Seekrank?

In der kommenden Woche gehe ich auf Reisen. Eine Woche lang will ich mich verabschieden und die Seele baumeln lassen. Der Urlaub war nicht einmal lange geplant oder gebucht. Ich war einfach mal (relativ) spontan.

Als ich am Sonntag laufen war, fielen mir so ein paar Geschichten ein, die ich auf vergangenen Reisen erlebt hatte. Ich liebe es in fremde Länder zu reisen, so wie ich es liebe, im eigenen Land auf Entdeckertouren zu gehen. 

Vor 20 Jahren war ich beispielsweise auf einer Tour, auf der ich etwa 18 Stunden lang unterwegs war. 11 Stunden davon verbrachte ich im Flieger. Ich verbrachte  die Zeit auf meinem Flug neben einem netten Mann. Er war Koch auf einer der Inseln, die mein Reiseziel sein sollte. Allerdings passte er kaum in den Flugzeugsessel. Sagen wir, er war kräftig gebaut und mir näher, als es mir lieb war. 11 Stunden lang. Irgendwann verlor ich auch noch den Knopf an meiner Hose. Musste das gerade jetzt passieren? Ich hatte nicht einmal etwas dabei, was ich annähernd als Gürtel hätte benutzen können!

Als ich ausstieg, erwarteten mich etwa 80% Luftfeuchtigkeit, eine irre Aufregung und irgendwie war mir speiübel. Am Zoll hätte man sich wohl schon Röntgengeräte gewünscht. Es dauerte Ewigkeiten, bis wir endlich die Behörden hinter uns lassen konnten. Mein Shirt war völlig durch und ich hatte keinen Ersatz bei mir. Ich war also bestens vorbereitet, versuchte das Shirt über meinen Hosenbund zu ziehen und die Hose gleichzeitig festzuhalten.

Die Sonne brannte gnadenlos und das Meer war ordentlich in Bewegung. Wir Touris stiegen auf ein Transportboot, das einer Fähre glich. Es war nur wesentlich kleiner. Die Fenster mussten wegen des gehörigen Seeganges geschlossen werden. Sauerstoff also = 0. Es war brütend heiß auf diesem Kahn, alles hockte unter Deck und die Transferzeit betrug lediglich spöttische 2 1/2 Stunden. Herr hilf!

Okay, ich nahm Platz. So konnte die Hose wenigstens nicht rutschen. Neben mir saß eine Frau, die für meinen Geschmack viel zu viel Parfüm trug. Meine Sinne waren überflutet. Zudem war ich höllisch müde. Der Koch, mein Sitznachbar im Flugzeug, schlief bestens. Dem hatte ich vorher schon stundenlang lauschen dürfen. Auf dem Flug konnte ich kein Auge schließen. Der Muff von der Dame neben mir, die Hitze, die Luftfeuchtigkeit und die ganze Aufregung machten mich echt fertig. Das Boot ging auf See und wurde immer übler. Meine Herren, war das Meer in Bewegung und mir schlecht!

Mein Atem ging allmählich schneller und langsam sammelten sich kleine Schweißtröpfchen auf meiner Stirn. Aus meiner Tasche kramte ich mein japanisches Heilöl hervor und eine Tüte. Für den Fall der Fälle. Ich war nicht mehr fähig mich irgendwo drüber zu hängen. Ich schnüffelte an dem Pfefferminzöl, um den Muff von dem Parfüm zu überdecken. Lange brauchte ich nicht, die Frau neben mir musste „über die Reeling“. Eine Französin vor mir fühlte ich angesteckt und ging ebenfalls spucken. Sie blieb nicht allein. Ich fiel jedoch in einen tiefen Schlaf und erwachte erst wieder, als jemand mich an meiner Schulter berührte.

„You must going out now“, erklärte mir ein Einheimischer.

„Schub’s mich doch einfach …“, hätte ich am Liebsten gesagt. Aber ich lächelte ihn dankbar an und versuchte mich zu bewegen.

Ich krallte meine leere Tüte, meine Tasche und mein Heilöl und schleppte mich von dem Boot. Das ein oder andere fahle Gesicht nahm ich noch wahr, bevor ich von Bord ging. Kreidebleich.

