Joey Kelly – No limits

Und: Wie erreiche ich mein Ziel? Kürzlich war ich zu einem Vortrag eingeladen, zu dem Joey Kelly einen Part übernommen hatte. Ein ziemlich interessanter Mann, muss ich gestehen.

Sportlich gesehen, ist er wirklich eine Granate. Ich habe mich immer gefragt, wie er das alles bewerkstelligt und wie er die Herausforderungen meistert, die er aufnimmt. Der Typ ist Ultramarathonläufer, Wüstenfuchs, Alaskaschlittenzieher, Wokpfannenreiter, Turmspringer, 1000e-km-zu-Fuß-geher und was weiß ich, was er noch im Köcher hat. Interessant war es zu erfahren, wie er zu all den sportlichen Leistungen und Herausforderungen gekommen war.

Vor etwa 16 Jahren, lief eine Wette zwischen ihm und einer seiner Schwestern. Dabei ging es darum einen Volkstriathlon zu bestreiten. Seine Schwester erkrankte (kurzfristig) und so trat er diese Herausforderung alleine an. Er quetschte sich in den Neoprenanzug, um sein Schwimmpensum zu absolvieren. Er musste hart gegen das Wasser ankämpfen und glücklicherweise erreichte er – als letzter der Truppe – eine Boje, an der er sich festhalten konnte. Er schwamm zurück, zog seinen Neo aus, die Radlerhose an und schwamm erneut los. Und er schaffte es.

Wie er sagte, ging es ihm nicht darum einer der ersten am Ziel zu sein, sondern diese Hürde für sich selbst anzunehmen und zu bewältigen.

Manchmal geht es darum, seine Grenzen zu testen und womöglich auch zu überschreiten. Man kann klagen und jammern und unzufrieden sein. Man kann aber auch aufstehen und seine Grenzen überschreiten. Etwas ändern. Dinge bewegen. Wenn man will.

Oft genug hält man sich an Gewohnheiten fest, so sehr man sich auch nach Veränderungen sehnt. Nur, die Gewohnheiten kennt man wenigstens, wie mies sie auch sein können. Man arrangiert sich mit ihnen und das selbst dann, wenn sie sich nicht richtig anfühlen. Woher will man schon wissen was geschieht, wenn man von diesen Gewohnheiten ablässt? Es geschieht in jedem Fall etwas anderes. Etwas Neues bricht an. Wohlwissend, wie schwer es ist, diese Schritte zu gehen.

Und eines steht fest, wenn man es nicht versucht, wird man nie wissen und nie erfahren, wie es ist, über sich hinaus zu wachsen. Man wird nie wirklich wissen, wie es jenseits der Brücke aussieht. Manchmal muss man die Zähne zusammen beißen und manchmal muss man auch seine Wunden lecken, aber es geschehen auf dem Weg auch wundervolle Dinge, die man vermutlich nie erlebt hätte, wäre man diesen Weg nicht gegangen.

Joey Kelly hat eigentlich „nur“ über den Sport gesprochen. Ziemlich interessant, wie nah manchmal Sport und das Leben im Alltag beieinander liegen…

Habt einen schwungvollen Start in die neue Woche!

Alles Liebe,

die Emily

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12 Gedanken zu „Joey Kelly – No limits

  1. Joey Kelly habe ich persönlich in Aue kennen – und lieben gelernt. Ein Hammer Mann! Ich war mit meinem Bienekind zum Konzert und in der ersten Reihe. Joey, er sah mich und ich ihn. Kontakt. Bildmäßig. Ich liebe ihn noch heute für das, was er und mir und meinem Kind geboten hat. Ich war eine von wenigen, die nur ganz vorn und bevorzugt waren. Joey ist ein Klassemann, mit Profil und Charisma.

