Heidelberg

Von Heidelberg will ich noch erzählen bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte. Ich sagte ja, Heidelberg war gar nicht ganz sooooo weit von St. Martin entfernt. So entschied ich mich eines Morgens dazu, dieser schönen Stadt einen Besuch abzustatten. Irgendwie hatte ich da eine Stimme im Ohr die mir sagte, diese Stadt dürfe ich mir nicht entgehen lassen…

Heidelberg ist wirklich eine Reise wert. Unverkennbar befindet sich die Ruine des Schlosses Heidelberg hoch oben über dem Neckartal. Es liegt wie auf einer Terasse am Königsstuhl. Die Geschichte sagt, daß hier, bis zum Dreißigjährigen Krieg, viele der bedeutendsten deutschen Höfe residierten. Das Schloß und auch die Gartenbaukunst entspricht hauptsächlich – würde ich sagen – dem Renaissancestil. Leider wurde das Schloß in Folge des Pfälzischen Erbfolgekrieges nahezu komplett zerstört und geplündert, wenn auch später in einigen, wenigen Teilen wieder aufgebaut.

Mit einer Seilbahn kann man weiter hinauf zum Königsstuhl, dem höchsten Punkt Heidelbergs, fahren. Hier werden rund 550 Meter über dem Meeresspiegel gemessen und man bekommt einen traumhaft schönen Überblick über den Neckar und Heidelberg. Die Seilbahn wird als die älteste, elektrisch betriebene Standseilbahn bezeichnet und hat eine enorme Steigung zu bewältigen. Wer dort ist, sollte die Tour unbedingt einmal gemacht haben. Die Fahrt ist wirklich beeindruckend! Man fragt sich unweigerlich, wie das Ding da hoch kommt!

Wer will kann dort oben noch wandern oder Kunst bewundern. Fährt man wieder hinab, kommt man, ein paar Schritte weiter, in die schöne Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen und einem großen Marktplatz, der zum Pausencappuccino einlädt. Wenn die Sonne scheint, muß man hier eigentlich eine Pause einlegen und den Blick auf das schöne Schloß genießen.

In einer Einkaufsstraße befindet sich übrigens ein kleiner Bäcker, der Schneeballen anbot. Bisher dachte ich, bei Gebäck macht mir so schnell niemand etwas vor, aber diese runden Leckerlis kannte ich bisher nicht. Hier handelt es sich um ein Gebäck, das aus dem Fränkischen stammt. Das Rezept ist schon über 300 Jahre alt und besteht aus Mürbteigstücken, die zu einem Schneeball gepreßt werden. Es gibt sie mit Zucker & Zimt (den hatte ich, um meinen süßen Zahn zu versorgen), aber auch mit Marzipanfüllungen, Schokoüberzug und was weiß ich noch alles. Davon gibt es kein Bild, weil ich den armen Kerl fast komplett zerbröselt habe. Aber ein Test war es wert! Und die Tauben waren glücklich, weil ihnen das Frühstück zu Füßen lag.

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Emily on tour

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15 Gedanken zu „Heidelberg

  1. Obwohl ich nur etwa 50 km von Heidelberg entfernt wohne, bin ich noch nie über den ‚Das will ich unbedingt mal sehen‘-Vorsatz rausgekommen – für dieses Jahr war der immerhin schon notiert, damit ich ihn auch mal anpacke und dein Bericht und die Bilder machen auch wirklich jede Menge Lust darauf.
    Spätestens mit dem Bild vom Apotheken-Museum hattest du mich ja. 😀

    Erstaunlich, dass die 1769 schon einen Sinn dafür hatten, Dinge als Sehenswürdigkeiten zu erhalten. Ich hätte damals ein eher pragmatisches Vorgehen erwartet.

    Dankeschön für’s Mitnehmen! 🙂

    • Liebe Katja, es freut mich sehr, daß dir meine Bilder gefallen haben und dich auch noch animieren, wirklich hinzufahren! Ich habe so einige Bilder im Apotheken-Museum eingefangen. Wenn dich noch mehr interessieren, maile ich dir gern noch etwas.
      Wenn du dann dort bist, versuche mal einen Schneeballen. Es gibt Fluffigeres, aber interessant waren sie dennoch.

