Jacques & Emily on Tour

Am vergangenen Montag schellte der Wecker bereits zu einer ziemlich unchristlichen Zeit, nämlich bereits um 02.30 Uhr. Vorsichtig und sachte versuchte ich Monsieur Jacques beizubringen, dass er sich nun ebenfalls erheben müsse. Der Chef ließ es sich natürlich nicht nehmen und brachte uns zum Flughafen. Es regnete Bindfäden, neee, was war das schäbbig da draußen!

03:30 Uhr, Flughafen Düsseldorf, es regnete in einer Tour, aber die Frisur saß.

Jacques und ich stiegen in den Flieger. Einmachgummis waren auf den ersten Blick nicht erkennbar. Ich war begeistert und Jacques ebenso

Während Monsieur die Augen schloß, um noch etwas Schlaf nachzuholen, lernte ich meine Sitznachbarn kennen. Die Dame neben mir bunkerte augenblicklich beide Armlehnen und ihre Enkelin hinter mir gönnte mir unaufhörlich eine Lendenwirbelmassage. Wie nett von ihr. Neee, war ich entspannt. Meine Augen blutunterlaufen, aber das Bild des Sonnenaufganges entschädigte für alles…

Die Sicht auf diesem Flug war ohnehin traumhaft schön …

11: irgendwas Uhr gelandet, zarte 32 Grad, die Sonne brannte, das Haar saß, Jacques schlief noch immer tief und fest…

Die Abfertigung am Flughafen in Hurghada ähnelte der auf einem Viehmarkt. Die Reisenden wurden 1:1 durchgereicht. Stempfel, fertig, weg. Ich entdeckte das Schild meiner lächelnden Reisebegleitung und war glücklich. Schon hockten wir im Transferbus, der uns in die Hotelanlage am Makadi Bay bringen sollte. Jacques, endlich erwacht, befand die Anlage für sehr gut gewählt und ich musste ihm eindeutig zustimmen.

Ja, wir waren angekommen!

Da ich Hunger bis unter beide Arme hatte, stürmte ich das Buffet. Der Koffer konnte warten, mein Magen nicht.

Hier lernte ich einen Mitreisenden kennen: Peter. Ebenfalls hungrig.

Ohne weiter zu warten inspizierte ich den Pool. Wichtige Arbeit! Mir war es gleich, ob ich gerade gegessen hatte oder nicht. Wasser ist mein Element, da musste ich rein. Jetzt war die Frisur im Eimer und das war völlig okay! Das Wasser war herrrrrrrrlich und eine wunderbare Abkühlung bei diesen Temperaturen.

Jacques fand es ebenfalls ziemlich cool am Pool.

Also wenn der nicht entspannt war, dann weiß ich auch nicht!

Schwupps, eh ich mich versah‘, ging die Sonne unter. Na so was! Plumps, weg war sie!

Ich packte meinen Koffer aus und machte mich auf, um meinen Urlaub mit einem Cocktail zu begießen und nahm mir vor, mich im Laufe der Woche durch die Cocktailkarte zu probieren. Ein guter Plan, befand ich.

Da saß ich nun auf weichen Kissen. Ich blickte hinaus auf das Meer und die Lichter drum herum. Ich sah in den Sternenhimmel und war mit einem Mal völlig erschlagen. Wie schön, wie traurig …

Gerade war ich noch zu hause und schon saß ich hier. Irgendwie verrückt und unbegreiflich.

Irgendwann schlurfte ich zum Abendessen und lernte Jürgen kennen. Wir aßen zusammen und wenn ich ehrlich bin, war ich nach dem Essen eigentlich bettfertig. Aber ich ließ mich dazu überreden, noch die Abendshow mitanzusehen. Na gut ... Ein Fakir wollte an diesem Abend sein Kunststück zeigen. Na bitte.

