„Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“

Nun, da ist ja etwas Wahres dran! Und für uns kommt ab jetzt noch etwas Besonderes dazu.

Tom und ich fuhren während unseres Kurzurlaubes gemütlich durch die Weindörfer. Hier und da stiegen wir aus, gingen durch den Ort oder sahen uns nach Winzern um, die einen Weinverkauf hatten. Wir wollten ja nicht nur Wein verkosten, sondern auch die ein oder andere Flasche mit heim nehmen.

Es war noch ziemlich früh am Tag, als wir von der Straße aus ein nettes Weingut sahen. Der Winzer öffnete uns die Tür zur Weinstube und wir kamen gleich ins Gespräch.

Er war irgendwie drollig, so wie er vor uns stand. Er war sicher kein Kostverächter, hatte eine rote Nase und etwas glasige Augen. Mir wurde etwas Wein eingeschenkt. Ein bisschen davon und davon auch…schließlich war ich Mitfahrerin und hier geht es um eine äußerst wichtige Aufgabe! Ein guter Tropfen will gefunden werden.

Der Winzer redete und erzählte.

Na? Ob er heute morgen auch schon ein Gläschen hatte?

Egal, er war sehr herzlich.

Winzer: „Und schon mein Großvater hat immer gesagt: Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“

Wir nickten und stimmten dem Großvater zu.

Winzer: „Der Spruch ist nämlich auch von ihm. Er hat ihn sozusagen erfunden. Mein Großvater war das!“

Ich (war schon leicht lustig): „Na das is‘ ja n Ding!“

Da haben wir doch tatsächlich noch eine Berühmtheit getroffen!

Schließlich muß er mit Goethe verwandt gewesen sein. Habe ich aber auch erst später nach gegoooooogelt.

Hier noch ein vernebelter Blick auf Traben-Trarbach, bevor wir die Weingegend auch schon wieder verlassen mußten.

So viele wunderschöne, romantische und verträumte Orte warten auf Besucher, die Lust an der Natur und am Wandern haben und gern einen guten Tropfen trinken.

In diesem Sinne: Hin!

Alles Liebe,

Emily

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22 Gedanken zu „„Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!“

    • An der Mosel, an der Ahr … wir haben schon ein tolles Land mit wundervollen (Wein)Gegenden. Das muß man wirklich sagen.

      Danke dir und einen lieben Gruß in die Wärme, Emily

  1. Bei meiner vor Jahren stattgefundenen Fahrraqdtour entlang der Mosel und ein Stück Rhein war ich eine der „beliebtesten Mitfahrerinnen“ – aber nicht etwa wegen meiner blöden Witze, sondern wegen meiner Ablehnung gegenüber jeder Sorte von Wein. Ich weiß, ich bin ein Kulturbanause und sonstwas, aber er schmeckt mir in keiner Ausführung von weiß über rosé nach rot und von lieblich bis „Löcherzusammenziehend“ – nein, ich reichte meine Verkostungsbecher immer an meine Nachbarn – und allein das brachte meine Beliebtheitsskala so zum Steigen.
    Also, Emily, falls ich dich mal besuche – für dich einen Wein und für mich ganz banal ein Alsterwasser oder ähnliches.
    Lieben Gruß von Clara, die richtig ins Plaudern gekommen ist (das Alter)

    • Liebe Clara, ich mag deine Plaudereien! Man muß ja auch nicht alles mögen, wobei ich selbst auch eine Weinliebhaberin bin. Ich finde, dass wir gerade in Deutschland wirklich wunderbare Weine herstellen. Die sind schon eine Sünde wert und dazu muß man nicht in die Ferne schweifen. Dazu kommt, dass sie mir dort, wo sie hergestellt werden, noch mal so gut schmecken und zu hause eine wunderbare Erinnerung an schöne Zeiten sein können. Träumereien. Siehst du, jetzt bin ich auch ins Plaudern gekommen;o)

      Einen ganz lieben Gruß zurück zu dir!

    • Danke dir! Das Nebelbild hat etwas. Original war es natürlich noch um ein Vielfaches schöner. Der Nebel war so zähflüssig und waberte über den Hügel. Sah echt toll aus.

      Einen schönen Montagabend wünsche ich dir!

      Emily

  2. Ja klar, wir waren ja schon dort. Es war wundervoll. Ist allerdings schon etliche Jahre her. Noch keine Digi-Fotos, das sagt alles….
    Tolles Abschiedbild.
    Und du hast also den richtigen, guten Wein gekostest und erstanden….

    • Ob der Wein richtig und gut ist, weiß ich gar nicht so genau. Aber er schmeckt himmlisch! Wenn ich es so überlege, hätte ich noch mehr mitnehmen sollen hihi…

      Danke dir & hab einen schönen Wochenstart!

  3. Da, weiß ich auch noch einen schönen Spruch, liebe Emily:
    „Man kann, wenn wir es überlegen,
    Wein trinken fünf Ursachen wegen:
    Einmal um eines Festtags wegen,
    sodann vorhandenen Durst zu stillen,
    ingleichen künftigen abzuwehren,
    ferner dem guten Wein zu Ehren.
    und endlich um jeder Ursache willen.“
    Spruch von Friedrich Rückert, (1788 – 1866)
    LG von Rosie

    • Danke dir, für den schönen Spruch, liebe Rosie. Der gefällt mir arg gut! Und so schlau der Friedrich…finde ich.

      Herzlichen Dank und eine schöne Woche für dich.
      Liebe Grüße,
      Emily

  4. Ich finde es bei Gedichten von Thorben Passmanns, als Sprichwort. Aber Goethe ist erst seit Beginn des Jahrhunderts als Autor genannt- wie bei so vielen Zitaten.
    Per Google als ältesten Beleg zu „Das Leben ist zu kurz um..“:

    Laurence Sterne, Yoricks empfindsame Reise durch Frankreich und Italien: aus dem …, Band 1, 1769, S. 155
    Das Leben ist zu kurz um lange Komplimente zu machen.

    Na bitte… Darauf ein Glas Wein – aber von dem feinsten…

    • Na Prost!

      Herzlichen Dank für deine Suchunterstützung, lieber Jörg! Da sieh‘ mal einer an, wer nicht schon alles von der guten Seite des Lebens weiß und berichten kann! So 😉

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