Kuchen backen!

Ich glaube, ich habe schon einmal vorsichtig darüber philosophiert, daß ich eindeutig besser kochen als backen kann.

Wenn man backen will, muß man sich ganz genau an die Mengenangaben halten. Hält man sich daran und hat man trotzdem die falsche Eiergröße, kann es sein, daß der Kuchen dennoch einfach nicht gelingen mag. Und das ist im Zweifel nicht gut!

Zur letzten Abteilungsbesprechung wollte ich dann mal wieder einen Kuchen mitbringen.

Es sollte ein einfaches Rezept sein (Gründe dafür s. o.). Und so entschied ich mich für einen Nuß-Schokoladenkuchen mit viel Schokolade in ihm und drum herum, sowie geriebenen Mandeln, 8 Eiern und einiges an Butter drin.

Soweit, so gut.

Ich stellte meine Küchenmaschine auf und schlug zunächst den Eischnee.

Den konnte ich dann schließlich beiseite stellen, während ich den Rest des Teiges fertig rühren konnte.

Was weg ist, ist weg!

So, fertig und weiter im Text.

Den Eischnee stellte ich derweil ins Bad. Da war es schön kühl.

Das Eigelb schlug ich mit der Butter fluffig. Das wollte zunächst nicht so wie ich es wollte und so gab ich schon mal den Zucker dazu.

Sah jetzt schon viel besser aus!

Mein Mini-Hechsler verschluckte sich leider ständig dabei, die Schokoladenstücke in geriebene Scheibchen zu verwandeln. Aber mit dem nötigen Druck geht ja fast alles. Nicht so schön war die Tatsache, dass das kleine Maschinchen anfing zu müffeln.

Nu ja…weiter …

Ich gab die geriebenen Mandeln und die Schokolade mit in die rührende Angelegenheit und fand, dass die Masse schon ganz schön kompakt war.

Nun kamen wir also zu dem spannenden Augenblick, in dem der Eischnee seinen Einsatz haben sollte.

Huch?

Es war immer noch jede Menge Eischnee da, aber ein Teil hatte sich schon … na ja…. verflüssigt. Irgendwie…

Der Rest mußte wohl reichen und so hob (!) ich ihn zaghaft unter.

Ja, zaghaft!

Anschließend goß ich alles in die dafür vorgesehene Silikonbackform, öffnete den Ofen und überlegte, wie ich die bis zum Rand gefüllte, weiche Silikonbackform wohl zum Ofen bekommen sollte…..

Aaaaaaaaaaaaaahhhhhhh!!!!

Über eine diagonale Grifftechnik (bitte keine Fragen dazu!) und viel Hoffnung, schaffte ich es, die Form zum Ofen zu tragen und auf das Backblech zu setzen.

Tättääätätääääääääääää!Tusch!

Ich stellte den Backwecker ein und war stolz wie Oskar!

Ein Blick auf meine Küchenzeile ließ den Stolz leider ganz schnell wieder schrumpfen.

Wer hat denn hier so eine Sauerei angestellt??? Das kann unmöglich ich alleine gewesen sein!!

Fast war ich mit der Küche fertig, da duftete der Kuchen auch schon.

Dabei war es eigentlich noch viel zu früh, um duften zu dürfen.

Ich zog sicherheitshalber mal den Ofen auf….

Hm, die oberste Schiene war wohl keine allzu gute Idee. Der ist mir schon eine Spur zu knusprig.

Mist!

Ich setzte ihn fluchs auf die mittlere Schiene. Damit hatte er die Chance auch in der Mitte noch fest zu werden.

Am Ende überzog ich den fertigen Kuchen und die Hälfte von meinem Gesicht und den Händen, sowie einem Teil meiner Bluse mit flüssiger dunkler Schokolade.

Jetzt war das Knusprige auch im Grunde gar nicht mehr so sichtbar.

Freudig präsentierte ich meinen Kuchen am nächsten Tag im Büro und jetzt bin ich erst einmal lange lange nicht dran mal wieder einen Kuchen mitzubringen.

Puuuuuh 😉

Alles Liebe,

die Emily

22 Gedanken zu „Kuchen backen!

  1. Liebe Emily,

    eigentlich ist für einen einfachen Rührkuchen gar kein Eischnee notwendig, den braucht man eher für Torten und Zucker und Eigelb werden zuerst cremig geschlagen, danach die ganz weiche Butter dazu und immer auf die mittlere Schiene bei Ober – Unterhitze.
    Falls du an einem leckeren Rührkuchen interessiert bist, dann kann ich dir gerne ein Rezept senden.
    Ich hoffe mal, dass der Kuchen aber geschmeckt hat.