Ich setzte mich in einen Stuhl, sah auf und damit den Fakir vor mir. Er bat mich, sowie 4 andere, mit nach vorn auf die Bühne zu kommen. Nö, bitte bitte nicht!!! Das ist ja so gar nicht mein Fall…

Meine Aufgabe war es, dem armen Kerl auf den Kopf zu steigen, während er mit dem Gesicht auf Scherben lag. Fragen?! Meine erste Show und die sah ich auch noch aus der ersten Reihe. Wir waren erst erlöst, nachdem er sich noch ein paar Schwerter in den Rachen stopfte und auf einem Brett mit Nägeln stand. Mit mir auf seinem Arm! Mir war nach einschlafen, aber die Musik war zu laut.

Mein erster Tag neigte sich nun unaufhaltsam dem Ende zu und schon bald durfte ich seelig in meinem Bettchen liegen. Was für ein Tag!! Ich deckte Jacques liebevoll zu (die Klimaanlage war schließlich an) und sank in einen tiefen Schlaf. Meine Güte, was für ein Tag!

Morgen geht es weiter …

Emily

36 Gedanken zu „Jacques & Emily on Tour

  1. in mir läuft gerade der film einer magiershow ab, wo die frauen zerstückelt und wieder zusammengesetzt werden. sitzt wieder alles, abgesehen von der im pool verwüsteten frisur. jacques macht wirklich einen mächtig entspannten eindruck. aber so ein würmchen will sich wohl lieber an den fliesen kühlen als ins wasser hüpfen. wenn das hinter jacques auf dem ersten foto zum flugzeug gehört, so sieht das auf den ersten blick recht neu aus. keine gummifixierte klapperkiste…

    liebe emily, nun komm in ruhe runter nach der landung und bis bald in bloghausen.

    • Liebe Wortfeile, WENN hier einer entspannt war, dann der kleine Jacques! Er wäre sicher gern mit mir ins kühle Naß gehüpft, aber seine Frisur wäre eindeutig hin gewesen. Vermutlich für immer 😉
      Er saß tatsächlich unterhalb des Fensters im Flugzeug. Es schien mir absolut flugtauglich gewesen zu sein!

      Liebste Grüße zu dir!

    • Danke dir liebe Margot! Mich hat der Arbeitsdienst ja schon wieder in seinen Krallen. Daher kommen meine Berichterstattungen und Kommentare nur so bröckchenhaft. Meine Güte muss ich meinen Kollegen gefehlt haben 😉

    • Ich bin seit Dienstag wieder zu hause. Neee, eigentlich nicht. Tagung bis Mittwoch und bis gestern spät gearbeitet. Ich komme gerade noch zu gar nichts. Was freue ich mich auf die Wäsche 😉

      Viele liebe Grüße, Emily

  2. Boah, das hast du davon, wenn du allinclusive nimmst oder sowas in der Art, lach.

    Meine Güte, die Show aus der allerersten Reihe, ich hätte wohl Reissaus genommen.
    Hauptsache, das Haar sitzt 😀
    Und Jacques ist gut gelaunt.

    Wie schön, wieder von dir zu lesen, diesesmal OHNE Gummifletscher – wäre auch n Ding, da über das Mittelmeer und dann mit Einmachgummi….

    Hast du deine „nette“ Flugnachbarin nochmal erleben müssen?

    Viele liebe Grüsse
    deine Bärbel

    • Meine Liebe, da saß bei mir gar nichts mehr. Weder die Frisur, noch der Gesichtsausdruck. Glücklicherweise musste ich ja nicht auf den Scherben liegen 😉

      Meine Flugnachbarin ist samt Familie woanders unter gekommen. Wir haben uns nicht wieder gesehen 🙂

      Fortsetzung folgt…

      Viele liebe Grüße an dich zurück, Emily

  3. Einerseits: Willkommen zurück in Klein-Bloggersdorf!

    Andererseits: Ich hätte Dir auch einen noch längeren Urlaub gegönnt 😉

    Liebe Grüße

    tom

    • Mein lieber Tom, ich danke dir für den Willkommensgruß. Und auch ICH hätte mir einen längeren Urlaub gewünscht. Das kannst du mir gerne glauben 😉

      Liebe Grüße an dich,
      Emily

  4. Meine Güte, war ja anstrengend, dein erster Urlaubstag. Du hast das so herrlich beschrieben, dass ich fast mit dir mitgelitten habe. Aber nur fast, denn um alle Eindrücke beneide ich dich sehr.

