„Netzhaut“

„Die Netzhaut des Auges ist eine Projektionsfläche für die Wahrnehmung von Bildern, die, einfach gesagt, die Eindrücke dann an die Hirnregion weitergeben.“

Mitte November war ich zu einer Vernissage in Bottrop, genau genommen in der städtischen Galerie August Everding und habe dort an der Ausstellungseröffnung „Netzhaut“ teilnehmen können. In dieser Ausstellung wurden Malereien, Objekte und Fotografien zweier Künstler des Künstlerbundes in Bottrop gezeigt: Inge Junghans und Karl Kraft.

Hier möchte ich gerne die Werke, Gemälde und Holzskulpturen, von Frau Junghans aufgreifen, da sie mir besonders ins Auge stachen. Frau Junghans selbst sagt, dass „das Sehen nicht einfach Betrachten, sondern mit einer Reihe von Befindlichkeiten vernetzt“ ist. Das geschieht natürlich automatisch laufend, nur, darüber macht man sich im seltensten Fall Gedanken! Die Idee, diese Empfindungen in die Kunst fließen zu lassen und so bewusst oder unbewusst neues zu schaffen, gefällt mir gut. Und so treffen Empfindungen und Kunst durch die Hand der Künstlerin auch auf die Netzhaut des Betrachters, der wiederum weitere und eigene Empfindungen in sein Inneres leitet. Kunst liegt halt doch im Auge des Betrachters…

Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin möchte ich gerne ein paar Ausschnitte ihrer Gemälde und Skulpturen zeigen. Sollte jemand mal in der Nähe sein, lohnt sich ein Abstecher in das Kulturzentrum, um sich die Werke – selbstverständlich auch die Fotografien – anzusehen!

11 Gedanken zu „„Netzhaut“

  1. Frau Junghans hat recht damit, dass das Sehen nicht einfach Betrachten sei.
    Sehen hat mit etwas erkennen zu tun. Wenn ich etwas erkenne, so kann ich leicht daraus Schlüsse ziehen und an einer Sache etwas ändern. Wer nur hinguckt, merkt womöglich nichts. Etwas zu merken ist aber der Sinn unseres Sehens.

    Ich will nun nicht in das Mythologische verfallen und daran erinnern, dass frühere Kulturen immer eine Seherin oder einen Seher in ihren Reihen hatten, die/der den Stamm auf den rechten Pfad führte.

    Auch fällt mir ein alter Buchtitel eines Deutsch Schulbuch ein: Erkennen – Deuten – Gestalten.
    Ganz platt betrachtet zeigt uns schon die Wortmelodie den Unterschied zwischen Sehen und Betrachten. Mit dem grobschlächtigen ‚Betrachten‘ ganz es nicht so ganz weit her sein.

    Liebe Grüße C.H.

    • Schön gesagt, lieber C. H. Ein gewisses Maß an Sensibilität und Empathie, gepaart mit freier Fantasie ist schon notwendig, um sich Kunstwerken frei öffnen zu können/wollen. Sofern man mag, versteht sich.
      Spannend finde ich durchaus, dass Gedanken und Gefühlt zu Bildern werden und umgekehrt.
      Wie du sagst: Erkennen, deuten, gestalten.
      Danke für deinen Kommentar &
      liebe Grüße, die Emily

  2. Ja, das hätte ich mir auch sehr gern in Natura angeschaut. Da ich ja auch sehr gern male.
    Sehr interessant, liebe Emily
    Liebe Grüße
    von Fischi

    • Der Abend hätte dir gefallen. Die musikalische Begleitung war nett und die Eröffnung war gut gefüllt. Bei solchen Gelegenheiten kann man sich auch immer mal gut austauschen. Hast du auch schon einmal ausgestellt?

      Liebe Abendgrüße, Emily

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