Brot gebacken

In der letzten Woche habe ich an einem Brotback-Kurs teil genommen. Der Kurs fand auf einem nahegelegenen Bauernhof statt, auf dem die Brote generell noch alle hausgebacken werden. Der Bäcker läßt sich ausschließlich Waren aus der Region liefern und alles, was geht, in Bioqualität.

Dazu kommt, dass das Sauerteigbrot am Freitag immer im alten Steinofen gebacken wird und dann frisch in den Verkauf kommt.

Ohne Worte, sag‘ ich euch!

Einmal habe ich mir dort zum Brot ein Stück Kuchen gekauft, das ich am Nachmittag verknuseln wollte. Das Stück hat es gerade bis zur 2. Kreuzung geschafft. Es blieben lediglich 4 Krümel auf meinem Mantel übrig…

Dieser alte Steinofen, in dem gebacken nun gebacken wurde, stand in einem kleinen Haus, im Garten des Bauernhofes und wurde am Tag des Backkurses schon zeitig befeuert.

Wir bereiteten unterschiedliche Teige zu und formten daraus Brotlaibe und Brötchen. Zusätzlich rührten wir einige Aufstriche an und freuten uns schon sehr darauf alles probieren zu können.

Wir bereiteten alles in dem Bauernhof zu und trugen unsere Werke durch den Garten zu dem Backhäuschen.

Anschließend wurde der Ofen gereinigt und alle Brote und Brötchen gingen mit einem großen Holzschuber in den Hitzeofen.

Wir saßen derweil alle, schon hungrig und neugierig, an einem großen Tisch in diesem Backhäuschen und warteten gespannt auf die ersten Brötchen.

Der Bäcker öffnete die Tür und zog die Brötchen mit dem Holzschuber hervor.

Jeder schnappte sich eines der noch heißen Brötchen und konnte es kaum erwarten es zu „brechen“.

Es dampfte und duftete ungemein herrlich.

Mir lief augenblicklich das Wasser im Mund zusammen und ich erinnere mich gar nicht daran, wann ich zuletzt ein Stück Brot so bewußt gegessen habe.

Es war so was von lecker!!!

Lachend und erzählend saßen wir in gemütlicher Runde und aßen nach und nach, was der Ofen her gab.

Schnelles Brot (1 Brot):

Zutaten:

250 g Dinkel

250 g Weizen

1 EL Sonnenblumenkerne oder Leinsamen

10 Vollmeersalz

20 g Hefe

460 g Wasser

2 EL Naturjoghurt

wer mag 2 TL Brotgewürz

Salz, Hefe und Joghurt im Wasser verrühren. Die Sonnenblumenkerne oder den Leinsamen ebenfalls in die Flüssigkeit geben. Das Mehl wird nach und nach untergerührt. Den Teig 10 Minuten lang kneten (wichtig!).

Die Backform in den kalten Backofen stellen. Eine Tasse mit Wasser zusätzlich in den Ofen stellen.

Backzeit: 20 Minuten auf 220 Grad, dann 30 Minuten auf 190 Grad und 10 Minuten bei Nachhitze stehen lassen.

(2. Backschiene von unten)

Ein frisches Stück Brot ist etwas Herrliches und bewußtes Genießen ebenso.

Einfach mal wieder ausprobieren?!

😉

Alles Liebe in die neue Woche,

Emily

31 Gedanken zu „Brot gebacken

    • Und der Duft des frisch gebackenen Brotes durch die Wohnung wabert… toll…
      Vielleicht reizt dich das Rezept ja?!

      Liebe Grüße, die Emily

  1. Essen selbst zubereiten, auch backen liefert einen „wahnsinnigen“ Essgenuss. Das macht viel Arbeit und ist zeitaufwendig. Deswegen kostet ein Menü bei Sterneköchen viel Geld. Aber es lohnt sich. Aus Erzählungen weiß ich, dass vor Jahrzehnten 6-Pfünder Brote gebacken wurden, so viel Brote, bis der holzbefeuerte Backofen voll gelagert war. Das schmeckte halt „anders“ als das Industriebrot.
    C.H.

    • Absolut. Ich koche und backe eh gerne und verzichte nahezu auf industrielle Ware. Nicht, weil ich ein Öko bin, sondern weil ich einfach keine Zusatzstoffe künstliche Aromen vermisse. Kochen finde ich sogar entspannend und es macht Spaß. Man kann nicht immer alles selbst machen. Dazu fehlt einfach auch die Zeit, aber wenn es möglich ist… Und ein frisches Brot schmeckt eindeutig besser, als Industriebrot.
      Heute gibt es wieder eins 🙂

      Liebe Grüße, Emily

  2. Jetzt habe ich Lust auf Frühstück!!!….auch wenn mein Brot nicht so gut schmecken wird. Werde Dein Rezept ausprobieren. Also bitte den Artikel nicht löschen. Schreibe mir das Rezept nach Ostern raus.

  3. Mhmm lecker, ich kann den Duft schon bis hierher zu mir riechen! 🙂 Ich wollte schon immer mal selbst Brot backen. Dein Rezept wird notiert! Dankeschön!

  4. Guck mal, da haben wir ja was gemeinsam: ich habe nämlich in den letzten Wochen mehrmals Roggen-Mischbrot mit selbst angesetztem Sauerteig gebacken! Wenn’s nicht sooo gut schmecken würde!!! Aber der Aufwand ist beträchtlich.
    LG

  5. Ohja, frisches Brot ist köstlich!
    Und dann noch selbgebacken….mmmhhh, ich rieche das förmlich bis hier 🙂

    Übrigens habe ich heute Fotos von dem Wiener Restaurant im Blog. Wann geht es denn los?

    Ich schicke Dir einen lieben Gruß zum Mittwoch
    Katinka

  6. Ich zeig dir mal eine ganz, ganz tolle Seite, vom Micha, dem Brotbäcker. Da bekommst du den Duft vom frischen Brot in der Nase zu spüren, wenn man bei ihm im Blog unterwegs ist…

    Ich darf leider kein frisches Brot mehr essen, wegen der Hefe und dem Blähen. Aber ein 1 Tage altes Brot schmeckt auch noch super oder?

    Liebe Grüße zu dir, meine kleine Bäckerin 😉

    • Ach, dem Teig den Staus des Wunders entziehen, einen Teil backen, den nächsten morgen als Hefeknödel in Wasser ziehen lassen, den dritten Teil als Pizza auf den Grill werfen, den Rest einfrieren…. so ein Teig kann nämlich viel mehr bieten und verkraften auch, als eine Milliliter Pulle linksdrehender Werbemüllkulturen. Fragt die Dinkelschnitte…oder die quasi „Schleckerfrauen“ auf der Welt. Die müssen doch täglich backen. BWL / IrgendWasMitMedien hilft da nicht, Hefe schon. Das Mirakel Brot? Ist fast so alt wie Bier. Oder umgekehrt. Aber eins ist es nicht ….geheim.

    • Liebe Bärbel, mir geht es doch nicht anders. Der Tag hat nur 24 Stunden und die sind schnell futsch.
      Für mich passt ein Brot gut. In einer Woche ist es verspeist. Du könntest etwas einfrieren?!

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