Emily & Jacques on Tour …

Montezuma und seine Brüder hielten mich auch an meinem 4. Urlaubstag beschäftigt, daher habe ich – immer in der Nähe meines Zimmers – ein wenig fotografiert:

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Monsieur Jacques machte es sich derweil bequem und entspannte vor sich hin …

Am Nachmittag traf ich Peter, Markus, Ute und Jürgen am Pool.

Ich wurde mit einem herzlichen: „Hey, wie geht es dir?“, empfangen.

Das war ja sooo lieb! Wenn man sich nicht so richtig fühlt, ist die Fürsorge anderer ein wahrhaftes Seelenpflaster!

Ich legte mich auf eine freie Liege daneben: „Geht so Leute.“

Ute: „Ich hätte mich nachher nach deiner Zimmernummer erkundigt, wenn wir dich hier nicht gesehen hätten! Dann hätte ich dir einen nassen Waschlappen gebracht. Oder so.“

Das war ja noch süßer!

Ich: „Danke, das ist echt super lieb von euch.“

Ein paar Jungs lenkten uns ab. Sie hatten im Pool vor uns gerade Wasserball gespielt und vor den Liegen eine Pfütze auf den großen Fliesen hinterlassen.

Genau in diesem Augenblick stolzierte ein Typ an dem Pool vorbei. Mittelgroß, braun, etwas älter. Er hatte 2 Blondinen im Schlepptau. Gibbelnd liefen sie hinter ihm her. Er streckte die Brust raus und war darum bemüht den Bauch einzuziehen. Rasierklingen schienen ihm unter die Achseln geklebt worden zu sein. Irgendwie lief der äußerst verkrampft. Oder hatte er das selbe Problem wie ich und arbeitete an einer ungewöhnlichen Körperspannung? Nein, sicher nicht. So lief ich auf keinen Fall! Das hier hatte andere Gründe …

Ich zog mein Buch etwas tiefer, sah über den Rand meiner Sonnenbrille und amüsierte mich über diese Erscheinung. Mit seinen Zehenlatschen schlurfte er lässig (und trotzdem verkrampft) vor sich hin, dabei hatte er immer mal wieder einen lockeren Spruch auf den Lippen, der die Blondinen wieder kichern ließ.

Jürgen und Markus sahen ebenfalls hin. Auf den Typen oder die Blondinen? Keine Ahnung. Jedenfalls hatte dieser großartige Hecht scheinbar plötzlich Aquaplaning und schlidderte mit seinen Zehenlatschen auf dieser Pfütze. Mit einem Mal riß er die Arme hoch – ich achtete auf herab fallende Klingen – ruderte mit den Armen und Beinen und hielt sich gerade eben noch in der Senkrechten. Seine Mädels sahen ihn für einen Augenblick stumm an. Ob bei dem noch alle Wirbel drin waren?

Ich (etwas lauter): „Das war höchtens eine 5.0! Abzug in der B-Note!“

oops….

Die Blicke richteten sich auf mich.

Ja, mein Bauch mag krank sein, meine Schnute ja noch lange nicht!

Die Blondinen begannen zu kreischen und lachten. Der braungebrannte Held sah mich pikiert an. Wenn Blicke töten könnten, wäre ich direkt von meiner Liege geplumpst. Ich glaube sogar, dass sein Goldkettchen verrutscht war. Böse Sache, böse.

Die Jungs legten natürlich direkt noch einen nach. „Neee, das war aber allerhöchstens eine 4.3!“ Schätze, der Auftritt von dem Typen war erst mal dahin. Beleidigt zog er von dannen. Dafür musste er seinen Damen sicher erst einmal ein Gläschen Sekt spendieren. Na bitte sehr 🙂 Dann hatten die wenigstens Erfolg auf der ganzen Linie: Spaß & Sektchen!

Gemeinsam haben wir eine Bootstour zum Schnorcheln am nächsten Tag gebucht und zum Cycling habe ich mich denn auch aufgerafft. Gegessen habe ich ebenfalls. Man muss doch schließlich bei Kräften bleiben! Montezuma hin oder her, schließlich hatte ich auch Urlaub. So.

Der Abend ging für mich wieder einmal entspannt zu Ende, nachdem Jürgen mich mit Nachschubtabletten versorgt hatte. Auf diesem Wege kam ich in jedem Fall zu jeder Menge Schlaf!

