Freiheit

Freiheit: Was für ein schönes Gefühl! Frau freudefinder hat dazu einen Beitrag verfasst und ich möchte den Gedanken dazu gerne aufgreifen.

Einmal hatte ich eine unmittelbare Begegnung mit der Freiheit, die mir in  einem besonderen Augenblick so unglaublich bewusst geworden war. Da waren ein paar Dinge in meinem Leben, die mich selbst damals sehr beschäftigt haben und so bin ich für mich auf die Suche gegangen. Auf die Suche nach Freiheit.

Zu dieser Zeit habe ich mir regelmäßig Notizen gemacht und mir Fragen gestellt:

Was ist Freiheit eigentlich so genau?

Was bedeutet sie für mich?

Wo finde ich Freiheit?

Für jeden Menschen bedeutet sie etwas eigenes und vermutlich auch etwas anderes.

Ich wusste nicht, was genau sie für mich bedeutet, aber ich wollte es erfahren. Unbedingt.

Ob sich am Ende so etwas wie Glück heraus stellen würde?

Ich war unsicher und fragte mich fortan in vielen Situationen, ob sich das nun nach dieser (meiner) besagten Freiheit anfühlte.

Irgendwann, ich war 19 Jahre alt, reiste ich allein auf eine Insel. Zum ersten Mal war ich unendlich weit fort von zu hause. Ein Telefonat kostete etwa 5 USD die Minute und ich telefonierte nur einmal um zu erzählen, dass ich heil angekommen war.

Auf dieser Insel gab es keine Autos. Nichts, was mit unseren täglichen Alltagsgeräuschen zu tun hätte. Diese Stille war unglaublich schön, wie irritierend. Sie war so ungewohnt.
Nur ein paar wenige Touristen liefen wie ich umher, aber wir trafen uns eher mal zu den Mahlzeiten.

Nach einigen Tagen saß ich am Strand. Allein.

Ich hatte alles vergessen und war irgendwie angekommen auf „meiner“ Insel. Jegliche Hektik des Alltags war unendlich weit weg von mir.

Ich saß am Strand und stellte meine Füße in den Sand. Mein Notizbuch lag geschlossen neben mir.

Zeit war so unwichtig geworden. Ich trug keine Uhr mehr.

Die Sonne ging langsam unter und das Meer rauschte so unglaublich friedlich.

In diesem Moment war mir alles irgendwie egal. Ja, einfach egal.

Ich kann nicht sagen, wie lange ich dort saß.

Als es dunkel wurde schlug ich mein Notizbuch auf und schrieb hinein:

„Jetzt weiß ich, was Freiheit ist.“

In diesem Moment war sie genau das und letztlich sind es Momente wie diese. Momente, in denen ich ganz bei mir sein kann.

Gefühle sind so wichtig. Sie gehören zu uns, wie ein Bein oder ein Arm. Gefühle sind nicht sichtbar, aber wenn sie keine ausreichende Beachtung finden, bekommen wir ein Signal. Spätestens dann sollten wir auf die Suche gehen.

Ein bisschen viel Philosophie am Morgen. Ich weiß 😉
All eure lieben Kommentare werde ich später beantworten.

Jetzt wünsche ich euch einen schönen Start ins Wochenende und

alles Liebe,

Emily

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30 Gedanken zu „Freiheit

  1. Ja, wobei Freiheit auch immer ein zweischneidiges Schwert ist und schnell einige unangenehme Komponenten aufbauen kann, denke ich. Oder wie sang Kris Kristofferson dereinst noch so passend in „Me & Bobby McGee“ (später gecovert von Janis Joplin): „Freedom’s just another word for nothing left to lose“. Auch was dran.

    • Alles im Leben kann man von mindestens zwei Seiten betrachten. Aber das war jetzt nicht meine Intention. Welche Komponenten sind dir da wichtig?

      • Naja, ich habe das für mich mal in dem Kernsatz zusammengefasst: Ich möchte frei entscheiden, wo ich mich einschließen lasse.
        Das klingt aus der Ferne widersprüchlich und widersinnig, ist es zum Teil ja auch, da die Menschen widersprüchlich sind, meiner Meinung nach. Ich glaube unterm Strich sucht jedoch jeder etwas, wo er hingehören oder dazugehören kann. Etwas, dem er sich verschreiben kann. Und dessen Mauern ihn dann schützen, weil sie Sinn ergeben und Sinnlichkeit erzeugen.
        Ich beanspruche da aber natürlich nicht, dass das der Weisheit letzter Schluss wäre. Zumal ich selbst ja noch suche;-)

        • Wer will schon die Weisheit für sich beanspruchen? Jeder muss für sich das finden, was er zu suchen glaubt. Oder wonach er sich sehnt. Sicherlich kann man nichts verallgemeinern und das ist auch gut so. Dafür sind wir zu individuell. Manchmal stoßen wir auch erst dann auf eine Frage, wenn wir im Leben an einer Kreuzung stehen und uns das Schicksal weckt. Vielleicht spüren wir dann auch erst, dass wir etwas vermissen.
          Das Leben ist voller Herausforderungen…
          Viel Erfolg bei der Suche:o)

    • Danke dir, liebe Leonie. Manchmal werden eben auch herrliche Erinnerungen geweckt!
      Hab einen schönen Start in die neue Woche und liebe Grüße,

      Emily

  2. LIebe Emily
    oh wie mich das freut, dass ich dies alles mit meinem blog in Dir wachgerufen habe – welch wunderbare Gedanken zur Freiheit. Dir ein beschwingtes Wochenende und ganz viele solcher atemraubenden Momente der Freiheit.
    herzlichst
    freudfinder

    • Liebe Freudefinder(in), es hat mich ebenso gefreut, dass du meine Erinnerung geweckt hast. Die Bilder waren ganz lebendig. Man sollte sich zudem immer mal an die Dinge erinnern, die im Leben wichtig sind. Das war ein wichtiger Augenblick.

      Herzliche Abendgrüße, Emily

  3. Deine Definition von „Freiheit“ finde ich wunderschön, liebe Emily! Für mich wäre es Teil der Definition von „Liebe“. Ich finde es schade, dass Liebe meist nur in Verbindung mit einem Partner gesehen wird. Ich liebe meine Freunde, meine Eltern, Sonne auf der Haut, ein gutes Essen, Harmonie im Alltag … und stille Momente, wie Du sie beschrieben hast. Für mich ist Liebe das vielfältigste Empfinden überhaupt und bei weitem nicht nur auf eine „Komponente“ zu begrenzen.

    In diesem Moment habe ich das Gefühl, dass Liebe und Freiheit untrennbar miteinander verbunden sind. Jedenfalls dann, wenn sie nicht explizit auf einen Partner beschränkt werden.

    Ich wünsche Dir ein liebevolles und freiheitliches Wochenende! ;o)

    • Deine Idee bzw. Definition gefällt mir sehr und ich teile sie durchaus. Ich bin auch davon überzeugt, dass man sich selbst den größten Teil der eigenen Liebe gönnen sollte. Wenn man sich selbst findet und lieben kann, stellt sich eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit ein. Und diese Freiheit muss man sich erst einmal gönnen und gönnen wollen. Ach, darüber könnten wir vermutlich ewig tipsen! Ja, ich denke, ich kann dich gut verstehen. Liebe hat so viele Facetten!

      Danke für deine Gedanken und auch dir wünsche ich einen liebevollen Abend :o)

  4. So ähnlich geht es mir seit dem ich nicht mehr arbeite.
    Wenn ich keine Termine habe…
    Freiheit zu tun was mir gefällt oder eben auch nichts tun…ist schon schön

    Hab ein tolles Wochenende liebe Emily ♥
    kkk

    • Oh ja, das glaube ich dir. Man muss nur wissen, was man mit seiner freien Zeit anstellen möchte und das weisst du. Davon bin ich überzeugt! Genieße deine Zeit, liebe KKK. Jeden einzelnen Tag!

      Alles Liebe zu dir, Emily

  5. Freiheit – was bedeutet sie für mich? Für einen längeren Kommentar fehlt mir dazu im Moment die Zeit, bei knapp 1000 Mailnachrichten ;-).
    Gestatte mir etwas Zeit, dir darauf zu antworten. Im Moment möchte ich einfach erst mal nur wieder bei Jedem vorbeischauen.

    Liebe Grüße von Mandy

  6. Freiheit, ein großes Wort, ein hoher Anspruch.
    Wir dürfen auf unseren Blogs schreiben, was wir wollen, es macht uns niemand streitig.
    Ich kann Urlaub machen, wo ich möchte, wo mein Geld hinreicht
    Ich fühl mich soooo wohl…
    dir ein tolles Wochenende
    deine Bärbel

    • Und jeder interpretiert das Wort so, wie er es für richtig hält und empfindet.
      Du schreibst es, du fühlst dich wohl und das zählt!
      Freiheit, ein wahrlich schönes Gefühl, nicht wahr?!

      Hab einen schönen Wochenstart, liebe Bärbel ♥

    • Freiheit ist einfach ein wunderschönes Gefühl, das sich an vielen Orten und in vielen Situationen einstellen kann. Es freut mich, wenn sie dir gefallen haben.

      Herzliche Grüße zu dir, Emily

  7. Freiheit fängt damit an, sich selbst sehr gut zu kennen und zu wissen, was man will.
    Verspätete Grüße aus „Arbeitshausen“ (passt ja irgendwie auch zum Thema ;-))

    • Mit deinem Kommentar und in diesem Satz hast du alles gesagt.

      Und auch in Arbeitshausen immer mal schon an die Pause denken, gell?! 😉

  8. Ach, liebe Emily, deinen philosophischen Gedanken bin ich jetzt gerne gefolgt. Und auch deinem Ansatz, dass man Freiheit suchen gehen muss. Sie wird einem nicht gebracht.
    Ich wünsch dir eine gute Woche.
    Liebe Grüße von der Gudrun

    • Was wird uns schon auf einem silbernen Tablett geliefert, liebe Gudrun. Vermutlich ist es auch gerade die Suche nach etwas, was uns daran wachsen lässt. Dinge oder Gefühle, die wir bisher kaum beachtet haben, werden plötzlich wichtig und wollen Raum einnehmen. Wir lernen täglich dazu. Aber wem sag ich das 😉

      Hab auch du eine schöne neue Woche und alles Liebe, Emily

    • …flüchtig wie die Zeit… und doch hinterlässt sie einen Abdruck, den man nicht vergessen kann und will.

      Danke und auch dir liebe Grüße in die neue Woche!

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