    • Bei dem Vortrag hat er selbst gesagt, dass die Musik nicht so sein Ding war 😉 Aber die Erlebnisse, die er und seine Familie hatten, haben allen etwas Bedeutendes mitgegeben. Wie schön, du hast die Begegnung nie vergessen. Ich habe sie nur einmal gesehen, als sie noch auf der Straße gespielt haben. Und später im TV natürlich…

      Alles ok so? 😉

  2. Wer bewusst seine körperlichen, seelischen und geistigen Grenzen austestet, jammert und klagt in der Regel nicht, das ist mir schon etliche Male aufgefallen…
    Was das Austesten von Grenzen angeht – ich schau mir grad live den mehr als wagemutigen „Weltraum-Sprung“ von Felix Baumgartner an…
    Hab‘ du noch einen schönen Abend!

  3. Joey Kelly, kommt immer so menschlich sympathisch rüber. Egal was er sagt, es wirkt authentisch.
    Und was er schon alles geschafft hat, sportlich, das ist echt der Hammer.
    Den würde ich auch gern mal erleben.

    • Ja, ich glaube auch, dass er sich nicht verstellt. Er wirkt sehr bodenständig und natürlich. Ich hoffe, du hast einmal die Gelegenheit ihn zu treffen.

  4. Liebe Emily, ich habe ihn auch einmal live erleben dürfen. Da erzählte er auch noch ein bisschen von seiner Zeit mit der Kelly Family, wie sie in Fussgängerzonen gespielt haben und das ganze Geld (manchmal 40000 DMam Tag!!!) auf dem Schiff, auf dem sie lebten, gehortet haben… Ich war auch sehr beeindruckt von ihm als Persönlichkeit und was er alles schon – sportlich und auch anders- geschafft hat.
    Ja, aus der Komfortzone heraus und über sich selbst hinauswachsen – wenn die Motivation, was auch immer sie sein mag, gross genug ist, dann tun wir es… und können wir auch viel erreichen… Danke für diesen schönen Beitrag, liebe Montagsgrüsse Andrea

    • Von seinen Familienerlebnissen hatte er auch berichtet und auch davon, wie sie alles wieder verloren hatten und neu angefangen sind. Wenn man nicht auch schwierige Wege gehen würde, wäre man heute nicht dort, wo man ist. Nicht wahr?! Und wenn es nicht manchmal auch unbequem ist, weiß man sein Glück vielleicht manchmal auch wenig zu schätzen. Wer weiß. Vielleicht wird man hin und wieder von der Meinung anderer gebremst. Aber ganz ehrlich, Geschwätz gab es immer schon und schon bald finden die Leute neue Nahrung. Also. Man darf ruhig mal mutiger sein.

      Danke DIR und liebe Grüße, Emily

  5. Liebe Emily,
    dein Beitrag ist mir jetzt so richttig ans Herz gegangen. Mit genau diesen Problemen plage ich mich nämlich gerade herum. Wenn man schon mehrmals auf dem Bauch gelandet ist, mg man eigentlich keine Risiken mehr eingehen. Tut man es eber nicht, heißt es abzuschließen mit sich und der Welt. Das kann es auch nicht sein.
    Hut ab vor Joey Kelly.

    Liebe Grüße von der Gudrun
    (die sich jetzt gleich aufrafft und einen wichtigen Brief abschickt. Jawohl.)

    • Liebe Gudrun, gerade wenn man Bauchlandungen hinter sich gebracht hat, wird man sicherlich vorsichtiger. Aber vielleicht fällst du langsam auch weicher? Das schmälert den Schmerz keineswegs, aber vielleicht werden unsere Motivationssensoren geschärft? Eines Tages bleibt die Bauchlandung aus und du hast es geschafft! Vielleicht nicht auf diesem, vielleicht auf einem anderen Weg. So lange wir nach Lösungen suchen, beschäftigt uns das Problem doch weiterhin und verlangt nach einer Antwort.

      Ich wünsche dir, dass der Brief ein Anfang ist 🙂

      ♥liche Grüße zu dir, Emily

    • Unbedingt! Und wer weiß, vielleicht gefällt einem ja, was man über dem Rand erblickt und will mehr sehen. Man muss sich nur trauen, ein bisschen neugierig sein und ein klein wenig Mut mitbringen. Alles andere geht von ganz allein!

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