    Liebe Grüße an dich, die Gudrun

    • Danke dir liebe Gudrun. Die Fortsetzung folgt ganz bald! Eigentlich habe ich wirklich entspannt. Ok, nicht als ich auf dem Kopf von diesem Fakir stand, oder dabei zusah, als er die Messer geschluckt hat *schüttel*

      Viele liebe Grüße, Emily

    • Sind wir liebe Vallartina 🙂

      Und wir haben zum Frühstück SELBSTVERSTÄNDLICH Karkady tea getrunken! Dabei müssten dir die Ohren geklingelt haben. Und? Haben sie??

      Viele liebe Grüße!

  5. uiii hurgharda!!!da war ich auch schon 2mal. allerdings am flughafen, das war chaos pur. ich hing im wahrsten sinne am rockzipfel meiner mutter, damit ich sie nicht verlor.und beim zurückfliegen hätten wir alle fast den flieger nicht mehr bekommen denn die abfahrt zum flughafen war komplett unterstaut und auch am flughafen selber standen die menschen schlange.
    ich liebe auch die sonnenaufgänger im flugzeug und weiß, wies dir ging. letzten freitag mußte ich übrigens um 4 raus gäääähn, um 7 ging mein flug.

    wie heißt denn das hotel??;))ich war bis nun im macardiirgendwas…
    dir und deinen mitreisenden eine schöne zeit :)))schick mir nach wien etwas sonne

    babsi

    • Am Flughafen war im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los! Ich war bei der Ankunft so müde, dass ich die Augen kaum aufhalten konnte. Aber die Beamten haben schon dafür gesorgt, dass man nicht ins Träumen kam 😉
      4 Uhr ist ähnlich brutal!

      Ich bin ja schon wieder zurück und Sonne hatte ich eigentlich im Schlepptau. Keine Ahnung wo die abgeblieben ist *grübel*
      Aber WENN sie da ist, geht eine Portion nach Wien. Versprochen!!

      Liebe Grüße und eine gute Nacht, Emily

  6. Liebe Emily,

    oh wie Aufregend so ein Urlaub mit Jacques doch sein kann 😉

    Wie hat ihm den das Essen gemundet ?
    Hast Du nach geglückter Rückkehr Deinen kleinen Freund wieder gut“ gebettet“
    Verwöhnt ist verwöhnt…

    freue mich schon auf Deine Fortsetzung 😉

    liebe Grüße Ulli

    • Guten Abend liebe Ulli!

      Mein kleiner pelziger Freund wurde geschniegelt und gestriegelt, gehuschelt und gekuschelt. Verwöhnt ist verwöhnt 😉

      Viele liebe Grüße und eine gute Nacht, Emily

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  10. Hallo liebe Emily,

    vielen lieben Dank für Deinen super schönen Urlaubsbericht unserer ersten gemeinsamen Urlaubswoche! Was war das für eine schöne Zeit! Aber besonders schön ist es zu erfahren, was Du noch so alles gemacht hast…. Ich habe herzlich gelacht, vor allem über die Sache mit der Rezeption. Emily, ich grüße Dich ganz lieb, Ute!

    • Schön, dass du vorbei schaust liebe Ute! Freu mich 😀

      Die Sache mit der Rezeption konnte ich ja auch gar nicht mehr so richtig erzählen. Aber schön, wenn ich dir einen Lacher bereiten konnte.
      Ja, unsere Woche war wirklich sehr sehr schön!

      Halt‘ die Öhrchen steif und spiele noch ein bisschen mit der Technik. Denke dran, alles wird gut 😉

      Drück dich und viele liebe Grüße,
      Emily ♥

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