger meines Vertrauens besorgt. Die Knochen, angeschmort mit Selerie, Zwiebeln und Möhren, Lorbeer, Rosmarin, schwarzem Pfeffer und Wacholder, wurden mit einem Glas Rotwein und Wildfonds abgelöscht. Die Soßenbasis durfte dann für gut 2 Stunden vor sich hin köcheln.

Für das Gericht benötigt man außerdem:

– 2 Hasenfilets

– 1/2 Wirsing

– 1 Zwiebel

– Sahne

– 1 Ei

– 150 ml Milch

– 50 gr. Dinkelmehl

– Beilage nach Belieben: Knödel, Reis, Kartoffeln (-gratin, Kroketten o. a. )

So lange die Soße vor sich hin duftet: Ei, Milch und Dinkelmehl locker aufschlagen und mit 1/2 TL Salz würzen und schon hat man auch schon den Crépeteig zusammen gerührt.

Aus der Menge lassen sich 4 Crépes zaubern. Etwas Kokosfett (oder anderes Fett) in der Pfanne auslassen und eine Kelle mit dem Teig hinein laufen lassen und ausbacken. Locker werfen und wenden (oder einfach eine andere Methode wählen).

Die Zwiebel in Würfel hacken und den Wirsing in dünne Streifen schneiden. Das geht ganz fix! Die Zwiebel anschmurgeln, dann den Wirsing dazu geben, mit Sahne ablöschen (oder Kokosmilch) und leise köcheln. Ich schätze, etwa 20 Minuten lang. Dann etwas Muskat dazu geben und mit Salz abschmecken. Ich finde, das Gemüse schmeckt alleine schon unglaublich lecker!

Die Hasenfilets habe ich nur kurz von allen Seiten scharf angebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Der Hase sollte schon eine Konsistenz haben, dass das Fleisch „medium“ ist. Sofort vom Herd nehmen und ruhen lassen.

Auf den Crépes habe ich einen Teil des Wirsinggemüses verteilt. Den restlichen Wirsing habe ich in eine Auflaufform gegeben. Dann wurde der Hasenrücken auf das Wirsingbett gelegt und der Crépes stramm zu einer Rolle aufgerollt und in die Form gegeben. 

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Die Auflaufform durfte dann bei 170 Grad für rund 15 Minuten in den Ofen. Der Hase war einfach perfekt!

In der Zwischenzeit habe ich die Soße gebunden und Preiselbeeren untergemischt. Die Kartoffeln waren aus, also gab es Reis und das restliche Wirsinggemüse dazu. Aber eigentlich hat es keine Beilage gebraucht. Danach konnte man sich nur noch die Finger lecken!

Ein schönes, leichtes Gericht für die Weihnachtsfeiertage vielleicht? Das Häschen wird zu einem Hingucker, gibt es jedenfalls nicht alle Tage!

Kulinarische Grüße,

die Emily

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40 Gedanken zu „Hasenrücken im Crépemantel

  1. Emily, das sieht so lecker aus….da läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Auf Teneriffa ist Kaninchenbraten eine Spezialität, die ich allerdings erst einmal probiert habe. Liebe Grüße und guten Appetit Leonie

    • Kaninchen war bisher nicht mein Favorit, das ist allerdings die reine Kopfsache. Ich sehe immer das flauschige Fellwesen vor mir… Bei dem Hasen gelingt es mir es besser auszublenden. Das Gericht hier kann ich jedenfalls empfehlen. Lecker war’s!
      Liebe Grüße, Emily

  2. Soso, rechtlicher Wirsing, wo er Recht hat, hat er recht, lach.
    Ein tolles Rezept, alles schaut super aus, liebe Emily.
    deine Bärbel

    Immerhin darf ich nun ab und zu mal Reis essen.
    Wir waren gestern wieder bei dem Ernährungs-Arzt.
    Ein wenig von meinem Immunsystem ist wieder aktiv

    • Ah, danke für den Hinweis, liebe Bärbel! Daraus habe ich mal gleich den „restlichen“ Wirsing gefertigt!

      Es freut mich zu lesen, dass dein Immunsystem wieder aktiver ist. Die Ernährung ist wirklich ein wichtiger Baustein in unserem Leben. Man sieht es immer wieder!