Auf der Insel schwankte ich noch eine ganze Weile vor mich hin und war wohl erst am 2. Tag geerdet.

Ich liebe das Meer und war schon des öfteren auf ihm unterwegs. Aber dieses Mal waren wir keine Freunde, weitere Erlebnisse sollten folgen. Der Rückweg war glücklicherweise ganz entspannt. So ist’s halt mit den Naturgewalten!

Ich gehe jetzt aber nicht auf ein Boot. Davon sollte mir also nicht schlecht werden 😉

Emily

60 Gedanken zu „Seekrank?

  1. Au wei, liebe Emily, was für Erlebnisse. Das hab ich im Flugzeug auch schon erlebt, sehr dicken Nachbarn und/oder sehr stinkige…bäh, auf dem kleinen Raum kann das schon sehr ätzend sein… Mein schlimmstes Seekrank-Erlebnis war auf der Fähre von England nach Deutschland, alles um mich herum k-o-t-… Du weisst schon, ich machte den Fehler, kurz UNTER Deck zu gehen, bäääh… Naja, ich schlief dann auf einer Bank mit Füssen auf dem Boden, das war die einzige Stellung, in der mir nicht schlecht wurde:-) Und als ich wieder festen Boden unter den Füssen hatte, wurde mir nochmal so richtig schlecht…

    Dir wünsche ich jetzt aber eine ganz tolle Ferienwoche mit „duften“ Erlebnissen und Wohlsein:-) Liebe Grüsse Andrea

    • Liebe Andrea, Seekrankheit ist ja wohl auch ansteckend. Zumindest hörte ich das später einmal. Man sieht den Leuten förmlich an, dass sie kurz davor stehen, selbst über die Reeling zu hüpfen. Seekrank zu sein ist fürchterlich! Du Arme. Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie du da versucht hast zu schlafen.
      Unter Deck hat man dann, glaube ich, gänzlich verloren.

      Ich bin schon sehr gespannt, was mir da so unterwegs begegnet 😉

      Liebe Grüße,
      Emily

  2. Hihi, die Geschichte ist super!
    Erinnert mich ein bißchen an meine eigenen Reiseerlebnisse – und an meinen Vater. Dem wird schon auf einem Tretboot schlecht 😉
    Liebe Grüße und viel Spaß!

    • Zu enge Sitze im Flugzeug oder das Meer? Dein armer Vater, ich nehme an, er weigert sich generell auf’s Wasser zu gehen 😉

      Danke dir! Bin ja noch ein paar Tage da. Bin nur geistig schon unterwegs, weil urlaubsreif!

      Liebe Grüße 🙂

  3. Oh je Emily, das war ja eine Anreise 😮 Ich hoffe der Rest des Urlaubs war dann besser?? Auf jeden Fall hört es sich nach eineme sehr spannenden Reiseziel an!!
    Ich freue mich auch schon darauf wenn wir wieder in Deutschland wohnen und dann die Welt erkunden können. Die letzten Male hat es uns irgendwie immer in Spanien gehalten 😉
    Bin schon auf deinen nächsten Reisebericht gespannt!!
    Liebe Grüße aus dem heute bewölkten Chiclana de la Frontera,
    Julia

    • Würde dir gefallen: Klares Wasser, viel viel Sand, große Fische und mächtig viel Ruhe. Allerdings durfte man nicht zimperlich sein, was Kleingetier betrifft 😉
      Spanien ist wunderbar. Wann wirst du wieder hier sein?

      Liebste Grüße zurück!

      Emily

      • Das hört sich ja wunderbar an!! Und mit Kleingetier kenne ich mich auch aus: Bin hier übersät von Mückenstichen. Sowas kenne ich gar nicht! Die Viecher mochten mich eigentlich nie. Und in Madrid gibt es fast keine Mücken…
        Wir bleiben noch bis zum Frühjahr nächsten Jahres hier. Dann sind 3 Jahre rum und wir freuen uns wieder auf Deutschland!!

        • Die Zeit vergeht rasend schnell. Und bis dahin genießt du die schöne Zeit in Spanien!

          Böse Mücken! Böse… 😉

          Hasta luego!

  4. Es ist doch immer wieder erstaunlich, dass man das nicht nur freiwillig macht, nein, man bezahlt auch noch teures Geld dafür!
    Hättest du es als „Zwangsverschleppung“ übertitelt, wir hätten es auch geglaubt!

