Und dann war da noch der Brummer…

Gestern berichtete ich von der Käferfliege, die ich (hoffentlich) habe retten können. Während das Fenster bei meiner Rettungsaktion geöffnet war, muß eine riiiiiiiesige Fliege in den Büroflur geflogen sein.

Was    für    ein    Brummer!

Ich nahm sie erst wahr, als ich wieder im Büro saß und es hinter mir los brummte.

Es hatte etwas, wie ein Mini-Rennauto. Das Summen war erst weiter entfernt, kam näher, wurde lauter und brauste mit einer irren Geschwindigkeit an meinem linken Ohr vorbei. Die Fliege hatte richtig Speed drauf und flog prompt gegen die Fensterscheibe.

Aua! Das gab Kopfschmerzen! Da sieht man mal wieder, dass Geschwindigkeit nicht immer sinnvoll ist!

Diese Mega-Fliege hatte aber scheinbar nicht daraus gelernt, sondern versuchte weiterhin durch die Fensterscheibe zu fliegen.

Ein Fall für Super-Emily!

Ich schnappte mir einiges an Papier und scheuchte den Brummer auf den Flur zurück. Das war überhaupt nicht einfach, da die Fliege lieber weiterhin durch die Scheibe nach draußen fliegen wollte.

Wie sollte ich erklären, daß sie das aber nicht kann?

Ich spreche ja kein Fliegisch. Also blieb nur die Scheucherei.

Irgendwie flog der Brummer dann durch den Flur und hin zu dem Fenster, durch das er gekommen war.

Ich öffnete das Fenster und nun muß ich gestehen, daß ich jetzt doch mit ihr kommunizierte. Ich dachte ja, es hört mich niemand…

„Na komm’…schnalz mit der Zunge…na komm‘ schon….na flieg‘ doch…“

„Frau Rosensteuz, ist alles gut bei Ihnen?“

Augenblicklich erkannte ich die Stimme von meinem Chef. Ich drehte mich um und sah in zwei belustigte Augen. Er zog eine Augenbraue hoch und legte den Kopf schief. Abwartend.

„Ich? Äh…bei mir? Jaaaa. Sicher! Ich… wissen Sie …stottern macht die Sache auch nicht besser …da war eine Fliege…also eine gaaaaaaanz grooooooooße dicke Fliege nämlich! Und die ist jetzt aber nicht mehr da… weil … sie ist wieder raus geflogen.“

Sicherheitshalber zeigte ich noch mal auf das geöffnete Fenster.

Chef: „So, so. Fliege. Mmmmh.“

Grinsend drehte er sich um und ging zurück in sein Büro.

Schnell schloß ich das Fenster. Wer weiß, was mir sonst noch alles begegnet wäre 😉

Ein schönes Wochenende &

alles Liebe,

Emily

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22 Gedanken zu „Und dann war da noch der Brummer…

  1. Das war bestimmt Willy, die alte Schmeißfliege. Den hatte ich zu dir geschickt, um was abzuholen und du scheuchst ihn einfach so von dannen…

  2. du bist schon eine echte Tierfreundin …. nimmst sogar das erstaunte Kopfschütteln deines Chefs in Kauf … hihi ….. ich wüßte auch gern, was er in diesem Moment gedacht hat …. schade, das erfährt man leider niiiieee.

    • Hab ihn ja nicht gesehen, liebe Rose! Das war mir dann doch schon peinlich. Irgendwann werde ich schon erfahren, was er sich so gedacht hat… eieiei 😉

  3. Hey, Du liebst Tiere. Ein anderer hätte den Packen Papier genommen und draufgehauen. Oder hattest Du Angst um die Scheibe??

    Einen schönen Sonntag auch für Dich
    Harald

    • Nein, ich mag die Tiere. Warum sollte ich sie abmurksen? Und wer macht die Schmiererei vom Fenster weg? Iiiihhh…

      Einen schönen Abend und liebe Grüße, Emily

  4. emily, die fliegenretterin lach
    ich werde bei dem gebrumme auch immer nervös und versuche sie nach draußen zu locken. doch manche wollen ja nicht, da bleibt nur die klatsche. letztens warf ich eine fliegenleiche ins klo und egal, wie oft ich spülte, das biest blieb oben. ob das die strafe für meine untat war??:)))

    fröhliche grüße von babsi

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