      Liebe Grüße zu dir, deine Emily

  3. Sieht absolut fantastisch aus, liebe Emily und das der Hase, so gut ummantelt, außerordentlich lecker geschmeckt hat, steht außer Frage 😆
    Mit den Crêpes kannte ich den Hasen noch gar nicht, Danke für diese Info 😉
    Hab noch einen schönen Abend und sei von Herzen gegrüßt von der ♥ Pauline ❤

    • Du hast das richtige Zeichen über dem „e“ gefunden! Ich suche wohl immernoch 😆
      In dem Teigmäntelchen hat sich der Hase jedenfalls sehr wohl gefühlt, kann ich nur empfehlen!

      Ganz liebe herzliche Grüße zu dir ♥ Emily

      • Ich mache ein Foto von der Tastatur und sage Dir, wie Du das Zeichen hinbekommst, liebe Emily, wirklich 😉
        Ich habe den Hasen bisher, wenn ich ihn denn eingemantelt habe, nur in Blätterteig gepackt, ansonsten nackig oder mit Speck rum und was man halt sonst so macht. Deswegen finde ich das Rezept hier so gut 😆
        Sei ganz lieb gegrüßt von der ♥ Pauline ❤

        • Den Hasen könnte ich mir in einem Speckmäntelchen auch gut vorstellen. Gerade jetzt habe ich ein paar Teile vom Reh im Topf. Die Soße muss etwa 48 Stunden lang durchziehen. Ach, der Herbst hat schon seine schönen Seiten!

          Ich wünsche dir einen wundervollen Abend ❤ liebe Pauline ♥

        • Mmmh lecker Reh, na, Du kannst es gut haben, liebe Emily 😉
          Machst Du Gulasch, Rücken, Filets, Keule und was gibt’s dazu? Serviettenknödeln, Semmelknödel, Bandnudeln, Spätzle?
          Ach, bei den Wildgerichten bekomme ich richtig Lust, gleich mit dem Kochen/Braten anzufangen, das ist eben das beste Fleisch 😆
          Wünsche Dir noch einen herrlichen Rest-Abend und sei ganz lieb gegrüßt von der ♥ Pauline ❤

        • Die Soße wurde schon für morgen vorbereitet. Es wird Rehrücken geben. Dazu gibt es ein Süßkartoffelpürree mit Cranberries. Süß und kräftig. Eine ganz gute Kombination, finde ich.
          Ich wünsche dir einen wundervollen Abend und noch einmal ganz lieben Dank für eine Mail!!

          ♥Emily♥

        • Das wird aber wieder lecker, kannst ja mal was rüberreichen, liebe Emily, obwohl: ich glaube, dass davon nixxx übrig bleibt 😆
          Dir auch noch einen schönen Abend wünscht die ♥ Pauline sehr gern geschehen)

        • Nur kalt würde es nicht schmecken, liebe Pauline.
          Du müsstest schon kommen. Es ist immer genug da. Versprochen ♥

  4. Oh liebe Emily, was hast du lecker gekocht.
    Hier schauts ganz anders aus- hast du „renoviert“ ? :)…..und was ist denn das für ein Buch da oben ? Habe ich etwas verpasst?
    Liebe Grüße
    Ute
    (die gestern Popkorn mit Apfel-Zimt im Adventskalender hatte – auch seeeehr lecker)

    • Jaaa, du das war aber auch wirklich lecker!

      Und ein ganz schön gutes Auge hast du, liebe Ute:) Schrittweise habe ich tatsächlich renoviert! Ganz schleichend *g
      Das Buch da oben, ist ganz frisch. Die Druckerschwärze klebt quasi noch. Ich tippe auf die kommende Woche… 😉 Du hast also gar noch nichts verpasst!

      Noch mal schnell zurück zu dem Popkorn. Wie war denn der jetzt genau? Du hattest den im Kalender? Eine ganze Tüte voll? Apfel-Zimt? Öhm, was sagtest du gleich? Wo gibt es den?

      • Wir haben von unserer Tochter einen Adventskalender von Foodist bekommen. Die ist grandios sooo lecker. Die Tüte Popcorn war klein 😉 . Sehr schön hast du renoviert ! Und huhuuuuu klammheimlich ein Buch geschrieben 😀 wie cool ! Ich bin schon sehr gespannt !

        • Das muss ich gleich mal recherchieren… Foodist…*tippfummel*

          Jaaa, ich fand, da war wieder so einiges los, das unbedingt nieder geschrieben werden wollte 😉 Ich finde, es ist gut geworden. Doch. Ich find‘ schon 🙂

          Ganz liebe Grüße zu dir ♥

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