Ar(s)chiviert

Es gibt Menschen, die haben manchmal ein Problem damit bestimmte Buchstabenverbindungen auszusprechen, ein »ch« zum Beispiel. Manchmal gehört es auch einfach zum Ausdruck oder zum Dialekt solche unmd andere Kombinationen eben anders zu betonen oder auszusprechen. Ist halt so und das macht auch überhaupt gar nichts, was ich audrücklich betonen möchte!

Aber wieso ich das überhaupt erzähle? Nun, neulich saß ich in einer Veranstaltung, bei der der Moderator eben genau dieses CHHindernis hatte.

In diesem Fall war es so, dass er das CH manchmal wie ein SCH aussprach. Das tat er nicht ständig, eigentlich nur bei wenigen Worten. Eines davon fand ausgerechnet häufiger den Weg über seine Lippen und zwar war es das Wort: Archiviert…

Vielleicht sollte ihm mal einer sagen, dass das Aussprechen dieses Wortes in diesem Fall allerdings für Ablenkung in der Zuhörerschaft sorgen kann.

Ob ich es ihm gesagt habe?

Keineswegs. Ich schmunzle ja gerne 😉

Genießt den Tag und alles Liebe,

Emily

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41 Gedanken zu „Ar(s)chiviert

  1. ich komme aus Sachsen, da wäre so etwas allgemein gar nicht aufgefallen, aber wenn es isoliert bei diesem speziellen Wort auftritt, ist es wirklich lustig. Aber ein bisschen muss ich mich mit dem Referenten solidarisieren, ich kann zum Beispiel (aufgrund eben dieser meiner sächsischen Wurzeln) nicht gut Weichspüler sagen, nicht schnell zumindest, ohne meine Herkunft zu verraten…
    Liebe Grüße aus Thüringen
    Marlis

    • Liebe Marlis,
      entschuldige, meine späte Antwort. Der Alltag wollte mich nicht frei lassen. Ich mag es, wenn die Menschen so reden, wie sie sind. Ob nordisch, ruhrpöttisch, sächsisch, bayrisch… jeder hat seine Eigenarten und Gebräuche und es ist gut so. Wir sollten unsere Kultur pflegen. Und dennoch, sind manche Arten des Ausspruchs einfach drollig! Wie hört sich Weichspüler dann an? Das kann ich mir gerade gar nicht vorstellen, wenn ich ehrlich bin… 🙄

      Viele liebe Sonntagsgrüße, Emily

      • Liebe Emily, keine Entschuldigung nötig!!!
        Leider kann ich nicht in Lautschrift schreiben, aber ich versuche es so:
        Weischbühler … bin schon so lange weg aus Sachsen, dass ich erst überlegen muss 🙂
        einen schönen restlichen Feiertag wünscht
        Marlis

    • Das kann durchaus sein, liebe Ute. Aber ich kann dir nicht sagen, was sonst noch in dem Satz vor kam. Schließlich war ich eindeutig zu abgelenkt *hehe*

      Hab einen schönen Abend, die Emily

  2. dieses „CH-Hindernis“ ist besonders im Rheinland (NRW) ausgeprägt. Ich habe in meiner Kölner Zeit (immerhin 45 Jahre) einiges vom Dialekt angenommen, aber dieses war nie darunter, wohl auch deshalb, weil in meiner Erziehung unbedingt auf ‚reines Hochdeutsch‘ geachtet wurde. Das, was man mal gelernt hat … was einem eingepaukt wurde … verliert sich nicht! 😉 ♥Liebe Grüße aus dem heißen Norden!

    • Ist die Hitze bei euch angekommen? Kannst du sie genießen? Das Wochenende war so herrlich… ich konnte einfach nicht an den Rechner gehen, da ich in der Woche kaum Zeit hatte. Das Wetter hier war auch noch einmal richtig schön!
      So’n richtig Kölsches Mädel verliert doch den Kölner Slang auch nicht *kopfschüttel* Obwohl, wenn der Rheinländer so richtig zulegt, verstehe ich kein Wort mehr 😆

      Herzliche Grüße, Emily

  3. weßt Du denn, liebe Emily, aus welcher Region der Referent stammte?
    Es würde mich sehr interessieren. Nicht nur bei den Sachsen fällt einiges auf, liebe Marlis,
    bei anderen auch und zu den anderen gehöre ich *g*, denn ich bin von Haus aus Saarländerin,
    obwohl ich seit mehr als 40 Jahren in Heidelberg-Nähe wohne…
    Dieses sch statt eines feinen sanft klingenden ch s höre ich jedem Saarländer sofort an *lach*

    Es ist ein Überbleibsel aus dem Französischen und klingt wundervoll, wenn der Franzose (oder auch eine Französin *g*) Deutsch spricht. Doch im Dialekt hasse ich es – auch an mir selbst – wie die Pest. Es ließe sich nur
    durch gestrafften Sprachunterricht ausmerzen…und den habe ich immer noch nicht genommen *grins*

    Liebe Grüße von Bruni

    • Leider kanna ich es dir nicht sagen, woher der Referent kam. Beim Mittagstisch wollte ich ihn zunächst noch befragt haben, aber dann hatten wir andere Themen und ich war schon wieder abgelenkt!
      Ich mag unseren Dialekt. Ja, ganz ehrlich, zumindest so lange ich verstehen kann, worum es geht ;-). Es ist ein Zeichen unserer Vielfalt im eigenen Land.
      Wäre es nicht tragisch, wenn wir alle gleich sprechen würden? Och nööö!

      Herzliche Grüße, Emily

      • ja, das wäre tragisch, liebe Emily, aber manches in den Dialekten sollte es nicht geben, weil es zu blödsinnig ist.
        Im Saarländischen z.B. heißt es eigentlich statt Wir haben gegessen und getrunken
        dann: Mir han gess un getrunge
        Das finde ich schon schrecklich und ich war froh, meinen Kindern mit Hochdeutsch eine Sprache mitzugeben, die ich lieber mag, auch wenn gewisse Klänge wie sch oder ch sich bei mir immer noch etwas verschleiert anhören…

        Ich mag fast alle Dialekte, aber den meiner ursprünglichen Heimat nicht 🙂

        Einen lieben Gruß von mir

  4. Liebe Emily,

    Das kenne ich von meinem Papa auch noch! Wir haben bis 1990 ja noch in Eschwege gewohnt und sind dann im Herbst 1990 nach Kassel gezogen…und in Eschwege war es irgendwie so im Dialekt, dass man statt Kirche Kir(s)che gesagt hat. Das hat des öfteren für den ein oder anderen Lacher beiderseits geführt, wo sich heute noch gerne erinnert wird 😉 mittlerweile hat sich die Kir(s)che aber verwachsen…sind schließlich schon 24 Jahre aus ESW weg…

    Liebe grüße
    Jenny

    • Wurde die Kir(s)che denn eher weich ausgesprochen oder war es ein scharfes „s“?
      Ist denn noch irgendetwas übrig von dem Dialekt?

      Viele liebe Grüße zu dir, Emily

      • Puh da fragst du mich was…ich weiß zumindest, dass meine Omi (seine Schwiema) anfangs etwas irritiert geschaut hat, weil sein ‚Kirche‘ sich wie ‚Kirsche‘ die Frucht angehört hat.

        Bei mir ist vom Dialekt leider nicht mehr viel hängen geblieben, dafür war ich mit 4 Jahren beim Wegzug 1990 auch noch zu klein 😉 Bei meinem Papa ist glaube noch was hängen geblieben 😉

        Liebe Grüße
        Jenny

    • Jeder reagiert tatsächlich anders, auf die Dialekte. Ich mag sie eigentlich alle, sofern ich sie verstehe. Schönen Sonntag, Emily

  5. Oooooh, jaaaaa, mir stellt’s immer sämtliche Haar‘ auf, wenn da ein Menschlein Schiemsee statt Ch(K)iemsee sagt. Oder Schina statt Ch(K)ina, Schemie statt Ch(K)emie… 😉
    Liebe Grüße!

    • Schiemsee? Wer sagt denn Schiemsee? Oder sagen sie es, weil sie es nicht besser wissen? Nein, das ist wirklich gruselig 😉

      Liebe Grüße!

      • Na, viele der „Südschweden“ – ähem – Norddeutsche, die zu uns nach Bayern kommen. 😉 Ich weiß nicht, aus welcher Region diese Menschen stammen, aber dort muss es üblich sein, statt des „Ch“ ein „Sch“ auszusprechen… 😉

  6. Liebe Emily, ich als Hessin fühle mich ebenfalls SEHR ertappt bei diesem Beitrag.
    Wir Hessen sprechen nämlich das CH – sagen wir mal – etwas kraftvoller aus als das Hochdeutsche es vorsieht. Nicht umsonst sagt man „Mir Hesse sin alles VerbreSCHER!“ 🙂
    MilSCH, KirSCHE und von mir aus auch arSCHIviert. 🙂
    Seit ich in Dänemark lebe und dort eine kleine Enklave von deutschen Auswanderern gefunden habe, die alle NICHT aus Hessen stammen, wurde mir das schon oft gesagt, dass man meine Herkunft hört. Mir war vorher nicht mal bewusst, dass mich das CH verrät – denn ich spreche eigentlich Hochdeutsch 🙂

    Nun ja, aber es scheint sich mit den Jahren auszuschleichen.
    Dafür findet jetzt meine Family, dass ich mich sehr hochgestochen anhöre mit all den feinen Nuancen beim CH und SCH 🙂
    Hihi. Nie kann man es allen recht machen. Und das ist gut so.

    Alles Liebe
    Mary von 4nordlichter.com

    • Liebe Mary,
      ihr sprecht das SCH aber doch eher weich aus oder nicht? Das weiche SCH ist bei diesem Wort eine ganz wichtige Kleinigkeit. Obwohl… ein arschiviert ist ein arschiviert oder? Hart wie weich *grübel*
      Ich mag Dialekte. Sie geben uns etwas besonders. So haben wir Ecken, Ösen und Kanten. Für jemanden der Dialekte beherrscht ist das Hochdeutsch natürlich erst einmal ungewohnt. Das kann ich mir gut vorstellen 😉

      Viele liebe Grüße, Emily

      • Hallo Emily,
        hm weiche Aussprache des SCH?
        Kann ich gar nicht so beantworten. Fakt ist, dass wir oft zwischen CH und SCH keinen Unterschied machen, und das fällt dann Leuten aus anderen Regionen auf.
        Ich spreche auch generell gar keinen Dialekt, ich wurde mit Hochdeutsch erzogen, aber dieses SCH und CH verrät mich dann doch öfter mal.
        Jetzt nicht mehr so sehr.

        LG
        Mary

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