  5. Oh jaaaa, Parfum-Duft kann einem das Leben schwer machen. Schon ohne schaukelndes Meer. Aber das zusammen uuuund noch Müdigkeit. Eine tolle Mischung, die MUSS einen ja umhauen.

    Und sowas nennt man dann Urlaub und erwartet Erholung! Hihihihiiiiii

    • Gerade wenn das Parfüm so intensiv ist, dass es einem den Atem raubt, ist es wirklich schrecklich. Aber es war nirgendwo anders ein Platz frei. Die Kanditatin hatte 100 Punkte!

      Danach war aber alles wieder schön 🙂

  6. hattest du abenteuer-menschheit-urlaub gebucht ;-)? das blöde ist nur, daß man solche widrigkeiten in keinem urlaub ganz ausschließen kann… ich hoffe natürlich trotzdem. daß der geplante einen größeren erholungseffekt hat und du zu allem ein bißchen abstand gewinnst. müssen wir das ziel erraten :-)?

    • Diese Widrigkeiten geben dem Ganzen die „Würze“ 😉 Es geht nach Ägypten. Ich war noch nie dort, freue mich aber schon auf das Rote Meer und bin ganz gespannt darauf. Habe meinen Schnorchel schon geputzt! Erholung habe ich eigentlich mitgebucht, aber wer weiß… 😉

        • Ich bin tatsächlich nicht so weit von dir entfernt! Könnte in einer Woche nur etwas knapp werden 😉 Aber es ist dort genau so heiß wie bei dir!

      • ah, schnorcheln. ich hab das mal gemacht und danach alpträume gehabt. wasser, in dem ich nicht stehen kann – huaaaaahhhh. aber ich stelle mir das, wenn man die angst abstellt, sehr faszinierend vor. dennoch gucke ich mir das dann doch lieber durch sicherheitsglas an ;-).

        ich freu mich, daß du dir diese außerplanmäßige reise gönnst und bin gespannt, was du zu berichten hast.

        • Ich bin mittlerweile auch sehr froh, dass ich das gemacht habe. Vor Wasser darf man ruhig Respekt haben. Ich kam vor ein paar Jahren mal in eine Strömung, zuerst habe ich das gar nicht gemerkt. Schließlich waren ja sooo viele bunte Fische da. Als ich den Kopf hoch nahm und sah wohin ich abgetrieben war, kam ich ins Schwitzen. Unter Wasser!

        • hab grad eine postkarte aus thailand bekommen, die beiden „wahlchinesischen“ jungs waren auch tauchen. es klang so bezaubernd. ich hätte wohl am meisten angst, vor einem tiefenrausch – also beim richtigen tauchen. und pack dir so ne unterwasserknipse ein!!!!

          *vorfreudig guck*

        • Leider habe ich Probleme mit dem Druckausgleich und schaffe das mit dem Tauchen nicht. Daher bleibt mir das Schnorcheln und das ist okay. Ich würde vermutlich ohnehin zu viel angrabschen 😉
          Kann ich die Bilder der Unterwasserknipsknaps auch irgendwie einfach digitalisieren? Weißt du das?

          PS. Hab noch Platz im Koffer 😉

  7. hmmm, ich tippe jetzt einfach mal, WO du gewesen sein könntest. könnte es eine der thailändischen inseln gewesen sein, so was wie koh samui vielleicht?

    liebe grüße, katerwolf

    • Dort war ich auch schon einmal. Glücklicherweise, bevor der Tourismus die Insel komplett übernommen hat. Aber ich war damals auf einer kleinen und sehr ursprünglichen Insel auf den Malediven. Das Essen wie auch die Unterkunft waren sehr einfach, aber genau das hatte ich auch gesucht. Es gab hauptsächlich Fisch und zum Frühstück weiße Milchbrötchen. Der Ruhe konnte man nicht entkommen.

      War schon nett 🙂

      Liebe Grüße, Emily

        • Einen Flughafen gab es damals schon und eine kleine bunte Bahn, die uns vom Flieger abgeholt hat. Zig Schmetterlinge flogen umher, es war, als befände man sich im Paradies! Heute ist alles ganz anders. Meine Freundin Rieke war einige Zeit später dort und berichtete schon ganz andere Dinge. Der Trubel wäre nicht meins, daher werde ich Koh Samui wohl nicht wieder sehen. Bei Goa habe ich zu lange gewartet befürchte ich. Das war auch immer noch ein Ziel.

