Der letzte Urlaubstag – ein Original!

Als ich an meinem letzten Urlaubstag erwachte, fühlte ich mich irgendwie gerädert. Ein seltsamer Traum hat sich in den letzten Minuten Platz in meinem Hirn erobert. Manchmal frage ich mich, wie man auf manche Trauminhalte kommt?! Kann ich mir keine Blümchen vorstellen? Ein gigantisches Kuchenbuffet, das ich plündern kann?

Während ich mich zum Frühstück fertig mache, lege ich das ein oder andere Teil meiner Kleidung schon einmal in den Koffer.

Meine Güte, wie schnell verging diese Woche?

Ich atmete tief und war mir sicher, ich brauchte erst einmal einen Hektoliter Kaffee. Das Kofferpacken lief mir wohl kaum weg.

Am Restaurant war schon mächtiges Gewusel, aber ich erkannte noch einen freien Tisch auf der Terrasse. Dieses Gewusel ging mir an diesem Morgen mächtig auf den Keks.

Ich hockte mich an den großen Tisch. Die Mädels würden sicher auch gleich eintreffen. Müde und abgespannt stützte ich meinen Kopf auf beiden Händen ab und hoffte auf ein Einsehen der Kellner. Vielleicht würden sie mir ja eine extra große Kanne Kaffee bringen? Vielleicht aber auch nicht?

Ein Franzose kam an meinen Tisch und erklärte mir, in brüchigem Englisch, daß dieser Tisch für ihn und seine Kumpels reserviert war.

Na super!

Ich bemühte mich um ein Lächeln, daß heißt, ich zog meine Mundwinkel nach außen und schlurfte knurrig in den Innensaal.

Egal, ist eh viel schöner hier.

Sicherheitshalber deponierte ich meine Tasche auf einem der Stühle und holte mir den ersehnten Kaffee eben selbst, ehe ich mich wieder auf den Stuhl fallen ließ.

„Ist hier noch frei?“, fragte mich ein Animateur.

Ich: „Na klar…“ und ich dachte: Aber erzähle mir bloß keine Witze oder fange eine Unterhaltung an. BITTE NICHT!!

Nö, stattdessen begann er zu schmatzen. Bevor ich ihm seine Crunchies über seine Hose kippen konnte, holte ich mir auch erst einmal etwas zu Futtern.

Als ich zurück kam war der Animateur verschwunden. Tina und Silke kamen glücklicherweise dazu. Silke war im Laufe der Woche zu uns gestoßen und paßte prima in unsere Runde.

Ich sah aus dem Fenster und beobachtete einen ziemlich merkwürdigen Typen. Er trug seinen Fotoapparat mit einem Bändchen am Handgelenk und blickte dabei elitär drein.

So eine Flachpfeife.

Ich mußte mich bewegen, somit mußte der anschließende obligatorische Sportkurs sein. 1. machte er den Kopf frei und 2. mußte ich mein Sportprogramm schließlich gebührend beenden, bevor wir gemeinsam ein ausgiebiges Extrem-Sonnenrelaxing starteten.

Tina, Silke und ich lagen bereits am Pool, als Cameron um die Ecke bog: „Ich habe da gerade einen totaaaal netten Typen an der Rezeption getroffen. Ist das okay, wenn der sich zu uns legt?“

Augen auf bzw. Buch beiseite: „Klar, warum nicht?!“

Cameron: „Mit dem konnte man wirklich gut reden.“

Auch sie machte es sich auf der Liege gemütlich.

So, und jetzt ratet WER auf unsere Liegen zu kam? Na? Richtig! Flachpfeife.

Ich fand, er grinste blöd. Oder konnte man mir heute einfach nur wenig recht machen? Ich sah noch mal genauer hin. Nein, er grinste eindeutig blöd.

Flachpfeife: „Hallo!“

Ein murmelndes „Hallo“, kam denn auch von uns zurück.

Flachpfeife: „Wo ist denn wohl Westen?“

Cameron: „Hm, da würde ich meinen. Wieso?“ Sie zeigte in Richtung Strand.

Flachpfeife: „Dann kann ich meine Liege entsprechend ausrichten. Auf diese Weise kann ich die Sonnenkraft optimal ausnutzen.“

Nee, ist klar. Meine Güte, hat der einen an der Waffel…

Flachpfeife richtete sich aus und legte sich auf eine Liege. Ich blickte über den Rand meiner Sonnenbrille und beobachtete dieses Gehampel kurz.

