Angekommen

Wenn man mal über die bis hierher geschriebene Länge der Anreise nachdenkt, müsste man meinen, bis hierher war ich schon ein paar Tage unterwegs.

Fehlanzeige!

Jedenfalls kam ich in der Tat nach einem wundervollen Flug an. Das lag unter anderem daran, dass neben mir ein Paar saß, dass während der Flugzeit maximal 4 Worte miteinander gesprochen hat. Neben mir war also alles richtig schön leise.
Ich stieg aus dem Flieger und ging ein paar Schritte, bevor ich die warme Luft tiiiiiief einatmete. Ich genoß die ersten Sonnenstrahlen und wußte, dass ich meinen Freundinnen schon ganz nah war.

Das würde ein Spaß werden. Ich freute mich riesig darauf die Mädels wieder zu sehen!!

Ich überholte also alles, was sich an Touristen vor mich her schob und spurtete zur Passkontrolle.

Blick auf die Uhr: Ich war gut im Rennen.

Warum dauerte das denn hier so lange?

Nachdem ich dieses Hindernis passiert hatte, stürmte ich weiter zu dem Typen der das Schild meines Reiseveranstalters hoch hielt.

Er: „Herzlich willkommen. Gehen Sie bitte zum Bus mit der Nummer 65. Gute Fahrt!“

Ich säuselte: „Die werde ich haaaben…“

So flitzte ich weiter zum Bus mit der genannten Nummer.

Ich: „Hallo! Da bin ich. Einmal zum Hotel bitte!“

Mein Gepäck wurde eingeladen und ich wollte mich gerade in den Bus schwingen, als der Fahrer meinte: „Wir warten noch auf ein paar andere Gäste.“

Pffffffffffffffffft. Hoffentlich würden die auch zügig kommen.

Ich blickte noch mal auf die Uhr. Immernoch gut in der Zeit.

20 Minuten sah ich sicherheitshalber noch einmal auf die Ziffern.

20 Minuten später. Was sonst?!

Wo bleiben denn die alle? ICH HAB DOCH KEINE ZEIHEIIIIIT!!

Ich: „Wie lange fahren wir denn wohl so?“

Fahrer: „Ach, etwa eine halbe Stunde.“

Dann würde ich immer noch pünktlich zum Abendessen kommen und meinen Koffer auspacken können.

45 Minuten später waren dann auch die anderen da. Töfte!

Der, der vor mir seinen Platz einnahm, rief erst mal seine Mutti an, dass er heile angekommen war.

Der Fahrer gab Gas. Die Sonne war mittlerweile hinter dem Horizont verschwunden und es war düster geworden.

Licht an dem Wagen war scheinbar Luxus. Der Fahrer stellte es nur dann an, wenn er zum Überholvorgang ansetzte.

Also, wenn ich mal genau darüber nachdachte, hatte ich plötzlich doch irgendwie Zeit.

Nach einer 50minütigen und wirklich, ziemlich spannenden Fahrt, kamen wir am Hotel an.

Ich blickte auf die Uhr und mir war klar, den Koffer auszupacken wurde eh völlig überbewertet.

Wir bekamen den Begrüßungstrunk gereicht, den ich hinabstürzte. So konnte ich mich schon mal zur Rezeption durchschlängeln. 

Die Mädels hatten mir eine Nachricht hinterlassen.

Ich platzte fast vor Freude. So schnell es mir möglich war, flitzte ich durch die Anlage, zog den Kofferträger ins Zimmer, drückte ihm etwas in die Hand, schloß die Tür hinter ihm, riss den Koffer auf, zog mich um und hechtete zum Restaurant.

Man hätte wohl denken müssen, dass ich eher auf der Flucht war, als im Urlaub. Aber das war mir jetzt so was von egal!

Ich überholte einen Gast auf der Treppe und lief in den Saal.

Tina stand mit einem (leeren) Teller in der Hand am Buffet, bevor wir auf einander zuliefen und sie mich kurzer Hand hoch hob (!).

Wie schön war das denn?!

Sie führte mich zum Tisch, wo auch Cameron und einige andere saßen und von nun an wurde das Wiedersehen kräftig gefeiert.

Im Zimmer hatten sie dann auch noch eine Überraschung für mich:

Ein Puschelempfangsengelschlummi

Noch einmal meinen herzlichen Dank dafür Mädels. Ihr seid echt super!!!

(Fortsetzung folgt)

Alles Liebe,

Emily

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23 Gedanken zu „Angekommen

  1. Vorfreude ist die schönste Freude. Nur nicht nerviges Warten.
    Dunkel fahren, mit Licht überholen. Passt irgendwie zu Zeitgenossen, die ich als junger Mensch kennen lernen durfte (musste). Einer hat immer bei der Bergabfahrt den Gang heraus gemacht.
    C.H.

    • Wie der hat den Gang raus genommen? Aus Spaß oder Sparsamkeit oder was? Ab dem Flughafen sind irgendwie alle so gefahren. Dann gewöhnt man sich vielleicht dran. Vielleicht…

      Liebe Grüße, Emily

    • Liebe Rose, ich freue mich immer über deinen Besuch. Auch dann, wenn du „nur“ lesen kannst. Rentner haben nie Zeit oder?! Allerliebste Grüße!

  2. Sie hob dich hoch? Dann biste leicht wie die Feder vom Flügel eines Puschelempfangsengels! 😯

    Andererseits, vllt. ist Tina ja besonders kräftig. – Ach, weiß der Geier. Hauptsache der Typ, der mit seiner Mutti telefoniert hat, war heile angekommen! :mrgreen:

  3. Ja, da wünsche ich euch Mädels aber einen schönen und spannenden Urlaub! Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass solch ein lustiger Trupp durchaus einen Ferienort unsicher machen kann….lach*
    LG von Rosie

  4. Es ist schon was Besonderes, wenn man im weit entfernten Urflaubsziel erwartet wird.
    Sowas gibt es wohl nicht allzu oft.
    Da hattest du ja ein Privileg, lach.

  5. Hört sich nach gelungenen Urlaubstagen an.
    Wusstest Du wohl noch nicht, dass man in Ägy ohne Licht Autofahren muss? Ich bekam da mal einen echt harten Rüffler von einem Polizisten! Sobald Gegenverkehr in weiter Ferne zu entdecken ist, schaltet jeder das Licht aus. Muss! Innerhalb Ortschaften darf man es überhaupt nicht einschalten.
    Blindflug nennt man so was. Nur niemand, auch nicht der Polizist konnte mir eine plausible Erklärung dafür geben, allerdings kursieren einige böse Witze darüber (aber halten wir Dein Blog sauber…) 😉

    • Oh jaa, das war so schön!
      Das mit dem Licht war schon abenteuerlich. Mir war völlig fremd, dass das Licht nicht eingeschaltet werden darf. Und der Polizist konnte dir das nicht erklären? Und dann machst du mich neugierig und erzählst keine Witze?

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