»Friss meine Unterhose!«

Tja, ich schätze, da guckt ihr jetzt genau so sparsam wie ich es gestern getan habe! Oh Himmel, was für eine Vorstellung!  Dabei habe ich gestern nur ein paar Gesprächsfetzen aufgenommen.

Ich war gerade dabei einige Einkäufe aus meinem Wagen zu holen, als zwei Jungs die Straße entlang kamen. Sie stritten sich. Das Alter war nur schwer zu schätzen, aber ich tippe, dass sie ungefähr 10 oder 11 Jahre alt waren. Der Dialog zwischen den beiden Streithähnen verlief in etwa so:

Der eine Junge wollte unbedingt etwas wissen.

„Sag mal, wieso war das denn jetz‘ so?“

„Nein, sag ich nich.“

„Wieso denn nich?“

„Darum nich!“

„Mir kannst du das aber sagen!“

„Nein.“

„Du… du bist voll der Blödmann! Weißt du das?!“

„Friss meine Unterhose!“

Dann konnte ich leider nichts mehr hören, aber letztlich war ja auch alles gesagt.

Ich kam ins Grübeln.

Wer will schon ernsthaft die Unnerplinten eines anderen fressen. Nicht einmal seine eigene, oder??

Andererseits, war das mal eine Unterhaltung, die Fantasie zuließ.

Ein anderer hätte wohl eher gefragt: „Ey Alter, willse auf Fresse?“

Kommunikation auf direktem Wege also. Eine direkte Form der Kommunikation, die nicht viele Wahlmöglichkeiten offen lässt. Da halte ich dieses – vermutlich nicht ganz ernst gemeinte – Angebot des „Unterhosenfressens“ für eine Form des gewählten Ausdrucks. Da spricht jemand in Bildern. Eine Metapher gar?

Dieser Junge hat Potenzial. Keine Frage!

Habt eine herrliche neue Woche und seid einfach kreativ!

Alles Liebe,

Emily

 

 

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38 Gedanken zu „»Friss meine Unterhose!«

  1. Diese beiden gehören sicher in die unterste Kategorie der Altersarmut, dass sie sich nichts anderes leisten können, als sich gegenseitig die Unterhosen anzubieten.
    Die hättest du doch wenigstens zu einem warmen Süppchen einladen können, liebste Emily, zumal du eben eingekauft hattest (hoffentlich ohne nennenswerte Flatulenzen 😯 ) 😆
    LG Anna-Lena

  2. Arme Jungs! Zum einen, da Unterhosen – wie ja allgemein bekannt – wenig schmackhaft und schwer verdaulich sind. Zum anderen frage ich mich dann natürlich, ob sie sich nicht leicht einen Pips holen, wenn die Unterhosen aufgegessen sind … Hmh … wirklich arme Jungs!
    Liebe Grüße – Iris

    • Wer will schon an einer Unterhose herum kauen? Nicht mal knabbern *pfui* Denken wir lieber nicht über Details nach!
      Wenn sie ordentliche Hüftslips trugen, dann sind die Nierchen schön warm geblieben!

      Liebe (nachdenkliche) Abendgrüße, Emily

  3. Kulturell gut erzogen würde ich sagen (wenn auch vielleicht noch etwas früh….) – denn das könnte von den Simpsons stammen: „Eat my shorts“ ist einer der Standarad-Repliken von Bart Simpson 🙂

    • Jaaaa, da sagst du etwas! Die Simpsons werden doch sicher auch rauf und runter wiederholt oder?! In dem Fall könnte es wirklich gut passen! 😆 Danke für den Tipp!

  4. Wenn es kein April-Scherz ist, dann muss ich zugeben, der Junge hat Potenzial. 🙂
    Meine Phantasie mag ich jetzt bei dem Angebot nicht spielen lassen. 😉

    Liebe Grüße,
    Martina

    • Nein, liebe Martina, die Phantasie kannst du besser woanders spielen lassen 😉 Ich fand die beiden wirklich pfiffig!

      Viele liebe Grüße, Emily

  5. Grins, was man doch so sagt, wenn man sich ärgert, lach.
    Aber auf sowas wäre ich nie nicht gekommen, pruuuuuuuuuuust.
    Die Jungen heute sind schon cool.
    Letztens im Eisladen, ein vielleicht 8-Jähriger wählte Cappucchino, wie kommt so ein kleiner Gnom dazu, Kaffee als Geschmack zu wählen?
    Auch der hat offensichtlich Potential, lach
    Liebe Grüße Bärbel

  6. so, nachdem ich mich ausgelacht habe, bin ich nun endlich wieder in der Lage, die Tastaatur zu bedienen…

    Wo gehst Du einkaufen? Da will ich auch hin!!!!!!!!!!!!! Ich höre nie so spannende Unterhaltungen *g*

    *Friss meine Unterhose* Hast Du Dich auch nicht verhört, liebe Emily?
    Ausdrücke gibt es, die sind so verrückt, daß man/frau sie nicht vergessen darf. Sie müssen unbedingt aufgehoben werden und verewigt in einem Wörterbuch der Jugendsprache im 21. Jahrhundet, oder haben wir schon wieder ein anderes u. ich habe es nicht mitbekommen?! 🙂
    Wenn Du so eine spannende Einkaufsquelle kennst, dann soltest Du schon mal mit dem Lexikon anfangen *lach*

    Liebe Grüße und denk an das warme Süppchen, wenn Du den beiden das nächste Mal begegnest! *grins*

    • Hehe… Vorsicht! Wenn jemand vor dir flatulenzt, willst du da bestimmt nicht hin 😆
      Der Junge hat ganz sicher seine Unterbüx angepriesen! Es war bezaubernd süß!
      Das Süppchen werde ich sicher nicht vergessen, liebe Bruni!

      Viele liebe Abendgrüße, Emily *grinszurück*

  7. Man muss die Jugendsprache nicht verstehen. Jede Zeit hat ihre eigenen Ausdrücke. Über die man sich wundern kann, die man gutheißen oder verteufeln kann, je nach Standpunkt.

    Leider beobachte ich zuweilen, dass ’seit-langer-Zeit-Erwachsene‘ sich anbiedern und sich dieser Sprache bedienen. Das habe ich schon in meiner eigenen Jugendzeit für nicht gut gehalten.

    Liebe Grüße, Charles

    • Sehe ich auch so. Jede Zeit und Generation hat ihre Art und Weise sich zu verständigen. Vielleicht heben sie sich damit auch von der Eltern-Generation ab.
      Jugendsprache bringt Jungend nicht unbedingt zurück.

      Liebe Grüße, Emily

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