Er spreizte seine Arme ab und ließ sie seitlich herab hängen. Damit gab er einen Blick auf die behaarten Achseln frei. Mir wurde klar, ich mußte meine Liege drehen. Am besten nach Osten oder in eine andere Anlage…

Und wer saß am Abend an UNSEREM Tisch? *%&///$$*

Der letzte Tag ging irre schnell vorbei. Gemeinsam genossen wir den letzten Abend, bevor es am nächsten Morgen sehr sehr früh bereits in Richtung Heimat ging.

Schön war’s 😉

So, nun hat der Alltag mich dann auch wieder!

Alles Liebe,

Emily & Jacques on tour

Abspann:

@Cameron: Danke, daß ich mit deinem NASA-Kulli schreiben durfte. Ich bin immer noch stolz drauf *g* Ich denke super gerne an den ein oder anderen Mojito zurück :mrgreen:

@Tina: Vielleicht sehen wir uns in dem ein oder anderen Club mal wieder 😉

@Bambi: Laß‘ dich bloß nicht unterkriegen! Ich drücke dir die Daumen!

@Silke: Wir sehen uns in München! Versprochen!

@Kellner: Jungs, daß mit dem Kaffee in Notsituationen am Morgen muß schneller gehen!

Advertisements

26 Gedanken zu „Der letzte Urlaubstag – ein Original!

  1. Der letzte Tag steht uns erst noch bevor. Und er wird wohl ebenso schmerzhaft wie deiner werden.

    Ach ja, ich hätte der Flachpfeife einen Einweg Rasierer als Abschiedsgeschenk hinterlassen…

    • Vermutlich hätte ich den Einwegrasierer auch erst nach Westen ausrichten müssen. Wer weiß 😉

      Und weißt du was, liebe Mandy? Der nächste Urlaub kommt bestimmt!

  2. *schmunzel* das kann mir nicht passieren, wir bleiben unter uns und machen alleinverfleger und unterhalter ich sehe also morgens den nackten sexy oberkörper meines schatzes…huch aufhören mit träumen die kids sind ja auch bei…ok also grinsende schokoverschmierte gesichter 😀

    ps: sorry so einhändig tippt sich schwer, noch immer mit kühlpacks bewaffnet

  3. Flachpfeifen gibt’s wohl überall 😉

    Aber so lang es schön war, ist der Rest ja zu verkraften 🙂

    Liebe Grüße.

    • Ach sicher! Da kann die Gruppe noch so klein sein. Manchmal ist es auch nur eine Blockflöte 😉

      Schönen Abend & liebe Grüße!

  4. Oh nein, oh nein! Ich bin voll im Verzug! Das hat man davon, wenn man wochenlang nicht kommentiert. Ich konnte aber auch nicht ahnen, dass Du nur 24 Stunden im Urlaub bist! Oder war es länger? Himmel, wo bleibt bloß die Zeit im Moment?

    Ich komme dann die Tage nochmal wieder und kontrolliere jedes einzelne Wort. Und wehe, ich stelle irgendwo fest, dass Dein Urlaub nicht unschlagbar gut war. Dann … dann … musst Du sofort wieder los, jawoll! 😉

    • Ich war höchstens 24 Stunden wech 🙄

      Vielleicht packe ich vorsichtshalber gleich mal wieder den Koffer, für den Fall, daß du doch noch etwas findest, was verbesserungswürdig ist. Ja, genau.

      Brauchst du die EMail-Addy von meinem Chef?

  5. 😆 Emily… die Flachpfeife hast du herrlich beschrieben… ein unheimlich intelligent wirkender Mensch…*brüll*
    Danke! Danke! Danke! Deine Blogbeiträge sind einfach nur genial! 🙂

  6. Hat Flachpfeife auch die Finger und Zehen gespreizt, damit es dazwischen auch optimal bräunt?
    Konnte den Eumel direkt sehen, als ich den Bericht las! ohboy!

  7. Hihi, wieder klasse geschrieben – als wäre man dabei 🙂

    Fein, dass Du trotz Flachpfeifen und ähnlichem einen tollen Urlaub hattest!

  8. Auf jeden Fall hattest du viel Abwechslung, liebe Emily!!!! 🙂

    Wird Zeit ~ nach dem Lesen deiner Geschichten wurde mir das klar… ~, dass ich wieder einmal Urlaub mache… 🙂

    Sonnige Grüße zu dir und schöne Nachwirkungen ohne Nebenwirkungen 😉
    Alles Liebe, Elisabeth

    • Liebe Elisabeth,

      die hatte ich tatsächlich! Und ganz ehrlich, hin und wieder muß ein Tapetenwechsel einfach sein. Also schnapp‘ dir den nächsten Katalog und verwirkliche die Pause!

      Alles Liebe für dich, Emily

  9. ich glaub,solche flachpfeifen dürfen in keinem urlaub fehlen.
    man muss ja immerhin auch etwas lustiges zu erzählen haben,nech? 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: