„Wie haben Sie das angestellt?“

Tja, diese Frage wird mir in den letzten Tagen ja nun häufiger gestellt.

Vor mir sitzt ein Herr und notiert Maße meines Beines in ein Heft mit vielen bunten Zeichnungen. Während er schreibt, sieht er erwartungsvoll zu mir und fragt freundlich, wie interessiert: „Sagen Sie, wie haben Sie das denn angestellt?“         Dabei zeigt er mit seinem Stift in die Richtung meines Beines.

Ich sehe ihn an und überlege, ob ich ihm nicht mal etwas anderes erzählen sollte:

„Tja wissen Sie… ich bin’s. Emily Rosensteuz. Ich bin die letzte Drachentöterin dieser Erde und gerade komme ich von einem extrem schwierigen Auftrag zurück. Ich dachte schon, ich hätte ihn erlegt… er war so groß wie ein Haus müssen Sie wissen… aber bevor er endgültig die Augen schloß, hüstelte er mir seinen letzten feurigen Atem entgegen und erwischte mein Bein…“

Oder…

„Ich war gerade in Paraguay auf einem Selbstfindungstrip. Eine Woche lang hatte ich mich schon von Blümchen ernährt, Bäume umarmt und nun lief ich über glühende Kohlen, bin gestolpert … und na ja…hab‘ mich auf’s Maul gelegt…“

Oder…

„Sauna! Ich bin auf den Ofen geklettert, statt auf die Holzbank. Ich war noch nicht so oft da!“

Irgendwie kommt es mir nun fast profan vor, dem Typen vom Teewasser zu berichten! 🙄

Alles Liebe,

Emily, die sich nur noch Saft aus dem Kühlschrank holt!

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43 Gedanken zu „„Wie haben Sie das angestellt?“

  1. Also, beide Geschichten lesen sich super! Kannste die nicht irgendwie miteinander kombinieren?… Und dann an die B…-Zeitung verkaufen…: „Deutsche Drachentöterin im Dschungelcamp schwer am Bein verletzt!“ 😉
    Liebe Grüße!

  2. HACH, ich hätte zu gern das Gesicht des Herrn gesehen, wenn Du sowohl die eine als auch die andere Geschichte erzählt hättest:-) Gut dass es wärmer geworden ist und Du Dich nicht mehr mit heissem Tee aufwärmen musst… 😉 Liebe Grüsse Andrea

    • Ach, ich bin ja so eine Frostbeule. Tee geht quasi immer! Ich würde mich auch in eine Heizdecke einmummeln, aber DAS ist mir dann doch zu gefählich. Stelle dir mal vor, das Ding hätte nen Kurzschluß! 😉

      Viele liebe Abendgrüße, Emily

  3. Wenn du die Saunastory mit wirklich todernstem Gesicht rübergebracht hättest, der hätte es geglaubt und zu Hause seiner Frau von einer stinkbesoffenen Saunabesucherin erzählt, die in ihrem Dusel die Bank mit dem Ofen verwechselt hat.
    Allerdings sehen Verbrühungswunden eben doch anders aus als Verkohlungen oder Verbrennungen. Also nur dem sagen, der nicht hinguckt oder medizinisch nicht Bescheid weiß.

    • Hey, mit II b) war ich schon nah dran 😉

      Wo stand was von Alkohol? Käme für mich ja niiiiiiiiiiiiiie in Frage! Prosecco in der Sauna? Niemals!

  4. Du fehlst im Dschungel-Camp!
    Ganz klarer Fall!

    Dann kannst du ihm sogar die Wahrheit erzählen.
    Aber ehrlich, deine Akte ist wohl inzwischen recht dick, dass sich niemand mehr die Zeit nimmt, sie zu studieren, denn das ist offensichtlich die Voraussetzung….

    Ach, meine Emily, es ist alles nicht so leicht 😉

    • Aber leicht hat’s einen *kicher*

      Ach jaaa, bald ist es geschafft. Bestimmt 😀

      Im Dschungel würde ich bestimmt aufräumen. Nur die Aufgaben müßten sie alleine machen. Da sind auch Spinnen nicht?!

  5. Du mußt dich ganz schön heftig verbrüht haben, die vielen Arztbesuche lassen das vermuten. Tut mir sehr leid.
    Gute Besserung.

    Herzlichst ♥ Marianne

    • Das war jetzt ein Typ, einer Firma, die schicke Sachen anfertigt 😉 Der kannte mich NOCH nicht. Noch nicht … *g*

      Danke dir & viele liebe Grüße an dich zurück!!

      Emily

  6. ich mag deine Geschichten sehr gern, und lache auch darueber. ist nur schade, dass es eben um deine Verletzung geht, die scheinbar nicht so heilt. Ich wuensche dir alles Liebe udn gute udn dass es bald richtig heilen soll. Es wird ja langsam an der Zeit.

