Bürogeflüster: Scherben bringen Glück!?

Neulich haben wir in unserer Abteilung ein einheitliches Geschirr geliefert bekommen, damit wir Mitarbeiter bestens versorgt sind und wir unsere Gäste bestens versorgen können. Generell eine sehr gute Idee und in seinem schlichten weißen Design ist es zudem auch noch echt schick.

Tja.

Und dann habe ich mich daran gemacht, die Spülmaschine mit dem frisch gespülten, niegelnagelneuen Geschirr aus- und den Küchenschrank einzuräumen. 

Mein Kollege Willi stand währenddessen neben mir uns wir witzelten vor uns hin. Nun bin ich körperlich gesehen nicht die Längste und musste mich auf die Zehenspitzen stellen, um die Untertassenteller in den oberen Küchenschrank stellen zu können.

Ich lachte sogar noch (zumindest einen Moment lang), als eben dieser Stapel etwas kippelig im Schrank stand und somit Teller für Teller AUS dem Schrank und damit auf uns regnete…

Willi und ich sahen uns erschrocken an.

„Ich habe damit nichts zu tun!“, rief Willi, hob die Hände und wich zurück, als die ersten KollegInnen aus ihren Büros gestürmt kamen.

Natürlich kamen sie NUR heraus um nach zu sehen, ob auch niemand verletzt ist!Mit Neugierde hatte das ganz sicher nichts zu tun.

Da sich schließlich auch niemand an den Scherben verletzen wollte, machten sie sich ebenso schnell wieder aus dem Staub. Man wollte schließlich ja auch irgendwie nicht im Weg herum stehen. So, und ich stand dann mal mitten drin, in dem ganzen Schlamassel!

Zwar war es mir geglückt ein paar Teller in ihrem steilen Sinkflug zu fangen, aber nicht jedes Stück Porzellan hatte die Chance dieses Desaster zu überleben. Ich kam mir vor wie eine Zirkusartistin! Einen Teller wollte ich sogar mit meinem Fuß aufhalten, aber… Schwamm drüber!

„Ohhh…“, machte es neben mir.

Willi stand immer noch wie angewurzelt da und starrte auf seine selbst getöpferte Tasse, die leider auch ein ganz klein wenig im Weg der anderen Teller stand. Ein winziges Stückchen von diesem gebrannten Ton, eigentlich wirklich kaum zu sehen, war aus dem Henkel gebrochen.

Eieiei… hoffentlich fängt der jetzt nicht an zu heulen, dachte ich mir.

Es tat mir wirklich wirklich leid um den Henkel seiner Tasse, die kaputten Teller und den Krach, den ich immer noch in meinen Ohren hatte.

Ob man davon auch einen Tinnitus bekommen kann? Ich verjagte den Gedanken und tröstete meinen Kollegen.

Drei Teller hatten den Sturz letztlich nicht überstanden. Die Bilanz war doch gar nicht so übel! Zwei weitere waren angeknackst. Die habe ich zwischen die anderen Teller zurück in den Stapel gesteckt, damit ein anderer sich schuldig fühlen kann, wenn er plötzlich Einzelteile in den Händen halten sollte. Musste nicht passieren, könnte aber.

Einen Tag später stand ich wieder in der Küche. Das Tellerdesaster hatte ich schon längst vergessen, als mein Kollege Willi um die Ecke bog und gleich wieder auf dem Absatz kehrt machte.

„Was is’n los?“, rief ich ihm hinterher.

Mein Kollege machte große Augen.

„Du, nimm es mir mal nicht übel, ja?! Aber wenn DU in der Küche bist, warte ich lieber. So eilig habe ich es nicht. Wer weiß, womit du heute um dich wirfst!“

Also, da war ich doch mal sprachlos!!! Dabei bringen Scherben doch Glück 😉

Habt ein glückliches und tolles 1. Januarwochenende!

Alles Liebe,

die Emily

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31 Gedanken zu „Bürogeflüster: Scherben bringen Glück!?

  1. Geht ja mal wieder nichts über nette, zuvorkommende Kollegen 🙂
    Die Scherben sind bestimmt ein gutes Omen für 2014!
    Schönes Wochenende für Dich!
    Caramellita

  2. Oha, und es las sich erst so, als seien alle kaputt. Deine Kollegen sind ja überaus hilfreich. Und so eine kleine Macke im Henkel tut nicht weh und lässt den Kaffee trotzdem schmecken.