      Laß mal von dir lesen, wenn du dort warst!

      Viele liebe Grüße an dich, Emily

      • Die Bilder würde ich sehr gerne sehen! Alte Apotheken und ihre Gerätschaften und Fläschchen und oft ja auch noch Kräutergärten finde ich immens reizvoll. 🙂

        Es wäre sehr lieb, wenn du mir die wirklich mailen würdest! 🙂 Meine Mailadresse müsstest du durch die Kommentare haben, nein?

  2. wow, ich hab das Gefühl, ich kenn‘ mich in Deutschland gar nicht aus… vielen Dank wie immer fürs Teilhabenlassen und einen schönen Restsonntag Dir!
    Tolle Fotos!

    • Deutschland ist aber auch so wahnsinnig vielschichtig, finde ich. Es hat irre viel zu bieten und es macht Spaß das eigene Land zu entdecken.

      Schön, daß du wieder einmal mitgekommen bist 🙂

      Danke & liebe Grüße!

  3. Wir waren vor vielen Jahren mal dort, (kann 1988 gewesen sein) wohnten damals oberhalb des Schlosses. War immer ein wunderbarer Weg fast durchs Schloss runter in die Stadt.
    Inzwischen haben wir schon ein paarmal einen kurzen Abstecher dorthin gemacht. Es ist ein wunderbare Stadt. Leider haben wir nur Analoge Bilder davon.
    Ein Besuch lohnt auf alle Fälle, mindtestens einer.

    • Liebe Bärbel, dann hattet ihr aber eine nette Bleibe! Wie schön. Die Stadt war schon recht gut besucht, aber noch nicht zu voll, daher hat sich der Besuch doppelt gelohnt. Würde ich auch noch einmal hin fahren 🙂 Es gibt Orte, die sieht man einmal und nie wieder. Nö, Heidelberg könnte ich gern noch einmal besuchen.

      Drück dich & liebe Grüße!

  4. Hallo Emily, da meine Tochter dort studiert hat und jetzt in der Nähe wohnt, war ich schon ein paar Mal dort und habe die historischen Köstlichkeiten genossen. – Neu waren mir deine erwähnten Schneeballen, leider ohne Foto. ICh glaube, die gibt es bei uns auf Weihnachtsmärkten.

    • Für das Bild war ich zu langsam, oder mit der Schnute zu schnell. Je nach dem 😉 Es sind tatsächlich Mürbteigfetzen, die zu einem Ball zusammen gepreßt und dann gebacken werden. Am leckersten ist das süße Zeug drum herum. Ich hatte sie zuvor noch nie gesehen.

  5. Hallo Emily,

    heute Sonntag, habe geguckt.
    Heidelberg sieht ja auch super schön aus, tolle Fotos und wieder herzlichen Dank für Deinen Bericht! Ich glaube, Deutschland kenne ich noch gar nicht. Ist es hier echt so schön? Dann stimmt es wohl, auch Deutschland ist immer eine Reise wert. Vielen Dank und einen schönen Sonntag! LG Ute!

    • Liebe Ute,
      ich finde Deutschland wirklich sehr interessant. Die Nordsee ist anders als die Ostsee, der Harz, die Berge, die Seen und so vieles mehr. Es ist hier so abwechslungsreich. Okay, man hat keine Sonnengarantie wie in Ägypten ;-), aber ansonsten finde ich es schon spannend. Auch unsere Geschichte ist so vielfältig.

      Alles Liebe zu dir, Emily

  6. Meine Großeltern wohnten in Mannheim, wir haben sie oft in den Schulferien besucht, und des Öfteren Abstecher nach Heidelberg gemacht. Allerdings kann ich mich leider nicht mehr an dieses schöne Städtchen erinnern…
    Liebe Grüße!

  7. Du kommst sicher noch mal hin, liebe Margot! Du bist doch auch gern mal unterwegs und wer weiß… ?! 😉 Die Gegend dort ist wirklich empfehlenswert.

    Herzliche Grüße an dich, Emily

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