          Fernwehgrüße, deine Emily

  8. Eine tolle Geschichte ,liebe Emily. Ich habe ja regelrecht mitgelitten. Dann werden wir ja nach deinem Urlaug wieder gute Geschichten zu hören bekommen, denn irgenwas ist immer.

    Liebe Grüße, eine gute Urlaubsvorbereitung und einen schönen Abend, die Gudrun

    • Oh, mir ist schön öfter schlecht geworden unterwegs 😉 Ich bringe aber sicher wieder etwas Schönes mit.
      Gaaaanz bestimmt denn wie du sagst: Irgendwas ist immer!

      Danke dir und ebenfalls einen schönen Abend liebe Gudrun!
      Emily

  9. Alles oberhalb von 5-6 Stunden Flug ist m.E. von Übel. Der Air Conditioning in den Flugzeugen habe ich dabei auch schon immer misstraut, je länger ich deren Luft schnaufen musste auf langen Flügen, umso kaputter fühlte ich mich oft. Kein Wunder, jetzt ist ja klar, dass da auch ein Gift Eingang fand, dass eigentlich im Flugbenzin bleiben sollte, aber mangels geeigneter Filterung bzw. konstruktiver Trennung seinen Weg in die Innenluft der Flugzeuge findet. Nur im A380 haben die Konstrukteure dafür gesorgt, dass das nicht geschehen kann.

    • Yesss! Da steige ich doch mit Freude ein!

      Lange Flüge habe ich früher wesentlich besser verkraftet als heute. Ich weiß nicht mehr wie ich sitzen soll, die Luft ist ätzend, die Ohren rauschen. Nach Langstreckenflügen habe ich in der Vergangenheit immer länger gebraucht, um zu hause wieder klar zu kommen. Soooo viele waren es nicht, ich betrachte das mal insgesamt. Das mit dem Gift ist tatsächlich so eine Sache. Mir ist fast schleierhaft, dass das jetzt erst aufgedeckt werden konnte und nicht schon eher erkannt wurde.

    • Danke dir! Entspannung pur wäre super. Stand jedenfalls im Prospekt, müsste also inklusive sein.

      Ein paar Tage sind es ja noch und bis Freitag darf ich auch noch arbeiten.

      Liebe Grüße und einen schönen Abend, Emily

  10. gut dass ich nihct neben der Dame mit dem Parfum sass, das waere mir nicht gut gegangen. auf einem Boot habe ich auch schon solche erfahrungen gemacht, und mich dann spaeter auf mein Bett gelegt und langsam wieder zu mir gekommen.
    viel Vergnuegen bei deiner Reise diesmal, bin schon auf die Berichte gespannt

    • Ich bin auch schon gespannt liebe Vivi!

      Bist du unter Deck wieder zu dir gekommen? Ich glaube, dort ist es am Schlimmsten oder? Habe ich einmal irgendwo gelesen und mir gedacht: nie…unter…Deck…wenn … das… Boot…schaukelt!

  11. Was für eine Geschichte!
    🙂

    Irgendwann, liebe Emily, möchte ich einfach mal irgendwo unerkannt in deiner Nähe sein. Und dann werde ich mit einem breiten Lächeln lesen, was du über die Begegnung schreibst.
    Darauf freue ich mich echt!
    🙂

    Wohin reist du jetzt bald?
    Ich wünsche dir viel viel Freude, Erholung und angenehme Erlebnisse!
    Hab einen schönen Abend, liebe Grüße.
    Heike.

    • Es geht nach Ägypten liebe Heike und ich bin schon sehr gespannt. Ich war noch nie dort. Auf dem Programm steht Sport & Relaxen 🙂

      Wenn du unterkannt in meiner Nähe sein möchtest, müssten wir dann nicht wissen, wer wann wo unterwegs ist? So ein bisschen wenigstens? Vermutlich würde ich dir gar nicht auffallen! Aber, wer weiß 😉 Vielleicht sollten wir das mal testen!