    Herzlichst ♥ Marianne

    • In dem Rezept stand: Eischnee von den 8 Eiern. Ich versuche mich ja ans Rezept zu halten. Fehlt mir auch noch, dass ich da eigenständig kreativ werde. Dann wird das Ding schon gar nichts!
      Der Kuchen war…. nu ja…knusprig und einfach etwas herzhaft. Sozusagen 😉

      Alles Liebe ♥ Emily

  2. Tjahaa, es kann eben nie schaden, einen Plan B zu haben. Bäcker sage ich nur … und Kekse bis zum Abwinken! Subway hat ebenfalls extrem leckere Cookies. Die sehen auch voll selbstgebacken aus, jawoll!

    Apropos „mittlere Schiene“. Meine Öfen hatten bis heute generell vier Schienen. Hast Du eine amputiert oder hat Deiner drei? Fünf? Hach, ich komme da immer in Todder! *keuch* Natüürlich ist das der einzige Grund, warum ich fast nie backe. Wenn sich die Schienenfrage endlich klären ließe, sähe das ja anders aus. Aber so …

    • In meinem Fall brauche ich einen Plan Z 12-3. Mein Ofen hat auch 4 Schienen. Ich hätte nur an die anderen denken sollen ;o) Vielleicht sollte ich mir mal einen Knoten ins Küchentuch machen…

  3. Kopfkino an…

    Emily und Mandy beim Kuchen backen. Weitere Ausschweifeungen der Gedanken verbiete ich mir lieber. Liebe Emily, ich finde mich in soooo vielen Dingen bei dir wieder. Haben wir eventuell den gleichen Gengeber?

    • Liebe Mandy, vielleicht hat da „oben“ jemand derartige Gene verteilt. Ich weiß es nicht. Heute habe ich mit meinem Patenkind Plätzchen gebacken und die sind suuuuuuuuper geworden! Vielleicht sollte ich generell auf Plätzchen umsteigen?

  4. Hast du die Kommentare deiner Kollegen (wohlweislich) verschwiegen oder wolltest du hier keine reinen Lobeshymnen einstellen.
    Der Akt des Backens hätte auch bei mir passieren können.
    LG von Clara

    • Meine Kollegen waren entweder höflich oder ehrlich gemeint. Ich weiß es nicht, aber es ist kein einziges Stück übrig geblieben. Nüscht!

      Einen lieben Gruß zu dir, liebe Clara.

  5. Liebe Emily, mein Standard-Büro-Mitbringkuchen ist ein Rührkuchen mit einer großen Portion Baileys darin, der in der Guglhupf-Form gebacken und dick mit Puderzucker bestreut wird. Der ist wirklich total einfach, schmeckt super und saftig, und ich heimse jedesmal Lob ein. Beim Rührkuchen muss man auf jeden Fall darauf achten, dass man die Butter und Eier zum Backen rechtzeitig aus dem Kühlschrank holt, da sich die Butter bei Zimmertemperatur einfacher schaumig rühren lässt und die Eier die gleiche Temperatur wie die Butter haben müssen. Eischnee habe ich für Rührkuchen noch nie gemacht.
    LG von Rosie

    • Uiiii, mit Baile.ys geht der bestimmt extra gut! Was den Eischnee bei meinem Kuchen betrifft, so war die Schale auch noch fast zu klein! 8 Eiweiße steif zu schlagen, entspricht schon jeder Menge von dem Zeugs. Am Ende war ich froh, dass ich den noch unterheben konnte. Die Masse war ohne einfach zu kompakt.
      Jetzt habe ich ja erst mal Pause ;o)

      Liebe Grüße zu dir, Emily

  6. köstlich … beides … der Kuchen und dein Bericht *breitschmunzeln*
    Ich hab es auch nicht so mit der Backerei … nachzulesen in meinem Blog unter *Weihnachtskekse*, vor einem Jahr von mir verfaßt.
    Sei lieb gegrüßt ..

    • Der Kuchen wurde von den Kollegen durchaus gut angenommen. Oder waren sie einfach nur höflich? Nein! Bestimmt nicht… oder doch?! 😉
      Ich lese nach!

      Liebe Abendgrüße, Emily

  7. *lach*
    Das könnte ich sein – mir liegt kochen auch eindeutig mehr als backen.
    Die Kuchen, die ich bisher gebacken habe, kann ich an einer Hand abzählen 😉

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Katinka

    • Einmal habe ich einen Apfelkuchen gebacken und mich auch genau an das Rezept gehalten. Dann haben wir ihn angeschnitten und… er ist ausgelaufen! Wie gut, dass ich damit nicht alleine da stehe 😉

      Viele liebe Wochenendgrüße, Emily

  8. Ach Emily, hättest Du doch nur ein Foto geschossen, denn ich würde sooo gerne DAS sehen:
    „Am Ende überzog ich den fertigen Kuchen und die Hälfte von meinem Gesicht und den Händen, sowie einem Teil meiner Bluse mit flüssiger dunkler Schokolade“
    🙂

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