Fortsetzung folgt…

Emily & ein mächtig entspannter Jacques

25 Gedanken zu „Emily & Jacques on Tour …

  1. Was für eine unterhaltsame Geschichte!
    🙂
    Guten Morgen, liebe Emily.

    Wenngleich der von M. verordnete Zimmeraufenthalt natürlich unschön war, hat er immerhin geniale Aufnahmen hervor gebracht. So hat selbst ein schlichter Durchfall seine Berechtigung.
    *g*

    Gut aber, dass es dir dann besser ging und du den Tag noch sehr unterhaltsam gestalten konntest.
    Klasse!
    🙂

    Liebe Grüße, hab einen schönen Tag!
    Heike

    • Danke dir. Zwischendurch musste ich immer in die Beuge gehen, da es so gekrampft hat, dabei hätte ich auch jede Menge Steinaufnahmen machen können *g
      Davon wollte ich mir den Urlaub aber letztlich nicht wirklich verderben lassen. Hat scheinbar auch geholfen 😉

      Ich wünsche dir einen schönen und schwungvollen Dienstag liebe Heike! Emily

  2. Liebe Emily,
    eine Runde Mitleid … du Arme … gut, dass du so gute Pflege hattest … und dich trotzdem nicht davon hast abhalten lassen, den Urlaub zu genießen … DANKE dir für die schöne Geschichte und die tollen Fotos

    herzliche Grüße
    Doris

    • Sagen wir, ich hatte eine großartige mentale Unterstützungstruppe! Es wäre doch schade gewesen, wenn ich von der 1 Urlaubswoche auch noch 5 Tage im Bett verbracht hätte. Neee neee 😉

      Liebe Grüße zu dir, Emily

  3. Oooh, wunderschöne Aufnahmen, die locken so richtig.
    Prima, dass es dir dann doch schon ein wenig besser ging.
    Der Auftritt dieses Möchtegern ist ja super dargestellt. Habe mich köstlich amüsiert. Sehe ihn richtig rudern und seinen Blick, ja, den sehe ich auch.

    Toller, lustiger Bericht, mal wieder echt Emiliy ♥

    Hab einen schönen Tag
    Deine Bärbel

    • Wenn man so einen Typen einmal gesehen hat, hat man den gleich wieder vor Augen nicht wahr? Der hat echt böse geguckt. Ich habe dabei grinsend mein Buch wieder angehoben 😉

      Danke dir für das liebe Kompliment ♥
      und auch dir noch einen wundervollen Tag meine Liebe!

      *drücks* Emily

  4. Liebe Emily, herrlich- bin ich froh, dass Deine Schlagfertigkeit nicht auch Urlaub gemacht hat:-) Das hat dieser coole Typ sicher verdient… ich seh ihn auch richtig vor mir…:-)Ich hab auch mal in Ägypten Montezumas Rache gehabt, ätzend- schön, dass Du so liebe Menschen um Dich herum hattest… Liebe Grüsse Andrea

    • Da müsste man mir wohl den Mund zukleben liebe Andrea 🙂 Besonders dann, wenn es Objekte gibt, die es gerade zu herausfordern.

      Montezuma hat so einige erwischt, in unserer Truppe habe ich allerdings alleine „hier“ gerufen! Reichte ja auch. Die waren wirklich lieb.

      Liebe Grüße, Emily

  5. Tolle Geschichte! Solche Kerle haben es auch einfach nicht besser verdient.
    Zum Glück warst du gerade vor Ort 😉
    Und schöne Fotos. Da will ich doch auch direkt wieder in den Urlaub!!

    Liebe Grüße, Julia

  6. Ach Emily, du Arme! Böse Sache mit deinem Bauchgrummeln. Aber wer weiß, ob du den Auftritt des tollen Hechtes soooo schön wahrgenommen hättest, wenn du nicht an deiner Liege geklebt hättest. War eine schöne Geschichte. So etwas habe ich heute Abend gebraucht.

    Liebe Grüße und Gute Nacht, die Gudrun

  7. Gerade bei Magenverstimmungen heißt es ja: Sobald der Kopf Appetit auf irgendwas signalisiert, ran! Notfalls kann man es ja als reine Nerven-Nahrug deklarieren. Was soll’s!?

    • Das war wirklich seltsam. Ich habe während der gesamten Geschichte auch reichlich Appetit verspürt und habe gut gegessen. Danach ging es mir halt stets elendig. Vielleicht war es auch nur eine besondere Art Diät?! Es hätte schlimmer sein können.

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