Herbstliche Suppenwoche: Ochsenschwanzsuppe

Ja, dieses Mal gibt es eine fleischliche Grund- und Einlage. Dennoch passt eine heiße Ochsenschwanzsuppe prima in die herbstliche Jahreszeit. Und selbstgemacht schmeckt sie einfach deutlich besser, als wenn man mal eben eine Dose öffnet. Versprochen!

Die Zutaten für die: Ochsenschwanzsuppe

(Mit Brot schon eine kleine Hauptspeise für 2)

  • eine rote Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • etwas Rosmarin & Thymian, 1 Lorbeerblatt
  • Ochsenschwanz (ein schönes Mittelstück)
  • 2 große Möhren
  • 1 Chilischote
  • 1 Dose Tomaten
  • ein Glas Rotwein – kraftvoll und eher trocken (zum Ablöschen, nicht zum trinken…obwohl, wenn die Flasche einmal auf ist…)
  • Salz und Pfeffer

Die Möhren, Zwiebel, Chilischote und den Knoblauch in Stücke, bzw. Würfel schneiden und die Flüssigkeiten bereit stellen.

Wie bei allen guten Dingen in der Küche ist es wichtig, ein gutes Stück Fleisch zu finden. Alles andere geht dann fast von ganz allein. Zuerst also das Stück Ochsenschwanz von allen Seiten in etwas Öl anbraten, so dass es Farbe bekommt. Wieder heraus nehmen.

In den restlichen Öl und dem Bratensatz nun die Zwiebeln, den Knoblauch und die Kräuter anschwitzen. Sie sollten keine Farbe nehmen, sondern nur glasig werden.

Ist das geschehen, die Chilischote und die Möhren dazu geben und die Hitze etwas steigern. Rühren. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Nun alles mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz vom Boden des Topfes lösen. Kurz aufkochen lassen. Dann mit den Tomaten auffüllen und das Fleisch wieder in den Topf setzen.

Nun den Deckel auf den Topf setzen und alles leise simmern lassen. Das Fleisch fällt nach 2 Stunden in jedem Fall von allein vom Knochen und so soll es sein.

Das Fleisch auf einen Teller setzen, vom Knochen friemeln und in kleine Stücke schneiden. Fett und Sehnen kommen weg.

Dann die Kräuterstiele aus dem Topf fischen und alles in dem Topf einmal pürieren.

Die Suppe ist jetzt sämig. Wer sie flüssiger haben möchte, passiert sie einfach durch ein Sieb.

Die Fleischstücke kommen dann dazu. Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit knusprigem Baguette servieren. Wenn noch etwas von dem Rotwein übrig ist, ist jetzt der richtige Zeitpunkt den begleitend zur Suppe einzugießen.

Die innere Wärme kommt von ganz allein!

Alles Liebe,

Emily – immer noch am Kochtopf –

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20 Gedanken zu „Herbstliche Suppenwoche: Ochsenschwanzsuppe

    • Eine gute Idee! Ich glaube, meine Großmutter hat die früher auch mit Sherry zubereitet. Oder Weinbrand. Ich weiß es leider nicht mehr. Danke für den Tipp und die Erinnerung! Wenn mir einmal wieder ein gutes Stück Fleisch unter die Augen kommt, gehe ich noch einmal in die Versuchsküche!

      Liebe Grüße an dich zurüühüüüück!

  1. Mensch, Ochsenschwanzsuppe, daran habe ich seit Jahren nicht mehr gedacht. Die hat meine Mama immer gemacht….superlecker! In Dubai einen Ochsenschwanz aufzutreiben ist wahrscheinlich unmöglich…schwelge ich also in Erinnerung an Mama’s Suppe..die schmeckt eh am Besten!!!!

    • Die Idee kam mir, ehrlich gesagt, erst am Metzgersstand. Ich habe tatsächlich auch schon ewig lang keine Ochsenschwanzsuppe mehr gegessen, mich aber um so mehr darauf gefreut. Meine Großmutter hat die oft zubereitet. Aber auch Erinnerungen können Pfützen auf Zungen verursachen!

    • Das ist wirlich ganz einfach. Margot hat mich auf den Gedanken mit dem Sherry gebracht. Meine Großmutter hat die auch mit Sherry oder Weinbrand abgelöscht. Leider erinnere ich mich daran nicht mehr. Sie hat, statt der Kräuter, eher Wacholder und Lorbeerblätter mitgekocht. Das muss ich auch noch einmal testen.
      Viel Spaß dabei und liebe Grüße, Emily

      • Alle, die Du aufgelistet hast. Allerdings nehme ich chile ancho /chile guajillo, die es hier überall getrockner gibt. Diese Chili-Sorte gibt unglaublich Farbe und hat einen angenehmen, nicht scharfen Chili-Geschmack. Also alles, was „erdig / bodenständig“ schmecken soll, würzt und färbt chile ancho perfekt. Vielleicht bekommst Du sie auch in D. Hier mal der Link zu Kathy, die im Nachbarort wohnt und einen sehr ausführlich schönen Kochblog (english) über das Kochen in Mexiko schrieb:
        http://cookinginmexico.com/2010/08/21/salsa-rojosalsas-de-chile-ancho-y-chile-guajillo-and-a-question-of-color/
        GLG und flottes Köcheln!

        • Ich liebe Chilis, wenn sie nicht zu scharf sind. Aber den Geschmack mag ich wirklich sehr. Danach werde ich mal Ausschau halten. Vielen lieben Dank für den Tip und den Link. Da werde ich gleich mal rein schnuppern!

          Viele liebe Grüße zu dir.

        • Super! Dankeschön! Ich meine, den Chilis hier fehlt es so oft an Geschmack. Denen fehlt die Sonne und Wärme. Aber vielleicht sollte ich mich mal etwas mehr damit befassen und im nächsten Jahr ein paar Pflanzen setzen. Jepp, das mache ich!

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