    Bei uns hier ist auch schon einiges zu Bruch gegangen.
    So ist das Leben, lach.
    Glück, ja klar. Halt weniger, was man in den Schrank stellen muss, grins.
    deine Bärbel

  3. Schade, dass du in dem Moment nicht einen leeren Teller in der Hand hattest. Du hättest ihn sonst Torpedoartig Richtung „Willi“ schleudern können. 😉
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende. Erhole dich von deinen Kollegen.
    Sei gegrüßt
    Bärbel

    • Liebe Bärbel, ich musste den Teller nicht mal schleudern. Einen hat er sogar abbekommen 😉 Der Arme!
      Könnte sein, dass sich meine Kollegen von mir erholen!

      Herzliche Grüße, Emily

  4. *lach* Na du hast vielleicht Kollegen, liebe Emily. So rücksichtsvoll. Die einen sind nur um dein Wohl besorgt und wollen nicht im Weg rumstehen, der andere geht dir in der Küche lieber aus dem Weg, vielleicht damit du die Teller besser auffangen kannst. 🙂 Ich hoffe, du hast dich nicht verletzt. ♥

    Da Scherben Glück bringen sollen, könnte man die angeknacksten Teller zwischen den anderen Tellern durchaus als nette Geste von dir verstehen. Eine Chance für deine Kollegen am Glück teilzuhaben. *grins*

    Und wo wir gerade beim Glück sind: Ich wünsche dir von Herzen ein gutes und glückliches und gesundes Jahr 2014 mit netten hilfsbereiten Kollegen. 😉

    Alles Liebe,
    Martina

    • Wie lustig, liebe Martina! Willi meinte auch, dass er mir aus dem Weg ginge, damit ich alles alleine viel besser auffangen kann. Dabei war das wirklich nicht meine Absicht 😉
      Die Idee mit den angeknacksten Tellern gefällt mir sehr gut. So werde ich es erklären, sollte mal einer drauf gehen! Ich danke dir sehr!
      Lieben Dank auch für deine herzlichen Wünsche ♥♥♥

      Herzliche Grüße, Emily

  5. Sehr nett solche Kollegen zu haben, man gönnt sich ja sonst nichts *g*

    Scherben bringen Glück, waren ja keine Glasteller, somit kann dein Jahr doch nur bestens werden.

    Ich sag mal toi toi toi
    kkk

    • Es gibt ja auch dieses Porzellan, dass angeblich unkaputtbar ist. Vielleicht wäre das in meiner Nähe angebrachter gewesen… aber WENN dann mal einer der Teller zerbrechen sollte, hat man anschließend tausende von Minischerben. Auch Mist… 😉

      Danke und liebe Grüße, Emily

  6. jaja … Emily … so sindse, die lieben Kollegen 😉 ich hatte auch solche, als ich das Labor unter Farbe gesetzt hatte (s.Beitrag: wer den Schaden hat…) Ich bin ein bischen neidisch, ob des vielen Glücks, was du bals hast. ♥liche Grüße und ein schönes Wochenende

    • Ich teile mein Glück doch gerne, liebe Rose. Denn nur wer teilt, kann es verdoppeln! Nicht wahr?! Hach, wie philosophisch 😉

      Viele liebe Sonntagsgrüße, Emily

  7. Naja.. lieber Scherben als Schnittverletzungen! Schließlich haben die Scherben dich ja verschont- wenn das kein Glück ist.. 😉
    Alles Gute wünscht dir
    Fischi

    • Richtig! Das wäre ein Blutvergießen geworden… dann doch lieber so 😉 Das allein ist schon Glück, da gebe ich dir vollkommen Recht!

      Hab einen schönen Sonntag und liebe Grüße, Emily

  8. Na, da fängt das Jahr ja gut an. Mach Dir keinen Kopf wegen der paar Teller. Die kannst Du gut zusammenkleben. Das machen die Archäologen schließlich auch. 😉
    LG Harald

    • Zu spät… ich habe sie schon der „Weiterverarbeitung“ zugeführt 😉 Aber wer weiß, vielleicht klebt sie eines Tages jemand zusammen!

      Liebe Grüße, Emily

  9. Bitte nicht erschrecken, nach meiner Blogerauszeit kamen ständig Fehler auf meinem Blog.
    Also wieder einmal ein Neustart *seufz*
    Also musste ich im Schnellverfahren ein neues Domizil basteln.
    Coffeeaustria ist nun hier zu finden http://almkaffee.wordpress.com/

    Und nicht zu vergessen –
    ein wunderschönes, gesundes, erfolgreiches 2014 für dich und deine Lieben.
    Ganz lieben Gruß aus den Bergen, Michaela

    • Ah… okay, dann will ich die neue Adress mal gleich ablegen!

      Hab auch du ein schönes und erfolgreiches neues Jahr, liebe Michaela!
      Alles Liebe, Emily

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