      Ich danke dir für die lieben Wünsche! Ich kann all das gut gebrauchen. Aber bis Freitag muss ich noch etwas tun und mich dann langsam aber sicher vorbereiten!

      Ich wünsche dir auch noch einen schönen Abend und liebe Grüße,
      Emily

      • Natürlich würdest du mir auffallen, liebe Emily! Du bist die Frau mit dem „in sich gekehrten“ Blick, die so wirkt, als sei sie abwesend, oder würde das besonders Negative geduldig ertragen, was allerdings ein Irrtum ist, denn in ihrem Kopf entstehen schon nebenher die Geschichten, mit denen sie uns dann erfreut. Das merkt man daran, weil sich ab und an ein leises Lächeln in das Gesicht der Frau schleicht. Oder auch ein Grinsen.
        🙂

        Guten Morgen.
        Ich wünsche dir einen schönen Tag, weiterhin viel Vorfreude!
        Liebe Grüße
        Heike.

        • Liebe Heike, ich wäre wirklich gespannt darauf, welchen Eindruck du tatsächlich von mir bekommen würdest 😉 Das Lächeln wäre sicher auffällig!

          Ich danke dir für die gewünschte Vorfreude. Lange wollte sie sich nicht zeigen, doch jetzt kribbelt es langsam aber sicher.
          Viele liebe Grüße,
          Emily

  12. Ich will mit nach Ägypten, da ist es so wundervoll und schnorcheln kannst du auch, mußt aber weiter raus. Das Wasser ist so klar…traumhaft.
    Nach Hurg oder Sharm ???

    *ichträummichwech* byeeeeeeeeeeeeeeeeee 😀

    • Das Riff liegt nicht so weit draußen, daher hoffe ich, dass es keine großen Umstände macht raus zu kommen. Es geht nach Makadi. Bin wirklich gespannt 🙂

  13. Ich kann mich an eine Busfahrt von Heraklion nach Omalos in den Sfakiotischen Bergen auf Kreta erinnern, der Ausgangspunkt für die Wanderung durch die Samaria-Schlucht. Der Reisebus ist bis auf den letzten Platz besetzt gewesen. Dreiviertel der Passagiere waren „Flachlandtiroler“ reinsten Wassers, Holländer, um genau zu sein. Das letzte Viertel der Strecke, von Chania bis hoch nach Omalos war Haarnadelkurve an Haarnadelkurve. Nach einigen hundert Metern bereits mussten wir Halt machen, weil die Reiseführerin neue K***-Tüten aus dem Kofferraum des Autobusses holen musste… 😉

    • Ich habe den Begriff „Flachlandtiroler“ noch nie gehört. Der ist fantastisch. Merken Emily!
      Die Strecke kenne ich. Die habe ich auch mit dem Bus kennen gelernt. Eine Kurve jagd die nächste. Ich kann mir gut vorstellen, wenn einer loslegt… au weia. Hoffentlich konntet ihr durchlüften 😉

      • Im Bus ließen sich zum Glück die oberen Segmente der Fenster kippen. 😉 Ich hatte auf dieser Fahrt ein sehr lustiges Quartett Ulmer Studenten/innen kennen gelernt. Wir thronten vorne auf den Sitzen gleich hinter dem Fahrer und konnten’s uns nicht verkneifen, jede Haarnadelkurve mit freudigem Gejohle und Gejauchze zu kommentieren…

        • Ui, DAS kann ich mir denken! Spaß pur! Als ich in dem Bus saß, dufte sogar noch geraucht werden. Kannst du dir das vorstellen? War das ekelig!

  14. Huch das klingt ja grässlich…! Bei zu dick aufgetragenem Parfum wird mir ja sogar an Land übel, aber auf hoher See, bei den Temperaturen, ich will gar nicht dran denken. Ich schätze, ich hätte mich auch zu den Damen an der Reeling gesellt, gut dass du dein Heilöl dabei hattest. 🙂

    Alles Liebe, Martina

    • Eine extreme Parfümwolke ist auch an Land grauselig. Ich glaube, viele merken gar nicht, dass sie zu viel von dem Fusel aufgetragen haben. Wäre ich nicht so erschossen gewesen, ich hätte den anderen Gesellschaft geleistet.