    • Hm, jaaa. Es dauert alles ein wenig, aber es war auch nicht wirklich einfach. Aber es wird ganz sicher bald besser!
      Vielen herzlichen Dank für deine lieben Wünsche Vivi. Das tut gut 🙂

      Alles Liebe, Emily

  7. Ja, das Ding mit dem Saunaofen find ich herrlich. Wenn auch das eigentliche Geschehnis nicht lustig ist, du bist ne Wucht, liebe Emily.:D

    Liebe Grüße von der Gudrun

  8. Liebe Emily
    ich bin total verwirrt! Wieso zeichnet ein Mann deine Beine? Und wie hast du das mit dem Drachen nur geschafft? Hat dir die Bohnermaschine dabei geholfen, ihn zu bezwingen? lol
    Liebe Gutenachtgrüße, Martina

      • Ach, das passiert mir auch immer wieder 🙂

        Ich bekomme etwas Schickes angepaßt, damit die Narben so winzig wie möglich bleiben. Ansonsten habe ich die Bohnermaschine aus der Sauna geholt (da war die nämlich versteckt!), habe das Ding frisiert, bin dem Drachen in Paraguay über den Weg gelaufen und habe dann mit ihm gekämpft. Na ja, das Ende kennst du ja *kicher*

        Hab noch ein schönes Wochenende und alles Liebe, Emily

        • Oh, na dann drücke ich dir ganz fest die Daumen, dass die Narben ganz verschwinden und dass deine Heilung schnell und bestens verläuft. Das ständige zum-Arzt-rennen-müssen klingt nämlich nicht so lustig und dann wirst du auch noch vergessen… Liebe Emily, ich glaube, 2011 kann nur besser werden! 🙂
          Das mit dem Drachen und der Bohnermaschine beeindruckt mich nach wie vor wahnsinnig! Ich bin total stolz, dich virtuell zu kennen, so eine tolle Heldin! 😀
          Fühl dich fest umarmt, deine Martina – die dir noch ein supernettes restliches Wochenende wünscht

  9. liebe emily

    sowas bringen auch nur bestimmte menschen zusammen :))) tröste dich, ich gehöre auch dazu. wenn meine mutter an meinem burzeltag nicht gewesen wäre, hätten die ärzte das vergnpgen gehabt, in meinem fuß nach scherben zu suchen.
    alles liebe weiterhin für dich
    babsi♥

    • Au mensch! Paß schön auf dich auf, liebe Babsi! Aber ich habe ja schon oft gelesen, daß du leider auch ein Händchen für solche Mißgeschicke hast.

      Viel Gesundheit & alles Liebe ♥

      Emily

  10. Sach mal, verwandt sind wir aber nicht oder? Deine Geschichten erinnern mich irgendwie an meine Aufenthalte in der Klinik und den unglaublichen Begegnungen mit den Weißkitteln…

    Ich lese gerne bei dir, denn dein lockerer Schreibstil gefällt mir. Bitte mehr solcher Geschichten. Liebe Grüße an dich. Mandy

    • Liebste Mandy,
      genau das ist ja so oft der Punkt. Viele Dinge erleben wir alle. Ich drehe sie halt nur ins Lustige, dann nerven sie nicht mehr so 😉

      Es freut mich sehr, daß dir mein Geschreibsel gefällt! Das ist ein wirklich schönes Kompliment!

      Hab ein wunderschönes Wochenende & liebe Grüße,

      Emily

  11. Der Drachen so groß und eigentlich unbezwingbar, der dann endlich rührungslos am Boden liegend mit seinem letzten Atemzug der Bezwingerin diese Wunde zufügte, hört sich nun mal VIEL BESSER an als: Sie ist zu schusselig um Tee zu kochen. 😉 Ach Emily, ich liebe deine Phantasie. Werd bald wieder ganz gesund. Liebe Grüße H.

    • Siehste! Mein Reden liebe Heidi 😀
      Mit Phantasie ist alles so schön bunt und manchmal kann sie hoffentlich auch dicke Wolken vertreiben 😉

      Werd auch du bald wieder gesund du Liebe!

      Herzliche Grüße an dich, Emily

    • *lach* Das ist echt der Hammer!!! Was es nicht alles gibt! Gibt es auch unumschüttbare Wasserkocher? Unkaputtbares Glas? Frau Schlau hat heute nämlich heißes Wasser in ein Gefäß gekippt, das nicht wirklich heißwasserfest war. Allerdings IN der Spüle. SAG BITTE NICHTS! 😉

  12. hahahaha *looooool* herrliche idee, liebe emily, vielleicht solltest du sowas echt mal machen. DAS gesicht möchte ich dann mal sehen *lach*

    alles liebe, katerwolf

  13. Geht mir mit meinem Messerunfall ähnlich. Klingt einfach selten dämlich, wenn’s nix Spektakuläres war. Ich finde, du solltest die Geschichte mit Paraguay zum besten geben. Die Sauna lässt einen auch wieder arg einfältig aussehen 😉

    Ich habe beschlossen, meinen Messerunfall mit einem baldigen Beitritt bei den Shaolin-Mönchen zu erklären…

    • Hehe… AUCH eine fantastische Idee! Dann war das quasi ein Trainingseffekt??

      Ich bin gespannt, ob ich darüber mal etwas bei dir lesen kann 😉

  14. Liebe Emily,

    pass gut auf dich auf! Auch wenn du die Geschichten nicht wirklich erzählt hast, sie waren in deinem Kopf, und ich hätte trotzdem zu gerne deine leuchtenden Augen gesehen… 🙂

    Herzliche Grüße, Elisabeth

    • Liebe Elisabeth,

      wenn man einmal dabei ist, Geschichten zu konstruieren, kann man kaum noch aufhören. Und ja, die Augen leuchten dabei 😉

      Viele liebe Grüße an dich,

      Emily

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