      Viele liebe Grüße,
      Emily

  15. Ach Emily, da steigt mir ja glatt das ähm Mitgefühl im Halse auf. Bei solchen Erlebnissen fragt man sich manchmal: „warum hab ich nochmal meine haustür verlassen?“ Aber wenn am Ende dann alles gut wird weiß man auch wieder warum 🙂

    Wo geht es denn diesmal hin?

    Einen schönen Tag wünscht Nyx

    • Genau, aber dann stehst du an dem Ort, wohin du wolltest und denkst dir: Jawoll, das war es wert. Hoffentlich 😉

      Es geht nach Äqypten und ich bin echt gespannt. Wobei ausnahmsweise „Land & Leute“ nicht auf meinem Programm stehen, sondern Sport und Erholung.

      Liebe Grüße und einen schönen Abend dir,
      Emily

  16. Oha, Reiseübelkeit stelle ich mir sehr schlimm vor und wenn ich deinen Bericht so lese, ist es wohl auch übel im wahrsten Sinne 🙂
    Zum Glück bin ich, zumindest was die Übelkeit anbelangt, ziemlich immun und wenn ich nicht krank bin, stört mich kein Schaukeln und kein Rütteln. Aber was das Parfum anbelangt: manche Menschen scheinen einfach jede Relation und vor allem ihren Geruchssinn verloren zu haben. Sie ziehen Duftwolken hinterher, dass man glaubt, sie brauchen sie um am Abend wieder nach Hause zu finden. Andere nehmen da Brotkrumen…
    Ich freu mich schon auf deinen nächsten Reisebericht!
    Liebe Grüße und vergiss nicht, den Gürtel ins Handgepäck zu packen!
    Nissa

    • War es liebe Nissa, war es! Aber ich hab da noch ne Story, die folgt noch. Mit dem Parfüm ist es, wie du sagst. Wenn ich joggen bin und ich habe eine Wolke vor mir, könnte ich direkt umfallen. Und ich frage mich oft, warum müssen die Leute sich morgens früh immer schon so eindieseln!? Aber das bleibt wohl ein Geheimnis 😉

      Ich trage jetzt immer Gürtel 😉

      Liebe Grüße zu dir,
      Emily

      • Haha, beim Joggen ist es besonders schlimm, die Erfahrung musste ich auch schon machen. Man atmet ja schon etwas intensiver und saugt den Geruch bis tief in die Nasennebenhöhlen.
        Früher bin ich viel Bahn gefahren und da lag vor allem im Sommer immer ein stattlicher Geruch von menschlichen Ausdünstungen in der Luft. Manche Menschen denken, man kann diesen Geruch übertünchen und sprühen wie wild mit Deo durch die Bahn. Hmm, lecker Deo-Schweiß-Geruch…

  17. Liebe Emily,
    das kommt mir alles sehr bekannt vor … und während ich so las dachte ich, ob sie da wohl auf den Malediven war … da war ich auch schon einmal vor schlappen 26 Jahren … ein Glück nur, dass mir nicht der Hosenknopf abgefallen ist … lach … und nächste Woche dann Ägypten … auch schön … ich war drei Wochen in Hurgada … zum Surfen … was ich auf den Malediven erlernt hatte … ist aber auch schon 25 Jahre her … mittlerweile zieht es mich nicht mehr so sehr in die weite Welt … liegt nicht nur am Alter … liegt einfach daran, dass ich lieber überschaubare An- und Abreisen mag … da wünsche ich dir jetzt noch eine schöne Arbeitswoche … und lass‘ dich nicht so sehr von deinen Kollegen ärgern … und freue dich auf deinen Urlaub … vorher lesen wir uns bestimmt noch einmal
    herzliche Grüße
    Doris

    • Das Surfen habe ich auch auf dem Malediven gelernt, etwa 3 Jahre später. Das war allerdings nicht so schwierig, die Wellen waren doch sehr seicht. Ich verstehe das mit dem An- und Abreisen sehr gut. Gerade mit der Zeitverschiebung habe ich hin und wieder mittlerweile sehr zu kämpfen.
      Arbeitsmäßig steht noch jede Menge an, wie immer vor dem Urlaub. Das schaffe ich auch noch. Hoffe ich 😉

      Liebe Grüße,
      Emily

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